Unfall im Killertal
: Gleitschirm-Tandem stürzt ab – Glück im Unglück für das Duo

Aus zunächst ungeklärter Ursache klinkte die Kupplung der Schleppwinde zu früh aus. Eins der Opfer musste mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden.
Von
Matthias Badura
Hausen i. K.
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Rettungshubschrauber: ARCHIV - 17.08.2021, Bayern, Regensburg: Ein Rettungshubschrauber fliegt einen Einsatz. (zu dpa: «Kind fällt beim Spielen aus Fenster») Foto: Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Unglück ereignete sich auf dem Gelände des Drachen- und Gleitschirmfliegerclubs Starzeln im Burladinger Stadtteil Hausen. Zwei Männer stürzten ungebremst zu Boden.

Daniel Karmann/dpa
  • Tandem-Gleitschirm stürzte in Burladingen-Hausen aus 10 Metern Höhe ab.
  • Pilot (63) und Passagier (40) erlitten schwerste Verletzungen.
  • Ursache: Seilwinden-Kupplung löste sich aus ungeklärtem Grund zu früh.
  • Pilot kam ins Klinikum, Passagier wurde per Rettungshubschrauber transportiert.
  • Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Gleitschirm-Pilot, 63, und sein Passagier, 40, verunglückten am Samstag, 20.09.2025, bei einem Tandemabsturz in Burladingen-Hausen. Gegen 17.30 Uhr wollte das Duo auf dem Gelände des Drachen- und Gleitschirmfliegerclubs oberhalb des Dorfes starten.

Aus bisher offiziell noch nicht geklärtem Anlass klinkte die Kupplung der Seilwinde, die das Tandem in die Höhe ziehen sollte, zu früh aus. Pilot und Passagier befanden sich in dem Moment erst zehn Meter über dem Boden. Zu wenig, dass der Schirm seine Tragkraft hätte entfalten können. Die beiden Männer stürzten ungebremst zu Boden, zogen sich, wie es zunächst hießt „schwerste Verletzungen“ zu. Nachfragen der SÜDWEST PRESSE zufolge, hatten die beiden jedoch Glück im Unglück, auch wenn der Passagier Knochenbrüche erlitt. Die Sache hätte tödlich ausgehen können.

Der Pilot wurde mit einem Rettungswagen in ein Klinikum transportiert, beim Passagier war der Einsatz eines Rettungshubschraubers erforderlich. Die Staatsanwaltschaft Hechingen ermittelt.

Michael Landmann, Vorsitzender des Clubs, sagte am Sonntag im Gespräch gegenüber der SÜDWEST PRESSE, er bedaure den Unfall zutiefst. Man sei geschockt gewesen. Und vor allem erleichtert, als sich noch am Samstagabend herausstellte, dass beide Opfer ansprechbar waren, also minder schwer verletzt, als zunächst angenommen. Die Vereinigung wurde 1976 gegründet, startet ihre Flüge mit Drachen oder Gleitschirmen seither von der „Schnaithalde“, oberhalb Hausens. „Einen schweren Unfall hatten wir nie, nur einmal, aber da hatte sich der Pilot verflogen.“ Auch damals endete es zuletzt glimpflich.

Von einem technischen Defekt geht Landmann nicht aus, doch ebenso wenig von einem Versagen des Piloten. Der 60-Jährige sei ein erfahrener Flieger, der etliche Tandems sicher durch die Lüfte und wieder zur Erde geführt habe. Den beiden Verunglückten wünscht er für ihre Genesung alles Gute.

Für einen guten Zweck gedacht

Der missglückte Flug erfolgte im Rahmen einer Benefizveranstaltung. Der Club wollte Geld für Spielgeräte auf dem Hausener Spielplatz sammeln. Nach dem Unfall wurde die Veranstaltung, die hätte am Sonntag fortgeführt werden sollen, abgebrochen.