Von Hohenzollern nach Württemberg
: Keine Perspektive für die abgerutschte Straße zwischen Beuren und Belsen

Sie ist eine beliebte Verbindung zwischen Hohenzollern und Württemberg: die Gemeindeverbindungsstraße von Hechingen-Beuren nach Mössingen-Belsen. Nach einem Hangrutsch gibt es aber keine rasche Sanierung.
Von
Hardy Kromer
Hechingen/Mössingen
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Hangrutsch zwischen Beuren und Belsen 27. Mai 2024 Straße gesperrt

Immer wieder rutscht der Hang (wie hier vor Jahresfrist im Mai 2024): Die kreisübergreifende Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hechingen-Beuren und Mössingen-Belsen bleibt bis auf Weiteres gesperrt.

Matthias Badura
  • Straße zwischen Beuren und Belsen nach Hangrutsch gesperrt.
  • Mössingen hat aktuell kein Geld für Sanierung.
  • Geologe empfiehlt Entwässerungsgraben und Drainageleitung zur Stabilisierung.
  • Langfristige Sicherung erfordert kostspielige bauliche Maßnahmen.
  • Straße könnte zu Forst- und Wirtschaftsweg abgestuft werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Befürchtungen, die noch am Montagabend im Ortschaftsrat des Hechinger Stadtteils Beuren geäußert wurden, haben sich bestätigt: Die Nachbarstadt Mössingen im Landkreis Tübingen hat aktuell kein Geld, um die nach einem Hangrutsch gesperrte Gemeindeverbindungsstraße zwischen Belsen und Beuren zu sanieren. Das hat jetzt, wohl aus aktuellem Anlass nach der Klage der Beurener Ortsvorsteherin Tanja Saile über mangelnde Information, die Stadt Mössingen mitgeteilt.

Zwei Hangrutsche im Jahr 2024

Das landkreisübergreifende Sträßchen durch den Wald ist seit Anfang Dezember 2024 nach dem bereits zweiten Hangrutsch im vergangenen Jahr für den Verkehr aus Sicherheitsgründen voll gesperrt. „Das Befahren der Straße ist nach Einschätzung des Geologen auch weiterhin zu gefährlich“, teilt die Stadt Mössingen (auf deren Gemarkung das Rutschgebiet liegt) am Mittwoch mit.

„Weitere Rutschungen nicht auszuschließen“

Der aktuell betroffene sowie weitere Abschnitte der Verbindungsstraße befinden sich in einem auf der Karte des Landesamts für Geologie, Rohstoff und Bergbau ausgewiesenen Rutschungsgebiet. Es wurden Rissbildungen sowohl im Bankett, als auch im Asphaltbelag festgestellt, und weitere Rutschungen seien bei Belastung nicht auszuschließen, informiert die Stadt Mössingen.

Sperrung Belsen Beuren

Es bleibt bis auf Weiteres dabei: Die „Mössinger Straße“ ist ab Beuren gesperrt.

Matthias Badura

Aufgrund der Stellungnahme eines Geologen sei davon auszugehen, dass eine langfristige Sicherung der Straße an der aktuellen Rutschungsstelle sowie an weiteren Stellen „nur mit massiven baulichen Maßnahmen, zum Beispiel einer Bohrpfahlwand, möglich ist“. Diese Maßnahme würde unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen. Eine solche Investition sei angesichts der aktuell angespannten Finanzlage der Stadt Mössingen, die Straßenbaulastträger ist, nicht möglich.

Der Geologe schlage deshalb vor, um ein weiteres Gleiten der Straße im aktuell betroffenen Abschnitt zu minimieren, mittelfristig den Entwässerungsgraben am Hang zu vergrößern und dort eine Drainageleitung zu verlegen. Zusätzlich müssten unter der Straße mehrere Querabschläge verlegt werden, um den Straßenkoffer zu entwässern. Das Bankett und die abgerutschte Böschung auf der Talseite müssten langfristig gesehen mit Bohrpfählen gesichert werden.

„Außerdem“, so heißt es weiter, „muss langfristig in diesem Bereich aufgrund der reduzierten Fahrbahnbreite eine Engstelle ausgewiesen werden, da die Böschung die Last nicht alleine aufnehmen kann. Diese Sanierungsüberlegungen werden weiter geplant und mit Kosten hinterlegt. Je nachdem, wie die Sicherungsmaßnahme statisch und geologisch beurteilt wird, wie hoch der Mitteileinsatz ausfällt und wie dauerhaft die Lösung ist, wird der Gemeinderat der Stadt Mössingen eine Entscheidung treffen.“

Abstufung wird geprüft

Außerdem werde geprüft, ob eine Abstufung der Gemeindeverbindungsstraße zu einem Forst- und Wirtschaftsweg möglich ist. Bis die Entscheidungen getroffen und gegebenenfalls vollzogen wurden, bleibt die Gemeindeverbindungsstraße aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt.