Vandalismus Burladingen: Wieder Zerstörungen auf Spielplatz – Kosten summieren sich

Die Bauhof-Mitarbeiter Thomas Ruf und Matthias Arnold setzten den Stein wieder ein. Das Sonnensegel muss noch warten. Der Platz bleibt vorerst unbeschattet.
Matthias Badura- Wiederholter Vandalismus in Burladingen: Sonnensegel und Stützmauer am Spielplatz beschädigt.
- Bauhof setzte einen rund 400 Kilo schweren Naturstein wieder ein – das Segel fehlt vorerst.
- Reparatur des Sonnensegels verzögert sich, Firmen sind im Urlaub; der Platz bleibt unbeschattet.
- Schäden summieren sich: zuletzt 110 Euro, nun 500 bis 600 Euro; Pumpe kostet bis zu 1500 Euro.
- Bauhof berichtet von mehr Sachbeschädigungen und weniger Zivilcourage in allen Ortsteilen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der städtische Bauhof hatte wieder einmal eine Arbeit zu verrichten, die in seinem Terminplan überhaupt nicht vorgesehen war – und die den Bürger zusätzlich Geld kostet: Irgendjemand hat das massiv befestigte Sonnensegel auf dem Spielplatz beim Seniorenwohnheim Haus Fehlatal in der Ambrosius-Heim-Straße heruntergerissen.
Die Aktion dürfte die Täter einige Kraft gekostet haben. Es ist davon auszugehen, dass es mehrere waren. Die Verantwortlichen haben es zudem geschafft, einen Steinbrocken aus der obersten Reihe der Stützmauer am Spielplatz herauszustemmen, herauszuwuchten, herauszutreten. Der ansehnliche Natursteinquader, so schätzt Bauhofleiter Rainer Grzywna, wiegt um die 400 Kilo.
Wiederholte Zerstörung
Es war nicht die erste Zerstörung des Sonnensegels. Vor wenigen Wochen gab es einen ähnlichen Fall von Vandalismus. Die Plane musste geflickt werden. Kosten damals: „nur“ 110 Euro. Der Aufwand des Bauhofes zur Wiederbefestigung kommt allerdings rechnerisch noch obendrauf. Die neuerliche Reparatur wird Zeit in Anspruch nehmen, Firmen, die sich um die Ausbesserung des Segels kümmern könnten, haben Urlaub. Der Platz bleibt also ausgerechnet in der Ferienzeit unbeschattet. Die Kosten schätzt Grzywna dieses Mal auf 500 bis 600 Euro.
Das Wasserspiel auf dem Platz muss ebenfalls repariert werden. Dass der Schwengel der eisernen Handpumpe durch ständigen Gebrauch Schaden gelitten hat, schließt der Bauhofchef aus. Auch hier war seiner Überzeugung nach rohe Krafteinwirkung die Ursache. „Kinder kriegen das nicht kaputt.“
Schwindet die Zivilcourage?
„Zerstörungen dieser Art nehmen im ganzen Stadtgebiet zu“, sagt Grzywna. Zugleich, das fügt sein Stellvertreter Karl-Moritz Kraus hinzu, scheint es so, als ob die Zivilcourage schwindet. Da seien offenbar immer weniger Menschen, die, wenn sie möglicherweise Zeugen von Vandalismus, Missbrauch oder Verschmutzung werden, von sich aus einschreiten – die einfach mal sagen: „Leute, lasst das doch bleiben“; oder: „Nehmt euren Müll mit“. Oder die auf der Stelle Ordnungskräfte verständigen.

Das darnieder liegende und beschädigte Sonnensegel, wie es der Bauhof vorfand. Rechts daneben die Schwengelpumpe für das Wasserspiel. Auch sie wurde mit roher Kraft außer Funktion gesetzt.
PrivatfotoMüll: Ein weiteres, zunehmendes Problem auf den öffentlichen Plätzen und Spielplätzen seien zerschlagene Flaschen. Auch hier, meint Kraus, habe sich die Mentalität verändert. „Früher kam auch mal eine Mutter mit dem Eimerle und hat die Scherben im Sandkasten aufgesammelt. Heute ruft man nach der Stadt. Oder kümmert sich gar nicht drum.“
Stein sitzt wieder am Platz
Der herausgebrochene Stein wurde mithilfe des Ladekrans des Bauhof-LKws inzwischen von den Bauhofmitarbeitern Matthias Arnold und Thomas Ruf neu eingesetzt. Die Wiederkehr des Sonnensegels muss, wie erwähnt, warten. Die Pumpe des Wasserspiels wird instandgesetzt. Von heute auf morgen ist das gleichfalls nicht möglich. Geschätzte Ausgaben hierfür: bis zu 1500 Euro.
Kosten summieren sich
In dem Zusammenhang macht Karl-Moritz Kraus nochmals darauf aufmerksam: „Die Sachbeschädigungen nehmen auf den Spielplätzen aller Ortsteile insgesamt zu. Damit summieren sich die Kosten.“
