Unwetter im Zollernalbkreis: Orkanböen knicken Bäume und werfen Bauzäune um – Hechinger Feuerwehr rettet einen Storch

In Albstadt-Tailfingen musste ein durch eine Sturmböe umgeknickter Baum von der Feuerwehr beseitigt werden.
FW Albstadt- Orkanböen und Starkregen verursachten abends viele Einsätze im Zollernalbkreis.
- In Balingen drohte in der Bahnhofstraße ein Baugerüst zu stürzen – Absperrungen folgten.
- Hechingen meldete keine Unwettereinsätze. Abgebrochene Äste beschäftigten die Feuerwehr nicht.
- Nach Mitternacht rettete die Hechinger Feuerwehr in der Altstadt einen flugunfähigen Storch.
- Albstadt blieb weitgehend ruhig, doch in Burgfelden und Tailfingen kippten Bäume um.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Blitzeinschläge, umgestürzte Bäume, wackelige Baugerüste und umgestürzte Zäune: Orkanböen und Starkregen sorgten am späten Dienstagabend im Zollernalbkreis für zahlreiche Feuerwehr- und Polizeieinsätze. Vor allem in der Innenstadt von Balingen, wo in der Bahnhofstraße ein Baugerüst einzustürzen drohte, waren großräumige Absperrungen nötig.
Hechingen kam in der Unwetternacht äußerst glimpflich davon. „Wir hatten keine Einsätze wegen des Unwetters“, sagt Frank Brecht, der Gesamtkommandant der Hechinger Feuerwehr. Einzelne vom Sturm abgeknickte Äste, wie etwa am Fasanengarten, haben die Feuerwehrleute nicht beschäftigt.

Auf dem Weg vom Hechinger Fasanengarten in Richtung Domäne hat der Sturm größere Äste abgeknickt und eine Sitzbank knapp verfehlt. Gut, dass auf diesem beliebten Spazierweg gerade niemand unterwegs war.
Christiane StraßerUnd dennoch gab es am Mittwoch eine Stunde nach Mitternacht einen außergewöhnlichen Einsatz für Brecht und Co.: eine Tierrettung. Mitten in der Albstadt, in der Rabengasse, war ein Storch gestrandet. Anwohner meldeten um 1 Uhr, dass das Tier auf der Straße sitze und nicht mehr fliegen könne. Eine kleine Abordnung der Hechinger Feuerwehr rückte aus und rettete den Storch. „Der Vogel hat sich problemlos einfangen lassen“, schildert Frank Brecht. „Wir haben ihn einem Storchenbeauftragten des Zollernalbkreises übergeben, der sich um das Weitere kümmert.“ Ob der Storch ins Unwetter gekommen oder durch eine Krankheit geschwächt war, weiß Brecht nicht zu sagen. Überlebt hat er das Abenteuer aber – auch dank des Einsatzes der Floriansjünger.
Sturmböen knicken Bäume um
Für Albstadt kann Stadtbrandmeister Thomas Daus beruhigen. Die größte Stadt im Zollernalbkreis blieb vom Unwetter weitgehend verschont. Schon am Dienstagabend (8. September) musste die Feuerwehr gegen 22.50 Uhr zu zwei kleineren Einsätzen ausrücken. Sowohl in Burgfelden als auch in Tailfingen waren Bäume durch Sturmböen umgeknickt worden. In Tailfingen betraf es die Innenstadt bei der Hechinger Straße. Mit der Motorsäge wurden die Baumteile zersägt und beseitigt. „In Albstadt war es relativ ruhig“, vermeldete Thomas Daus für die Gesamtstadt.
