Am Klinikum in Freudenstadt
: Selbstbestimmte Geburtshilfe dank des Hebammenkreißsaals

Neues Angebot am Klinikum Freudenstadt: Ab 1. September werden Termine für Vorgespräche vergeben. Angeboten werden die Termine für Frauen ab der 30. Schwangerschaftswoche.
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red/pm
Freudenstadt
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Mit dem Hebammenkreißsaal erweitert das Klinikum Landkreis Freudenstadt sein Angebot für werdende Mütter.

Mit dem Hebammenkreißsaal erweitert das Klinikum Landkreis Freudenstadt sein Angebot für werdende Mütter.

KLF
  • Klinikum Freudenstadt bietet ab November einen Hebammenkreißsaal mit Eins-zu-eins-Betreuung.
  • Vorgespräche ab 1. September: Termine für Schwangere ab der 30. Woche, montags 8–15.30 Uhr.
  • Natürliche Geburt ohne Routine-Interventionen – Ärzteteam und Infrastruktur stehen bereit.
  • Eignung wird in zwei Vorgesprächen geprüft, ab der 30. und ab der 36. Schwangerschaftswoche.
  • Land fördert den Aufbau mit 50.000 Euro, Terminvereinbarung per E-Mail oder dienstags 8–9 Uhr per Telefon.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine natürliche, selbstbestimmte Geburt, aber mit vollem medizinischen Sicherheitsnetz? Mit dem Angebot eines hebammengeführten Betreuungskonzepts ab November wird das am Klinikum Landkreis Freudenstadt möglich. Ab 1. September werden Termine für Vorgespräche vergeben. Angeboten werden die Termine für Frauen ab der 30. Schwangerschaftswoche. Darüber informiert die Klinikumsgesellschaft.

Der neue Hebammenkreißsaal am Klinikum Landkreis Freudenstadt verbinde eine geborgene Atmosphäre mit dem medizinischen Sicherheitsnetz des Klinikums im Hintergrund, heißt es in der Mitteilung. Schwangere werden demnach in Eins-zu-eins-Betreuung von einer erfahrenen Hebamme durch die Geburt begleitet. Auf eine medizinische Intervention wird im Hebammenkreißsaal weitgehend verzichtet. „Frauen erhalten bei uns den Raum, ihren Geburtsweg individuell und selbstbestimmt zu gehen“, sagt die leitende Hebamme Franziska Haas in der Mitteilung. „Gleichzeitig stehen das komplette Ärzteteam sowie die medizinische Infrastruktur der Klinik zur Verfügung. Die Sicherheit von Mutter und Kind ist jederzeit gewährleistet.“

Eine Geburt im Hebammenkreißsaal sei für alle Frauen möglich, die einen unauffälligen Schwangerschaftsverlauf haben und eine natürliche Geburt wünschen. „Wir führen dazu zwei Vorgespräche in den letzten Schwangerschaftsmonaten durch“, erklärt Haas. „Dabei klären wir detailliert, ob die Voraussetzungen für eine sichere Geburt im Hebammenkreißsaal erfüllt sind.“ Das Erstgespräch findet ab der 30. Schwangerschaftswoche statt, das Zweitgespräch ab der 36. Schwangerschaftswoche.

Der Hebammenkreißsaal sei direkt an die bestehenden Kreißsäle des Klinikums und an die Kinderklinik angeschlossen. Im medizinischen Notfall könne das Team in Sekundenschnelle reagieren. Auch wenn während der Geburt der Wunsch nach Schmerzerleichterung wie einer Periduralanästhesie (PDA) entsteht, sei der Übergang in die klassische medizinische Betreuung jederzeit nahtlos möglich.

50.000 Euro Förderung durch das Land

Mit dem Hebammenkreißsaal habe die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ihr Angebot um ein wichtiges Element erweitert. Im vergangenen Jahr hatte die Klinik bereits die WHO/Unicef-Zertifizierung als babyfreundliche Klinik erhalten.

Der Aufbau des neuen Hebammenkreißsaals wurde finanziell vom Land unterstützt. Zwölf Kliniken wurden mit insgesamt 400.000 Euro gefördert. Davon erhielt Freudenstadt eine Summe von 50.000 Euro, teilt die Gesellschaft mit. „Angesichts der bundesweiten Klinikdiskussionen ist das für uns ein wichtiges Zeichen“, sagt Monique Bliesener, Geschäftsführerin des Klinikums Landkreis Freudenstadt. „Die Klinik leistet überragende Arbeit und das Angebot ist unverzichtbar für die Region. Es ist gut, wenn das Land dies in Form von Förderung bestätigt.“

Auch Chefarzt Dr. Peter Seropian sieht in der Neuerung einen wichtigen Baustein: „Wir richten unsere Klinik strategisch modern aus und freuen uns sehr, dass diese Anstrengungen nun direkt den Familien vor Ort zugutekommen.“

So läuft die Terminvergabe

Ab 1. September werden Termine für die Vorgespräche vergeben. Diese finden immer montags zwischen 8 und 15.30 Uhr statt. Termine können per E-Mail an hebammensprechstunde@klf-net.de oder dienstags zwischen 8 und 9 Uhr per Telefon unter (07441) 54 62 88 vereinbart werden.