50-jähriges Bestehen: Eutingens Bürgermeister Tideman sagt Fest zum Gemeindejubiläum ab

Eutingens Bürgermeister Markus Tideman sieht keinen Spielraum, das Fest durchzuführen.
Karl-Heinz Kuball- Bürgermeister Markus Tideman sagt das Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen von Eutingen ab.
- Gründe: Bundestagswahl, Softwareumstellung, Grundsteuerreform, Kindergartenbetrieb, Personalmangel.
- Gemeinderat fordert 200.000 Euro Personalkosteneinsparung und kostenneutrales Fest.
- Tideman versteht die Enttäuschung, hebt aber die positiven Rückmeldungen hervor.
- Ein Fest könnte später eventuell stattfinden, abhängig von den personellen Kapazitäten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am späten Samstagabend kurz nach 23 Uhr versendete Bürgermeister Markus Tideman die E-Mail, in der er "diese schwierige, aber notwendige Entscheidung" verkündet und um Verständnis geworben hatte: Die Gemeinde Eutingen hat das für 25. Mai geplante Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen der Gemeinde abgesagt. "Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, aber angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen sehe ich diesbezüglich keinen Spielraum", schreibt Tideman.
Die Verwaltung sei aktuell zahlreichen Herausforderungen ausgesetzt, müsse sich "auf das zwingend Erforderliche" fokussieren, argumentiert der 32-Jährige. Und beginnt aufzuzählen: die Bundestagswahl, die Umstellung der Buchungssoftware zuzüglich zur Grundsteuerreform, das Bestreben, das Kindergarten-Betreuungsangebot aufrechtzuerhalten und personelle Vakanzen im Bau- und Hauptamt auf unbestimmte Zeit (Hauptamtsleiter Daniel Jendroska wird Bürgermeister in Rohrdorf). "Gleichzeitig habe ich vom Gemeinderat in seiner letzten Sitzung den Auftrag erhalten, aus dem Stand heraus 200.000 Euro an Personalkosten einzusparen und zudem das Jubiläumsfest kostenneutral umzusetzen", schreibt Tideman.
Bürgermeister versteht Enttäuschung
In dieser Gemengelage sei ein Fest nicht möglich, "das einem 50-jährigen Gemeindejubiläum würdig wäre". Auch aus der Bürgerschaft habe ihn erreicht, dass sich viele Menschen ein mehrtägiges Straßenfest gewünscht hätten, wie es etwa bei der 1250plus-Feier in Rohrdorf und dem vorherigen Gemeindejubiläum zelebriert wurde. "Gleichzeitig erreichen mich aber auch Rückmeldungen, wonach in der aktuellen Finanzlage die Durchführung eines Festes nicht vermittelbar sei", schreibt Tideman. Wie auch viele andere Gemeinden muss Eutingen sparen.
Er verstehe, dass die Absage für viele Personen enttäuschend sein dürfte. Tideman: "Insbesondere hätte ich mich auf die Leistungsschau als auch auf die vielfältigen Programmpunkte wie Jugendshowtanzgruppen, Schützen-Angebot, Blasmusik, Feuerwehrausstellung und Kinderchorauftritt gefreut." Sehr positiv habe er wahrgenommen, wie umfangreich die Unterstützung für Helferdienste aus kommunalen Gremien gewesen wäre, was Tideman zugleich mit einem Dank verbindet.
Noch macht der Bürgermeister aber die Tür für ein Fest nicht ganz zu: "In Abhängigkeit der personellen Kapazitäten werde ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt nochmals über die Durchführung einer Feierlichkeit nachdenken und mit dem Gemeinderat hierzu ins Gespräch gehen."
