Verabschiedung
: Leitender Oberstaatsanwalt Jens Gruhl tritt in den Ruhestand

Justizministerin Marion Gentges würdigte die Verdienste des nunmehrigen Ruheständlers, der zuletzt die Ermittlungsbehörde Hechingen leitete.
Von
Matthias Badura
Stuttgart
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Verabschiedung Leitender Oberstaatsanwalt Jens Gruhl Landgericht Hechingen (v.l.n.r.): Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges MdL, Leitender Oberstaatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Hechingen a.D. Jens Gruhl, Leitende Oberstaatsanwältin der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart Sandra Bischoff.

Jens Gruhl, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Hechingen, wurde nach 39 Jahren Dienstzeit würdevoll und mit Überreichung der zugehrigen Entlassungsurkunde in den Ruhestand verabschiedet. Seine Verdienste würdigte Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration (2.v.l.). Mit auf dem Bild: Elmar Steinbacher, Amtschef des Justizministeriums und Sandra Bischoff,  Leitende Oberstaatsanwältin der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart.

Privat
  • Jens Gruhl tritt nach 39 Jahren im Justizdienst in den Ruhestand.
  • Justizministerin Marion Gentges würdigte seine Verdienste.
  • Gruhl leitete zuletzt die Staatsanwaltschaft Hechingen.
  • Er setzte sich besonders für IT-Themen und große Verfahren ein.
  • Gruhl war zudem Mitherausgeber eines Kommentarwerks zum Wirtschaftsstrafrecht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Landesministerin für Justiz und Migration, Marion Gentges, und der Amtschef des Ministeriums, Elmar Steinbacher, verabschiedeten Jens Gruhl, den Leiter der Staatsanwaltschaft Hechingen, in den Ruhestand.

Vorliebe IT-Themen

Im Rahmen einer Feierstunde im Stuttgarter Justizministerium sagte Marion Gentges: „Jens Gruhl hat als Führungskraft in ganz unterschiedlichen Bereichen ausgezeichnete Arbeit geleistet. Seine zahlreichen Verwendungen, seine ausgeprägte Neugier und Flexibilität sowie sein Streben, Dinge – mit besonderer Vorliebe IT-Themen – voranzubringen, haben ihm über die Jahre einen großen Erfahrungsschatz beschert.“ Diesen habe Gruhl in anspruchsvollen Leitungspositionen bei Staatsanwaltschaften, in der Verwaltung sowie bei Gericht gekonnt eingesetzt. „Seine hohe juristische Kompetenz, seine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und seine angenehme, eher zurückhaltende Art, verbunden mit einer natürlichen Autorität, machten ihn in jeder Verwendung zu einer anerkannten Führungskraft.“

Zahlreiche berufliche Stationen

Der nunmehrige Ruheständler war insgesamt 39 Jahre im Justizdienst tätig. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Tübingen trat er 1986 in den baden-württembergischen Justizdienst ein. Als Assessor war er am Amtsgericht Kirchheim und bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart tätig. Anfang der 1990er-Jahre ging er für zwei Jahre nach Sachsen, um dort nach der Wiedervereinigung am Aufbau der Justiz mitzuwirken. Unter anderem übernahm er dort den Vorsitz einer Zivilkammer bei dem Landgericht Leipzig und brachte zudem seine große Affinität für Technik als EDV-Beauftragter ein. Parallel nahm er einen Lehrauftrag in der Leipziger Juristenfakultät wahr.

Zurück bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart war Gruhl in der Schwerpunktabteilung für Wirtschaftsstrafsachen als stellvertretender Abteilungsleiter tätig. Auch hier widmete er sich bei der Bearbeitung von Großverfahren im Bereich des Anlagebetruges und der Computerstrafsachen seiner Spezialmaterie. Im Januar 2000 folgte die Erprobungsabordnung bei der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und im Anschluss – im Jahr 2001 – eine Abordnung in das Justizministerium. Dort leitete er das Organisationsreferat und brachte neben anderen Themen wiederum EDV-geprägte Projekte voran wie das Elektronische Grundbuch und das Elektronische Handelsregister.

Im Jahr 2004 wechselte er als ständiger Vertreter des Leitenden Oberstaatsanwalts und Pressesprecher zur Staatsanwaltschaft Konstanz. Seine staatsanwaltschaftliche Laufbahn unterbrach Gruhl, als er von 2007 bis 2013 das Amt des Direktors des Amtsgerichts Nürtingen bekleidete. 2013 kehrte er als Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Mosbach in den staatsanwaltschaftlichen Dienst zurück.

Rund drei Jahre später übernahm der Jurist das Ruder bei der Staatsanwaltschaft Hechingen. Dort gestaltete er zuletzt insbesondere den Umzug der Behörde in ein neu saniertes Gebäude sowie die vorangegangenen Baumaßnahmen mit. Daneben ist Jens Gruhl Mitherausgeber eines renommierten Kommentarwerks zum Wirtschaftsstrafrecht.