Wunschbaum
: Burladinger Aktion nach zwei Tagen komplett leer geräumt

Kinder bedürftiger Familien erhalten ein Weihnachtsgeschenk. Die Initiatorinnen Maren Hoh und Heike Pfister sind begeistert über den Rücklauf.
Von
Matthias Badura
Burladingen
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Wunschbaum Aktion in Burladingen Maren Hoh und Heike Pfister

Auf solche Päckchen dürfen sich Kinder freuen, die sonst nichts oder wenig zu Weihnachten geschenkt erhalten würden. Die Initiatorinnen der Wunschbaum-Aktion Maren Hoh (l.) und Heike Pfister freuen sich über den unerwartet schnellen Erfolg.

Matthias Badura
  • Wunschbaum-Aktion in Burladingen: Alle Wunschzettel nach zwei Tagen vergriffen.
  • Start war am Montag, 2. Oktober – der Baum im Rathaus-Rückgebäude wurde komplett „abgepflückt“.
  • Jobcenter Balingen vermittelte anonym bedürftige Familien; ein Drittel der Angefragten machte mit.
  • Geschenke werden verpackt übergeben, Sponsoren springen ein, falls Pakete ausfallen.
  • Viele Wünsche waren praktisch, etwa Kleidung. Initiatorinnen erwarten nächstes Jahr mehr Nachfrage.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Die Aktion startete am Montag, 2. Oktober, und war zwei Tage später, kann man so sagen, bereits beendet. Der gesamte Wunschbaum im Burladinger Rathaus-Rückgebäude wurde in dem kurzen Zeitraum abgepflückt. Die Wünsche von Kindern, die etwas Bestimmtes zu Weihnachten geschenkt haben möchten, werden erfüllt. Wer einen Beitrag leisten wollte, kommt jetzt schon zu spät.

Mit dieser Geschwindigkeiten hatten die Initiatorinnen Maren Hoh und Heike Pfister nicht gerechnet. Ebenso wenig die Stadtverwaltung. Sie wollte die Aktion mit einer Mitteilung im gerade erschienen neuen Amtsblatt unterstützen. Der Beitrag ist nun Makulatur. Wie dargelegt, hängt kein Wunschzettel mehr am Tannenbaum im Rückgebäude. (Den haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – damit er nicht kahl dasteht – inzwischen weihnachtlich geschmückt.)

Recht auf Teilhabe

Zum Hintergrund: Familien von Kindern, die sich keine größeren Ausgaben leisten können, sollten eben doch ein Weihnachtsgeschenk erhalten! Die beiden Initiatorinnen wandten sich an das Jobcenter Balingen (Ressort: Recht auf Bildung und Teilhabe), das über die entsprechenden Adressen verfügt. Von dort wurde ein Schreiben an den Personenkreis verschickt, der infrage käme. Die Familien meldeten sich dann mit ihren Wünschen zurück. Maren Hoh und Heike Pfister schrieben sie auf Karten, die am Christbaum im Rückgebäude aufgehängt wurden. Dort konnten Spender sie abnehmen und können jetzt die Herzenswünsche erfüllen – natürlich schön verpackt.

Alles streng anonym

Die Pakete gehen im weiteren Verlauf den Familien zu. „Es ist alles anonym, wir selbst wissen nicht, wer sich gemeldet hat“, sagt Maren Hoh. „Und über das Jobcenter ist garantiert, dass Familien begünstigt werden, die wirklich auf die Sachen angewiesen sind“, fügt Heike Pfister hinzu.

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Es wurde bei vielen Adressen angefragt, ein Drittel nahm das Angebot wahr. „Wir denken, die Leute waren noch ein wenig schüchtern oder zaghaft, es anzunehmen“, vermutet Heike Pfister. Sie ist jedoch überzeugt, das ändere sich im kommenden Jahr. Trotzdem sind die beiden überwältigt vom Erfolg. Sie danken der örtlichen Druckerei Göggel, welche die Wunschkarten kostenfrei druckte. Und bei der Stadtverwaltung für ihre Unterstützung. Vor allem jedoch bei den Spendern.

Sponsoren springen ein

Wenn nun aber ein großherziger Geber es verplempern sollte, sein Weihnachtspaket zu packen? „Wir haben ja die Wünsche notiert. Wenn ein Paket nicht zur Weitergabe geliefert wird, sind Sponsoren da, die sich bereit erklärt haben, einzuspringen.“

Vor allem praktische Dinge

Auffällig: Es standen neben Spielsachen vor allem praktische Dinge auf den Zetteln. Also solche, die wirklich im Alltag gebraucht werden, etwa Kleidungsstücke. Das bestärkt die Initiatorinnen darin, dass ihre Aktion wirklich dem Personenkreis und den Kindern zugeht, die auf die Gaben angewiesen sind.

Das nächste Weihnachten kommt bestimmt

Burladingerinnen und Burladinger, mit denen unsere Redaktion sprach, waren von der Aktion begeistert und nahmen sich vor, sich mit einem Geschenk – in Höhe bis zu 30 Euro oder auch etwas mehr – zu beteiligen. Auch Redaktionsmitglieder. Dass der erste Versuch so rasch über die Bühne ging und alle Wunschkarten so schnell vergeben waren, damit konnte wirklich niemand rechnen. Aber das macht nichts. Das nächste Weihnachten kommt bestimmt. Der Einschätzung von Maren Hoh und Heike Pfister zufolge, wird die Nachfrage von Familien beziehungsweise Kindern dann deutlich höher sein.