Bad Rippoldsau
: Für Problembärin gebaut: Keine Freianlage vergleichbarer Größe in Europa

Problembärin Gaia, die im April 2023 im Trentino einen Jöger getötet hatte, soll in den Alternativen Wolf- und Bärenpark nach Bad Rippoldsau-Schapbach kommen (die NECKAR-CHRONIK berichtete).
Von
NC
Bad Rippoldsau

Bild: Stiftung für Bären

Nicht gesetzt

Nun hat sich die Stiftung für Bären, die den Park betreibt, in einer Pressemitteilung dazu geäußert. Demnach soll die Hochsicherheitsanlage, die für die auch „JJ4“ genannte Bärin gebaut wird (im Bild), Ende des Jahres fertiggestellt werden. Mit dem Bau leiste die Stiftung einen wesentlichen Beitrag, um langfristig eine bedeutsame Lücke im Wildtier- und Artenschutz zu schließen. „Trotz steigender Populationszahlen der großen Beutegreifer Bär, Wolf und Luchs gibt es in ganz Europa bislang keine Freianlage vergleichbarer Größe, Sicherheitsnorm und Qualität, um verletzte oder verwaiste Wildtiere aufzunehmen und gegebenenfalls wieder auswildern zu können“, heißt es in der Mitteilung.

In der Anlage solle sich die Bärin behutsam an ein Leben in Gefangenheit gewöhnen. Das sei aber nicht der einzige Nutzungszweck. Laut der Mitteilung soll die Anlage „perspektivisch auch der Aufnahme anderer wildlebender Großbeutegreifer in Not dienen“. In dem Park im Nordschwarzwald lebt bereits Gaias Mutter Jurka. Insgesamt sind aktuell neun Braunbären, fünf Grauwölfe und drei Luchse auf der 14 Hektar großen Fläche zuhause.