Alpirsbach · Arbeitsunfall: Vom Radlader erdrückt

Der umgekippte Radlader auf der Baustelle in Alpirsbach-Peterzell. Der Fahrerwar unter dem Tonnengewicht eingeklemmt und musste von den Rettungskräften befreit werden. Trotz Reanimationsmaßnahmen und Rettungshubschraubereinsatz erlag der Mann seinen Verletzungen in der Klinik, wie die Polizei gestern vor Redaktionsschluss mitteilte.
FeuerwehrDer Mann war kurz nach 9 Uhr damit beschäftigt, mit Hilfe eines Radladers frisch angelieferten Mineralbeton zu verteilen. Dabei fuhr er mit der rund sieben Tonnen schweren Baumaschine auf den etwa 3 Meter hohen Schüttkegel hinauf, als das Gerät heckseitig auf einmal abrutschte und umzukippen drohte. Da ein Gegenlenken fehlschlug, versuchte er sich mit einem Sprung aus dem Arbeitsgerät zu retten. Hierbei wurde er vom Führerhaus des kippenden Radladers erfasst, zu Boden gedrückt und eingeklemmt.
Sofort rückten die alarmierten Feuerwehren Alpirsbach und Alpirsbach-Höhenstadtteile an. Mit Hilfe eines Baggers wurde der Radlader angehoben und der verglückte Fahrer mittels einer „Crash-Rettung“ unter dem Fahrzeug befreit. Vom Rettungsdienst und Helfern der Gebrüder-Gründler-Stiftung wurden umgehend die notärztliche Erstversorgung und Reanimationsmaßnahmen eingeleitet.
Die Feuerwehr sicherte währenddessen den Radlader mit einer Seilwinde und mit Hilfe von Unterbaumaterial gegen ein weiteres Abrutschen ab. Für den zwischenzeitlich angeforderten Rettungshubschrauber wurde neben dem Feuerwehrhaus in Peterzell ein Landeplatz eingerichtet.
Unter Reanimationsmaßnahmen wurde dann der lebensgefährlich Verletzte mit dem Rettungshubschrauber in eine Stuttgarter Spezialklinik geflogen.
Nach Mitteilung der behandelnden Ärzte dort ist er dann im Krankenhaus verstorben.
Zur Betreuung der Einsatzkräfte sowie der Arbeitskollegen des Verunglückten war auch der Notfall-Nachsorgedienst vor Ort.
Die Feuerwehren aus Alpirsbach und Alpirsbach-Höhenstadtteile waren mit 30 Mann unter dem Kommando von Markus Kohler bis 11 Uhr im Einsatz.