Auf nach Paris: Partnerschaft zwischen Empfingen und La Roche Blanche für Preis nominiert

Von links: Gérard Vialat (ehemaliger Bürgermeister La Roche Blanche), Isabelle Sébillet (Präsidentin des Partnerschaftskomitees von La Roche Blanche, Renate Baiker (Partnerschaftsausschuss Empfingen) und Albert Schindler (ehemaliger Bürgermeister Empfingen).
Privat- La Roche Blanche wurde für den 1. Deutsch-französischen Städtepartnerschaftspreis nominiert.
- Die Partnerschaft mit Empfingen besteht seit fast 35 Jahren und wurde durch vielfältige Aktivitäten geprägt.
- Besondere Projekte wie Schüleraustausch, Sprachkurse und Gedenkstättenbesuche fördern die Verbundenheit.
- Vertreter beider Gemeinden reisten zur Preisverleihung nach Paris, die im Palais du Luxembourg stattfand.
- Auch ohne Gewinn war die Nominierung eine große Ehre und stärkt die europäische Freundschaft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am 22. November flatterte sie herein – die Information, dass Empfingens Partnergemeinde La Roche Blanche zu den Nominierten des 1. Deutsch-französischen Städtepartnerschaftspreises des französischen Senats gehört. Die Aufregung und auch die Freude darüber waren ebenfalls in Empfingen groß, heißt es in einem Pressebericht. Nach den Worten des Senatspräsidenten Gérard Larcher sei eine Nominierung für den Preis das Ergebnis einer engen Verbundenheit zweier Gemeinden, „eines Tandems: Ihre beiden Dynamiken spiegeln sich gegenseitig. Ohne die eine wäre die andere verwaist“.
Ziel des deutsch-französischen Partnerschaftspreises sei es, „zu den Wurzeln der Partnerschaften zurückzukehren, um ihre ganze Vielfalt und den ganzen Reichtum neu sichtbar zu machen“. Denn: „Zweifellos haben die Partnerschaften zwischen den Gebietskörperschaften unserer beiden Länder mehr zur deutsch-französischen Versöhnung beigetragen als viele Reden und so manche Verträge.“ Mehr als 220 französischen Städte und Gemeinden bewarben sich um die ausgelobten Preise. Roman Le Gleut als Präsident der deutsch-französischen Freundschaftsgruppe des Senats betonte: „Jede Bewerbung steht für ein Projekt, das eine ganze Gemeinschaft um einfache, aber kraftvolle Ideen zu vereinen wusste: einander besser kennenlernen, miteinander in Dialog zu treten und gemeinsam zu handeln. Die Geschichte unserer beiden Länder erinnert uns daran, wie schwierig dieser Weg war; diese Initiativen sind so viele Zeugnisse der erzielten Fortschritte.“
Reisen stärken das Gefühl der Zugehörigkeit
Für die Bewerbung hatte die Präsidentin des Partnerschaftskomitees von La Roche Blanche, Isabelle Sébillet, zahlreiche Stunden aufgewandt, denn es war gar nicht so einfach, die zahlreichen und vielfältigen gemeinsamen Aktivitäten zusammenzufassen, heißt es im Pressebericht weiter. In ihrer Bewerbung hob Sébillet das unermüdliche Engagement der Vereine mit ihren Freiwilligen, Familien, Einwohnern und gewählten Vertretern hervor, „die diese Beziehung Jahr für Jahr gepflegt und bereichert haben. Selbst die Pandemie von 2021 hat unseren Austausch nicht unterbrochen. Von Anfang an basierte der Austausch auf gemeinschaftsfördernden Begegnungen: Musik, Sport (Fußball, Tennis, Radtouren), Schüleraustausch sowie die aktive Beteiligung von Vereinen wie Chören, Feuerwehren oder Jugendclubs.“
Weiter berichtet die Präsidentin: „Diese Initiativen haben es ermöglicht, tiefe Verbindungen zu knüpfen, die im Alltag der Einwohner verankert sind, und der Zusammenarbeit eine menschliche Dimension zu verleihen. Jedes Jahr finden im Rahmen des Austauschs gegenseitige Besuche statt, bei denen jede Gemeinde die andere in einem Geist der ehrlichen Freundschaft empfängt. Diese Reisen sind oft viel mehr als nur einfache Besuche; sie werden zu Momenten der Emotionen, des Austauschs und der gegenseitigen Entdeckung und stärken das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer echten europäischen Familie.“
35 Jahre Städtepartnerschaft
Sébillet verwies auf besondere Höhepunkte, vor allem auf die gemeinsamen Besuche der Gedenkstätten der beiden Weltkriege wie dem Mémorial de Caen, den Landungsstränden und Verdun. „All diese Momente des Austauschs, der Besinnung und der Weitergabe erinnern an die tiefe Bedeutung dieser Partnerschaft. Die Reisen zwischen unseren beiden Gemeinden – manchmal sogar mit dem Fahrrad über fast 670 Kilometern – stehen für Geselligkeit, Musik, Gastronomie und lokale Traditionen. Karneval, Dorffest, Hohenzollernmarkt, Apfelfest, Weihnachtsmärkte: Jedes Treffen ist eine Gelegenheit, Spezialitäten, Know-how und Lebensfreude zu teilen.“
Im Besonderen verwies Sébillet auf die informellen Sprachkurse, die in beiden Kommunen eingerichtet wurden, „um uns besser zu verstehen, jeden Moment unseres Wiedersehens in vollen Zügen zu genießen und das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer echten europäischen Gemeinschaft zu stärken“. Einen Ausblick gab sie im Rahmen der Bewerbung auch auf das im Jahr 2026 stattfindende 35-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft. „Die Vorbereitungen laufen bereits, insbesondere mit der Erstellung eines gemeinsamen deutsch-französischen Kochbuchs, das ein Symbol für das gemeinsame kulturelle und gastronomische Erbe ist. Zweifellos wird dieser Moment ein weiterer Schritt zur Stärkung dieser vorbildlichen Beziehung sein, die unsere beiden Gemeinden seit fast 35 Jahren verbindet und die über Worte und Grenzen hinaus den europäischen Geist der aufrichtigen und dauerhaften Freundschaft, des Friedens und der Zusammenarbeit verkörpert.“
Empfinger in Paris
Die vielen gemeinsamen Aktivitäten und die tiefe Freundschaft, die durch die Partnerschaft entstanden sei, überzeugte die Jury der deutsch-französischen Freundschaftsgruppe, sodass La Roche Blanche zu den zehn nominierten Gemeinden in der Kategorie „Dörfer und Kleinstädte“ in der Gruppe der Gemeinden bis 4232 Einwohner gehörte. Zur Zeremonie der Verleihung des 1. Deutsch-französischer Städtepartnerschaftspreis im Palais du Luxembourg (Sitz des Senats) waren neben den Vertretern der Gemeinde La Roche Blanche Isabelle Sébillet (Präsidentin des Partnerschaftskomitees) und Gérard Vialat (früherer Bürgermeister) auch zwei Vertreter der Gemeinde Empfingen eingeladen.
Und so machten sich Albert Schindler (Altbürgermeister und Gründungsmitglied der Städtepartnerschaft) und Renate Baiker (Mitglied des Partnerschaftsausschusses der Gemeinde Empfingen) überraschend kurz vor Jahresende am 9. Dezember um 5 Uhr morgens auf den Weg nach Paris, um an der feierlichen Zeremonie teilzunehmen. Die Freude war bei allen Beteiligten groß, sich zu einem solch besonderen Anlass in Paris zu treffen. Nach der Zeremonie und einem gemeinsamen Empfang erhielten die Vertreter der teilnehmenden Gemeinden aus dem Département Puy de Dôme durch die Senatoren des Départements noch eine Führung durch das Palais du Luxembourg und die Räume des Senats.
Das gemeinsame Fazit nach der Zeremonie
Das gemeinsame Fazit nach der Veranstaltung war: Auch wenn La Roche Blanche bei der festlichen Preisverleihung leider nicht zu den Gewinnern gehörte, war bereits die Nominierung und die Einladung in den Senat eine große Ehre. Und sicher wird dies nicht die letzte Bewerbung um einen Partnerschaftspreis gewesen sein. Nach der Rückkehr der Empfinger Teilnehmenden kurz vor Mitternacht fiel das Fazit ganz klar aus: „Anstrengend, aber ein unglaubliches Erlebnis“. Bürgermeister Ferdinand Truffner dankte den beiden Empfinger Vertretern und resümierte: „Mit der Nominierung hat unsere Partnergemeinde wiederholt gezeigt, dass die Verbindung nach Empfingen auch weiterhin wichtiger europäischer Bestandteil ist. Und wir kommen sicher wieder – dann holen wir uns den Preis.“

