Winter im Killertal
: Naturschauspiel Weiler Schrofen: Wasserfall ist zugefroren

Das gibt es nur, wenn es tagelang knackig kalt bleibt: Am Starzelwasserfall zwischen Jungingen und Schlatt türmen sich die Eisberge, und die Sonntagsausflügler haben ein gemeinsames Ziel.
Von
Ernst Klett
Jungingen
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Wenn es einige Tage knackig kalt und wenig Wasser im Fluss ist, dann verwandelt der Winter den Wasserfall zwischen Jungingen und Schlatt in ein Eismeer. Zugeschickt hat uns das aktuelle Bild HZ-Leser Eeich Haiss.

Wenn es einige Tage knackig kalt und obendrein wenig Wasser im Fluss ist, dann verwandelt der Winter den Wasserfall zwischen Jungingen und Schlatt in ein Eismeer. Zugeschickt hat uns das ganz aktuelle Bild HZ-Leser Erich Haiss.

privat
  • Der Starzelwasserfall zwischen Jungingen und Schlatt ist bei Kälte in ein Eismeer verwandelt.
  • Besucher spazieren zum Wasserfall, der zwischen Jungingen und Schlatt im Wald liegt.
  • Der Zugang kann rutschig und gefährlich sein – Vorsicht an Bahnübergängen ist nötig.
  • Der Wasserfall liegt an der Grenze zwischen Jungingen und Schlatt, was für Diskussionen sorgt.
  • Feuerwehr und DLRG hielten dort Übungen ab, da die Besucherzahlen stark gestiegen sind.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwischen den Jahren hat mindestens die halbe Welt arbeitsfrei. Was dann aber tun, wenn man nicht in den Süden fliegt oder in Skiurlaub fährt? Im Killertal scheint die Frage ziemlich einfach zu beantworten: Man spaziert zum Weiler Schrofen, wahlweise zum Weilerschrofen.

Ein Wort oder getrennt?

Heimatfreunde werden mitreden wollen beziehungsweise sogar können, wenn es um die richtige Schreibweise des Wasserfalls zwischen Jungingen und Schlatt geht. Die Gemeinde Jungingen setzt auf die Getrenntschreibung. Unser Junginger Leser Erich Haiss, der uns das Foto mit Neujahrsgruß zugeschickt hat, tendiert dagegen wie die meisten Einwohner zur Ein-Wort-Lösung.

Egal, wahrscheinlich kann man beides nehmen. Wichtiger ist derzeit, dass ein Hinweis auf der Junginger Homepage hochaktuell ist, nämlich dieser: „Der zwischen Jungingen (Wanderparkplatz bei Kläranlage) und Schlatt versteckt im Wald gelegene Wasserfall ist vor allem in kalten Wintern und nach längeren Regenfällen eine Attraktion.“

Wir präzisieren die Gemeinde noch ein bissle: Wenn es im Winter üblicherweise wenig Wasser in der Starzel hat, und (!) die Temperaturen kräftig und dauerhaft unter null Grad gehen, dann lohnt sich ein Spaziergang entlang der Landesbahnstrecke zwischen Schlatt und Jungingen ganz erheblich. Beides, wenig Wasser und furchtbar kalt, trifft derzeit zu, und das herrliche Ergebnis musste man zumindest im vorigen Winter komplett missen: Der Weiler Schrofen ist ziemlich total zugefroren! Dieses Schauspiel (oben alles ruhig, aber unten drunter gluckert es auffallend) lassen sich zahlreiche Einheimische, aber auch auffallend viele Besucher von auswärts nicht entgehen.

Da muss man lang

Wer sich nicht so recht auskennt, komme von Jungingen her und parke beim Jugendhaus oder ein Stück weiter am Waldrand. Dort gilt es, unbedingt aufzupassen auf einen unbeschrankten, aber mit Warnlicht und -ton versehenen Bahnübergang. Dann westwärts gehen, immer den Schienen entlang, und schon bald weist ein Schild auf den Wasserfall. Ebendort ist ebenfalls die Bahnstrecke zu passieren! Und es gibt noch mehr Gefahren im teilweise unwegsamen Gelände, wo es arg rutschig sein kann.

Der Wasserfall ist Junginger

Ob man waghalsig sein und die Eisberge von unten anschauen will, oder lieber oben bleibt: Der Schrofen ist derzeit allemal einen Winterwunderland-Ausflug wert! Vor Ort kann man sich, das ist  zweite Wasserfall-Phänomen, munter darüber unterhalten, ob Schrofen jetzt noch auf Junginger oder doch mehr auf Schlattemer Markung ist.

Aber wir können natürlich aufklären: Die topografische Karte 7620 gibt Auskunft. Der Weiler Schrofen ist ortsmäßig ganz klar zuzuordnen. Ein Junginger ist der Wasserfall der Starzel, der aktuell ein Eis-Fall ist.

Acht Meter Höhenunterschied, da lässt es sich üben!

Neuerdings müssen die  Bergwacht und weitere Rettungsdienste nahezu pausenlos ausrücken. Am Junginger Wasserfall wissen die Helferinnen und Helfer Bescheid: Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, haben dort die Junginger Feuerwehr und die DLRG-Wasserrettung Zollernalb schon eine gemeinsame Übung abgehalten. Bei der hohen Besucherfrequenz, der gefährlichen Kletterei nach unten und den acht Metern Wasserfallhöhe eine prima Idee.