Trigema
: Bonitas Baby: Wie das „Geheimnis“ an die Öffentlichkeit drang

Eine Stellenanzeige auf der Homepage des Textilunternehmens gab die Möglichkeit für Anfragen. Doch informiert war man schon lange im Vorfeld.
Von
Matthias Badura
Burladingen
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Trigema Wolfgang Bonita Grupp

Bonita Grupp, hier mit ihrem Vater Wolfgang, ist stolze Mutter, er stolzer Großvater. Die Nachricht, dass sie Mama geworden ist, kam zum Wochenbeginn nur scheinbar überraschend.

dpa/Christoph Schmidt
  • Trigema bestätigte: Bonita Grupp wurde Mutter; Mutter und Kind sind wohlauf.
  • Auslöser für Medieninteresse: Stellenanzeige für Vollzeit-Kleinkindbetreuung.
  • In Burladingen war die Schwangerschaft seit Wochen öffentlich sichtbar.
  • Familie betont Privatsphäre; keine Angaben zu Name oder Geschlecht des Kindes.
  • Bonita will weiter im Betrieb mitarbeiten; ähnlich wie ihre Mutter früher.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war ein Geheimnis, das wohl nie eines gewesen ist: Bonita Grupp ist – beziehungsweise war – schwanger. Aufmerksam wurden Medien durch eine Stellenanzeige auf der Trigema-Homepage. Hier suchte man zu Wochenbeginn in einer, wie es außenstehend betitelt wurde, „auffälligen Stellenanzeige“ nach einer Vollzeitbetreuerin für ein Kleinkind.

Ob das die Spürhunde erst auf die Fährte brachte, steht jedoch zu bezweifeln. Es war längst ersichtlich, dass die Mit-Geschäftsführerin des deutschlandweit bekannten Textilunternehmens Trigema in Burladingen ein Baby erwartet. Man munkelte es nicht nur, man konnte es bei öffentlichen Auftritten der 36-Jährigen in vergangenen Wochen unmöglich übersehen, etwa bei einer Mitarbeiterehrung oder bei Sitzungen im Kreistag des Zollernalbkreises.

In Burladingen, der Heimatstadt von Bonita Grupp, zugleich Hauptstandort des Textilunternehmens, wusste man es jedenfalls schon seit Wochen. Sogar die unmittelbare Geburt sprach sich sofort herum und sorgte in den Stunden danach für Gesprächsstoff.

Anfragen, auch vorhergehende, wurden jedoch dahingehend beantwortet, dass sich die Familie nicht äußern möchte und auf dem Schutz der Privatsphäre von Mutter und Kind besteht. Daran hat man sich gehalten. Zum einen, weil dieser Schutz gesetzlich verbürgt ist, zum anderen aus Respekt vor den Grupps, denen die Stadt viel verdankt. Die Familie sichert nicht nur Arbeitsplätze, sie gab immer wieder auch hohe Spenden. Eine davon ermöglicht unter anderem den dringend benötigten Anbau für den hiesigen Kindergarten Jahnstraße.

Stellenanzeige berechtigte zu Nachfragen

Mit der „auffälligen“ Stellenanzeige wurde das „süße Geheimnis“ deutlich offenbar und berechtigte zu weiteren Nachfragen. Wie berichtet, bestätigte das Unternehmen daraufhin die Geburt und fügte hinzu, Mutter und Kind seien wohlauf. Weitere Informationen, über Name oder Geschlecht des Kindes gab es darüber hinaus jedoch nicht – wiederum mit dem eindringlichen Hinweis auf die zu wahrende Privatsphäre der prominenten Unternehmerin und des Neugeborenen.

Ersehen kann man aus der Stellenanzeige („Vollzeit“) jedoch, dass sich Bonita Grupp weiterhin umfänglich in den Betrieb einbringen will. Das war auch bei ihrer Mutter Elisabeth Grupp der Fall. Schon bald nach der Geburt von Bonita und ihres zwei Jahre jüngeren Bruders Wolfgang Junior nahm sie ihre Arbeit in der Firmenverwaltung bald wieder auf.

Soweit bekannt, wurden die Geschwister tagsüber von einem Kindermädchen betreut. Sie verlebten ihre Jugend in Burladingen, bis sie beide nach der Grundschule nacheinander ein Internat besuchten, in England studierten und schließlich in den Familienbetrieb zurückkehrten.

Weiterhin im Ermessen der Familie

Bonita Grupp ist eines der bekanntesten Gesichter Deutschlands. Das war sie schon zuvor, aber spätestens bekannt wurde sie, seit sie mit ihrem Bruder Wolfgang im Januar 2024 die Firmenleitung vom Vater übernahm. Entsprechend groß ist das öffentliche und mediale Interesse. Doch entsprechende Fragen zu beantworten, liegt im Ermessen der Familie