Verkehrsverbund Naldo
: Christoph Heneka scheidet aus – Neue Geschäftsführung gesucht

Christoph Heneka ist aufgrund seiner schweren Erkrankung jetzt als Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Naldo ausgeschieden. Andreas Stanger und Anne Lohmüller führen den Verbund weiterhin interimistisch. Eine neue Geschäftsführung wird gesucht.
Von
swp
Hechingen
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Sie bilden die Interimsgeschäftsführung des Verkehrsverbundes Naldo (von links): die Sigmaringer Landrätin Stefanie Bürkle, Andreas Stanger und Anne Lohmüller.

Sie führen den Verkehrsverbundes Naldo interimistisch als Doppelspitze: Andreas Stanger und Anne Lohmüller.

Naldo
  • Andreas Stanger und Anne Lohmüller übernehmen den Verkehrsverbund Naldo als Doppelspitze.
  • Christoph Heneka musste wegen schwerer Krankheit ausscheiden.
  • Seit Januar 2025 leiten Lohmüller und Stanger interimsweise.
  • Heneka modernisierte Naldo und vernetzte den Verbund politisch.
  • Naldo deckt die Region Neckar-Alb-Donau ab, verbindet 50 Verkehrsunternehmen und bedient 68,4 Millionen Fahrgäste.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Aufgrund der schweren Erkrankung des bisherigen Geschäftsführers Christoph Heneka hat sich der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Naldo in enger Abstimmung mit allen Beteiligten nun entschieden, die Position der Geschäftsführung auszuschreiben und neu zu besetzen.

Doppelspitze fest etabliert

Bereits im Januar hatte der Aufsichtsrat die beiden Bereichsleiter der Verbund-GmbH, Anne Lohmüller und Andreas Stanger, interimsmäßig zu weiteren Geschäftsführern bestellt. Als Doppelspitze verantworten sie ihre jeweiligen Bereiche seitdem auch maßgeblich in der Geschäftsleitung.

Landrätin Bürkle würdigt Henekas Leistungen

„Herrn Henekas plötzliche Erkrankung hat uns tief betroffen gemacht“, sagte Stefanie Bürkle, Vorsitzende des Naldo-Aufsichtsrats und Landrätin des Landkreises Sigmaringen am Mittwoch (11. Juni 2025). Seit seinem Start als Geschäftsführer im März 2021 habe Christoph Heneka eine klare Linie vertreten und die Prozesse des Verbundes deutlich verschlankt und modernisiert sowie Naldo auf allen politischen Ebenen bestens vernetzt. Herausforderungen wie das Ende der Corona-Pandemie und die überraschende Einführung des Deutschlandtickets habe er zusammen mit seinen Mitarbeitern und den Verkehrsunternehmen hervorragend angenommen und bewältigt.

Mit seiner aufgeschlossenen und kommunikativen Art, so Bürkle weiter, sei es Christoph Heneka gelungen, Mitarbeitende, Unternehmen und Aufgabenträger durch diese herausfordernde Zeit zu führen. „Der Verkehrsverbund Naldo hat in den letzten vier Jahren einen deutlichen Innovationsschub in den Bereichen digitaler Vertrieb und Fahrplan erhalten. Dies hat dazu beigetragen, Naldo als ÖPNV-Marke in der Region noch besser zu verankern“, so Bürkle.

(Transparenzhinweis: In einer ersten Fassung des Artikels hatte es geheißen, Anne Lohmüller und Andreas Stanger würden den Naldo nun endgültig als Doppelspitze führen. Das ist nicht richtig. Die Stelle der Geschäftsführung wird neu ausgeschrieben. Sobald sie besetzt ist, kehren Lohmüller und Stanger auf ihre Positionen als Bereichsleiter zurück.)

Das ist der Verkehrsverbund Naldo

Der Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau, kurz Naldo, ist einer der flächenmäßig größten Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg. Er besteht seit 1. Januar 2002. Er ist ein Zusammenschluss der Landkreise Reutlingen, Sigmaringen, Tübingen und des Zollernalbkreises sowie der Verkehrsunternehmen der Region. Seitdem gibt es den Naldo-Tarif und somit einheitliche Fahrscheine, die über rund 50 Verkehrsunternehmen (Züge, Regionalbusse und Stadtverkehre) der Region anerkannt und verkauft werden.

Das Verbundgebiet umfasst etwa 3.700 Quadratkilometer, und der Tarif erreicht rund eine Million Einwohner. 13 Eisenbahnlinien und 380 Buslinien mit zirka 3.900 Haltestellen sind im Verbund integriert. Im Geschäftsjahr 2024 nutzten knapp 68,4 Millionen Fahrgäste die Zug- und Buslinien im Naldo-Netz. Sitz der Verbundgeschäftsstelle ist Hechingen mit derzeit insgesamt 13 Beschäftigten.