Verein „Kinder brauchen Frieden“
: Hechinger Hilfsorganisation schlägt Alarm: Hungerkatastrophe in Afghanistan!

Die Kürzungen bei der Entwicklungshilfe haben schreckliche Folgen im Land am Hindukusch. Die Menschen hungern, und vor allem Kinder sterben. Der Hechinger Verein setzt seine Hilfe wie immer direkt vor Ort ein und hofftjetzt auf Unterstützung.
Von
red
Hechingen
Jetzt in der App anhören
Seit das Land wieder sich selbst überlassen ist und die Taliban an der Macht sind, ist die Bevölkerung auf Unterstützung angewiesen: Kinder in einem afghanischen Dorf in der Provinz Logar. Das Foto entstand 2024 bei einer Essensausgabe-Aktion von "Kinder brauchen Frieden e.V.".

Seit das Land wieder sich selbst überlassen ist und die Taliban an der Macht sind, ist die Bevölkerung auf Unterstützung angewiesen: Kinder in einem afghanischen Dorf in der Provinz Logar. Das Foto entstand 2024 bei einer Essensausgabe-Aktion von "Kinder brauchen Frieden e.V.".

privat
  • Hechinger Verein warnt vor Hungerkrise in Afghanistan – besonders Kinder sind betroffen.
  • Laut Verein sind rund 20 Mio. Menschen akut bedroht, fast die Hälfte der Bevölkerung.
  • UN-Schätzungen: In einem Drittel der Provinzen ist Auszehrung bei Kindern hochprekär.
  • Trinkwasser fehlt: In Kabul trocknen viele Brunnen aus, Kinder stehen stundenlang an.
  • „Kinder brauchen Frieden“ hilft seit Anfang 2022 vor Ort und bittet um Spenden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Menschheit führt wieder vermehrt Krieg und kürzt gleichzeitig die Entwicklungshilfe. Das hat Folgen. „Die Situation in Afghanistan ist tragisch. In vielen Regionen können sich die Menschen nicht mehr richtig ernähren. Menschen sterben, vor allem Kinder.“ Das schreibt „Kinder brauchen Frieden“-Mitglied Michael Ederer. Mithilfe einer Presseinformation will der Verein sensibilisieren und um Spenden bitten. Es handelt sich nach Schilderungen des Vereins um die schlimmste Hungersnot seit vielen, vielen Jahren.

Eine der schlimmsten humanitären Katastrophen

„Die Lage in Afghanistan ist eine der schlimmsten humanitären Katastrophen unserer Zeit, vor allem auch deshalb, weil viele Länder die Entwicklungshilfe gekürzt haben. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist von akutem Hunger bedroht: rund 20 Millionen Menschen, darunter unzählige Kinder, und viele müssen sterben“, berichtet Jürgen Müller, ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender des Hechinger Vereins Kinder brauchen Frieden e.V.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen (UN), so der Albstädter weiter, habe die Auszehrung bei Kindern, also die gefährlichste Form der Unterernährung, in einem Drittel der Provinzen des Landes ein höchst prekäres Ausmaß erreicht.

Auch Wasser ist extrem knapp am Hindukusch

Es ist nicht der Hunger allein, auch Trinkwasser fehlt in Afghanistan. „Kinder brauchen Frieden“-Vorsitzender Jürgen Müller: „Die Brunnen in Kabul versiegen. Unicef geht davon aus, dass etwa die Hälfte der unterirdischen Brunnen, welche die Haupttrinkwasserquelle der Bevölkerung darstellen, bereits ausgetrocknet ist.“ Viele Kinder sind deshalb nach den Schilderungen des Hechinger Vereins gezwungen, an den öffentlichen Wasserentnahmestellen stundenlang anzustehen, um ein wenig sauberes Wasser für ihre Familie zu bekommen.

Verein hat in Afghanistan Helfer vor Ort

Seit Anfang 2022 engagiert sich der Verein  mit Sitz in Hechingen über verschiedene Kontakte in Afghanistan. So wurden unter anderem Projekte der Deutsch-Afghanischen-Initiative e.V. (DAI) unterstützt, und es wird laufend bedürftigen Familien geholfen. Jürgen Müller: „Hier helfen uns vor allem unser Freund Waheed Masoud und dessen Bruder mit Team vor Ort.“ Waheed war lange Dolmetscher der US-Armee und kam mit seiner Familie durch den bekannten Journalisten Wolfgang Bauer nach Reutlingen. Sein Bruder und dessen Team haben erfolgreich Projekte wie Winterhilfe, Erdbebenhilfe und Ernährungsprogramme für „Kinder brauchen Frieden“ umgesetzt.

"Kinder brauchen Frieden" hat Erfahrung mit der Hilfe für und in Afghanistan. Auch in diesem Land baut der Verein auf Helfer vor Ort.

"Kinder brauchen Frieden" hat Erfahrung mit der Hilfe für und in Afghanistan. Auch in diesem Land baut der Verein auf Helfer vor Ort.

privat

Natürlich, so betont Jürgen Müller, könne der Verein, der sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert, nur einem kleinen Teil der notleidenden Familien und Kinder helfen. Der Vorsitzende von „Kinder brauchen Frieden“: „Wir freuen uns über jede Spende, auch wenn sie noch so klein ausfällt. Denn auch kleine Beträge helfen, das Leben eines Kindes zu retten. Und jeder Cent, der unter dem Stichwort ‚Afghanistan‘ gespendet wird, geht auch gezielt dorthin“, verspricht Jürgen Müller.

Info: Wer helfen will, die Arbeit des Vereins zu unterstützen: Spendenkonto bei der Sparkasse Zollernalb, IBAN: DE69 6535 1260 0079 2340 34, Stichwort „Afghanistan“. Alle Informationen unter www.kinder-brauchen-frieden.de