Zankapfel in Hechingen
: Villa-Förderer sammeln Unterschriften für die Fürstengarten-Hecke

Hecke oder keine Hecke? Darüber entscheidet an diesem Mittwoch der Hechinger Bauausschuss. Bevor es so weit ist, wollten die Villa-Förderer noch einmal ein Zeichen setzen.
Von
Hardy Kromer
Hechingen
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Noch ein Archivfoto, das die Wunschvorstellung der Fürstengartenfreunde illustriert: der Blick von der Villa Richtung Zollernstraße mit schützender Hainbuchenhecke. Hecke Fürstengarten

Ein Archivfoto, das die Wunschvorstellung der Fürstengartenfreunde und der Villa-Förderer illustriert: der Blick von der Villa Eugenia Richtung Zollernstraße mit schützender Hainbuchenhecke.

SWP-Archiv
  • Hechinger Bauausschuss entscheidet am 28. Januar über Neupflanzung der Hainbuchenhecke.
  • Villa-Förderer sammelten spontan 59 Unterschriften für die Hecke bei Villa-Besuchern.
  • Alte Hecke schützte Kinder, bot Lebensraum für Vögel und absorbierte Feinstaub.
  • Mietinteressenten forderten 2025 Mietminderung wegen fehlender Hecke – Forderung abgewiesen.
  • Unterschriften wurden Bürgermeister Hahn übergeben, um Bauausschuss zu informieren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Bauausschuss des Hechinger Gemeinderats soll an diesem Mittwoch, 28. Januar (18.30 Uhr im Ratssaal), die Entscheidung darüber fallen, ob es bei der ursprünglich beschlossenen Ersatzpflanzung für die im Zuge der Zollernstraßen-Bauarbeiten gerodete Hainbuchenhecke bleiben soll oder nicht.

Spontane Unterschriftensammlung

Am Wochenende davor haben sich der Förderverein Villa Eugenia und die Freunde des Fürstengartens spontan entschlossen, bei den Villa-Besuchern Unterschriften für eine Neupflanzung der Hecke zu sammeln.

59 Stimmen für eine neue Hecke

Bei Kaffee und Kuchen in der Rotunde kamen 59 Unterschriften für die Neupflanzung zusammen. Fördervereinschef Joachim Wien nennt das ein starkes Statement „an einem einzigen Wochenende ohne Ankündigung“. 59 Unterschriften, so Wien, seien „erheblich mehr Stimmen als die vier im jüngsten HZ-Artikel zitierten Anwohner, die, ohne über die Straße in den Fürstengarten zu gehen, die Villa frei sehen möchten“. Auf deren Straßenseite wurden allerdings bereits neue Hecken gepflanzt.

Das ist nur ein Provisorium: Der Bauzaun an der neuen Zollernstraße zum Fürstengarten und vor allem der Villa Eugenia hin ist seit etlichen Tagen weg. Es soll wieder eine Hecke nachgepflanzt werden. Vielleicht auch nicht. Aber das Tor zum Park so ganz allein? Könnte man sich daran gewöhnen?

Steht reichlich entblößt da, seit die Hainbuchenhecke weg ist: das Eingangstor zur Villa Eugenia.

Ernst Klett

Wie die Bedeutung der Hecke für das Bild des Parks und der Villa eingeschätzt wird, zeigt Joachim Wien zufolge auch der Versuch von Villa-Mietern für Feste im Jahr 2025, die Mietzahlung zu reduzieren, weil die bei einer Besichtigung im Jahr 2024 vorhandene Hecke gerodet wurde, die das Ambiente der Villa wesentlich verschönert habe. Von den rechtlichen Aspekten abgesehen (Mietverträge beziehen sich nur auf die Villa, nicht auf den Park) konnten die Forderungen nach Mietminderung durch die mit Parkmotiven bedruckten Banner, die mit Unterstützung der Sparkasse gefertigt wurden, abgewehrt werden.

Hecke schützt auch spielende Kinder

Was nach Ansicht der Villa-Förderer und Fürstengartenfreunde zudem für eine neue Hecke spricht, ist der Aspekt, dass der Schaukelpfad durch den Fürstengarten führt und dadurch noch mehr Familien mit Kindern dort spazieren gehen. „Ohne Hecke“, so Wien, können Kinder „zum Beispiel einem Ball folgend ungehindert auf die Straße laufen“. Die alte Hecke, der immer noch viele nachtrauern, habe außerdem den Feinstaub der Autos zum Teil absorbiert, Sauerstoff geliefert und Vögeln Lebensraum geboten.

Im Namen des Fördervereins Villa Eugenia und der Freunde des Fürstengartens hat Joachim Wien die Unterschriften an Bürgermeister Philipp Hahn übersandt – verbunden mit der Bitte, das Votum an die Mitglieder des Bauausschusses weiterzuleiten.