Und wieder eine große Veranstaltung, bei der dieser Zusatz „nach zwei Jahren Pause“ herhalten muss. Dabei wäre es fast nur ein Jahr gewesen: Vor exakt zwölf Monaten war alles hergerichtet für die Artothek des Zollernalbkreises, die Einladungen waren gedruckt. Glücklicherweise waren sie noch nicht versandt. Denn kurz vor Start machten die pandemischen Vorschriften doch einen dicken Strich durch die Präsentation aktuellen Kunstschaffens in der Region.
Das passiert in diesem Dezember nicht mehr. Die Eröffnung ist am bevorstehenden Sonntag um 11.15 Uhr. Allerdings wirken die schwer virösen Zeiten nach. Das vermutet zumindest Angelika Kalchert vom Ausstellungsteam des Fördervereins Villa Eugenia. Der managt wie immer Hand in Hand mit dem Landratsamt die Artothek.

Weniger Bilder, weniger Künstler

Es sind merklich weniger Ausstellungsstücke dieses Jahr. In Zahlen: Ab Sonntag sind 69 Werke zu sehen, und das sind 20 weniger als noch vor drei Jahren. Ein Gutes hat das Weniger: Man kann auf Stellwände verzichten! Dies wiederum kommt den Bildern und den Betrachtern eindeutig zugute. Künstlerinnen und Künstler sind es 25. Auch das ist ein Minus: 2019 waren es neun mehr.
Ansonsten ist alles wie gehabt: Ein erster Schnelldurchgang beim Bilderhängen am Mittwochmorgen macht durchaus Lust darauf, die fertige Ausstellung am Sonntag zu besuchen. Die Auswahl ist groß, bunt und spannend. Eben dies ist das Schöne an der Artothek: Es gibt kein einengendes Thema, die Künstlerinnen und Künstler haben selbst die Wahl.

Wie die Artothek funktioniert

Muss man es nach all den Jahren noch erklären? Zur Sicherheit: Hinter der Ausstellung verbirgt sich der große Vorzug, dass man zwar wie immer nur schauen kann, man kann aber auch wie fast immer kaufen – und man kann sogar leihen! Das ist ein bissle wie eine Probefahrt beim Autohändler des Vertrauens: Man nimmt ein Bild zum Testen mit heim, und wenn die Verbindung immer enger wird, kann man auch als Käufer zuschlagen. Die Leihgebühr beträgt sieben Prozent des Verkaufspreises und wird im Falle des Falles abgezogen.
Artothek, das heißt ebenfalls: gleich mitnehmen! Es kann also durchaus sein, dass sich schon am Sonntag erste Lücken auftun in der Galerie im oberen Stockwerk der Villa Eugenia.

Eröffnung mit Landrat

Eröffnet wird die Kunstschau am Sonntag, 4. Dezember, um 11.15 Uhr. Da wird dann geredet und gepriesen. Und das gleich dreifach: Landrat Günther-Martin Pauli, der Hechinger Bürgermeister Philipp Hahn und Kreisarchivar Uwe Folwarczny als Organisator greifen zum Mikrophon. Danach ist in der Villa bis 17 Uhr geöffnet.

Info Weiter geht es mit der Mediathek nach dem Eröffnungstag von Montag bis Freitag, 5. bis 9. Dezember, jeweils von 16 bis 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag, 10. und 11. Dezember, da dann jeweils von 15 bis 17 Uhr.

Immer wieder sonntags Kaffee und Kuchen

Bewirtung Das darf auch bei einer Artothek nicht fehlen: Der Förderverein serviert am Sonntag wie immer am Nachmittag Kaffee und Kuchen.