Ukraine-Krieg und Kinder brauchen Frieden
: Hilfe von der Zollernalb: Mit Netzen gegen die Drohnen der Russen

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges unterstützt der Hechinger Verein „Kinder brauchen Frieden“ die Kinderklinik in Cherson mit vielfältigen Hilfsmaßnahmen. Nun wurde ein weiteres wichtiges Projekt gestartet: die Installation von Antidrohnennetzen.
Von
swp
Hechingen
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So sieht der Alltag im Osten der Ukraine aus: Über die Straße gesperrte Netze sollen Schutz bieten vor russischen Drohnenangriffen.

So sieht der Alltag im Osten der Ukraine aus: Über die Straße gesperrte Netze sollen Schutz bieten vor russischen Drohnenangriffen. Der Hechinger Verein „Kinder brauchen Frieden“ finanziert Antidrohnennetze für die Kinderklinik in Cherson.

Kinder brauchen Frieden
  • Hechinger Verein „Kinder brauchen Frieden“ finanziert Antidrohnennetze in Cherson.
  • Ziel ist der Schutz von Patienten, Angehörigen und Personal an Klinikzugängen.
  • Klinik liegt nahe der Front, Drohnen- und Artillerieangriffe prägen den Alltag.
  • Bereits umgesetzt: sichere Räume, Verlegung in Kellerräume, psychologisches Zentrum entsteht.
  • Unterstützer sind Landesstiftung Baden-Württemberg und Else-Kröner-Fresenius-Stiftung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der südukrainischen Stadt Cherson gehört die ständige Bedrohung durch Artilleriebeschuss, Gleitbomben und Drohnen zum Alltag. Besonders betroffen sind Kinder und ihre Familien. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges unterstützt der Hechinger Verein „Kinder brauchen Frieden“ die Kinderklinik in Cherson mit vielfältigen Hilfsmaßnahmen. Jetzt wurde ein weiteres wichtiges Projekt gestartet: die Installation von Antidrohnennetzen zum Schutz von Patienten, Angehörigen und Klinikpersonal.

Landesstiftung ist mit dabei

Gemeinsam mit der Landesstiftung Baden-Württemberg und der Else-Kröner-Fresenius-Stiftung sind in den vergangenen Jahren bereits wesentliche Sicherheitsmaßnahmen in der Kinderklinik umgesetzt worden. Patientenzimmer wurden in geschützte Kellerräume verlegt, Ambulanzbereiche in sichere Räume im Erdgeschoss umgebaut, und aktuell entsteht ein psychologisches Zentrum zur Behandlung kriegstraumatisierter Kinder.

Die enge Partnerschaft zwischen Cherson und der Zollernalb bedeutet den Mitarbeitenden der Klinik weit mehr als finanzielle Unterstützung. Klinikdirektorin Dr. Inna Cholodnijak berichtet, dass sie die Nachrichten und Grüße aus Deutschland regelmäßig ihrem Team vorliest. „Geld ist vergänglich – was bleibt, sind Wärme, ehrliche Fürsorge und gelebte Menschlichkeit. Das gibt uns Kraft und Hoffnung in diesen schweren Zeiten“, so die Direktorin.

Die Klinik befindet sich nur wenige Kilometer von der Frontlinie entfernt. Russische Truppen stehen am linken Ufer des Flusses Dnipro. Angriffe gehören dort zum täglichen Leben. Besonders perfide sind die regelmäßigen Attacken durch russische Drohnen auf zivile Ziele.

Das ist Alltag im Osten der Ukraine: Klinikchefin Dr. Inna Cholodnijak zeigt nach einem russischen Angriff auf die Kinderklinik Munitionsteile und Drohnen.

Das ist Alltag im Osten der Ukraine: Klinikchefin Dr. Inna Cholodnijak zeigt nach einem russischen Angriff auf die Kinderklinik Munitionsteile und Drohnen.

Kinder brauchen Frieden

Rettungsfahrzeuge, private Autos und sogar Fußgänger werden immer wieder attackiert. Erst in dieser Woche erreichte die Klinik die Nachricht über einen Angriff auf eine Familie auf einem Spielplatz: Der Vater wurde getötet, die Mutter schwer verletzt. Dem kleinen Mädchen mussten Splitter aus dem Kopf entfernt werden; ein Auge konnte nicht gerettet werden.

Nur eine Klinik für annähernd 10.000 Kinder

Unter diesen Bedingungen arbeiten Ärzte und Pflegekräfte täglich an der Grenze ihrer Belastbarkeit. Die Kinderklinik ist das einzige Kinderkrankenhaus im von der Ukraine kontrollierten Gebiet der Region Cherson. Rund 10.000 Kinder sind auf ihre medizinische Versorgung angewiesen.

Mit den jetzt geplanten Antidrohnennetzen sollen insbesondere die Eingangsbereiche der Klinik geschützt werden. Gerade dort entstehen gefährliche Situationen beim An- und Abtransport von Patienten. Die Netze sollen vor allem Kurzstreckendrohnen abwehren und dazu beitragen, Menschenleben zu schützen sowie schwere Verletzungen zu verhindern.

Antidrohnennetze sollen insbesondere den Eingangsbereich der Kinderklinik im ukrainischen Cherson schützen. Dort gibt es vor allem bei Be- und Entladen immer wieder heimtückische Attacken der Russen.

Antidrohnennetze sollen insbesondere den Eingangsbereich der Kinderklinik im ukrainischen Cherson schützen. Dort gibt es vor allem bei Be- und Entladen immer wieder heimtückische Attacken der Russen.

Kinder brauchen Frieden

„Unser Ziel ist es, den Kindern und ihren Familien trotz Krieg ein Mindestmaß an Sicherheit zu geben“, erklärt Jürgen Müller, der Vorstandsvorsitzende des Vereins „Kinder brauchen Frieden. Müller: „Solange dieser Frieden nicht möglich ist, brauchen sie unseren Schutz und unsere Unterstützung.“

So kann man „Kinder brauchen Frieden“ unterstützen

Wer helfen will, die Arbeit des Vereins zu unterstützen: Spendenkonto bei der Sparkasse Zollernalb, IBAN: DE69 6535 1260 0079 2340 34
Alle Infos unter www.kinder-brauchen-frieden.de