Tier wird operiert
: Schuss verletzt Taube in Thanheim

Eine Taube ist von einem Luftgewehr-Projektil getroffen worden. Der Verein Stadttauben Hechingen warnt und bittet um Hinweise.
Von
Alexander Kauffmann
Bisingen-Thanheim
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In dieser Taube steckte ein Projektil, das von mit einem Luftgewehr abgefeuert worden war.

In dieser Taube steckte ein Projektil, das von mit einem Luftgewehr abgefeuert worden war. Deutlich zu erkennen sind der schlaffe Flügel und das verletzte Auge.

Christine Maier
  • In Thanheim wurde eine verletzte Taube nahe der Kirche St. Ulrich gefunden.
  • Röntgenbild vom 28. Mai: Diabolo-Geschoss traf den Kopf und steckt in der Brust.
  • Die Taube kam am 27. Mai zum Verein Stadttauben Hechingen – stark abgemagert.
  • Operation in Vogelklinik am 29. Mai, Projektilentfernung geplant, wohl Flügelamputation.
  • Der Verein warnt vor Gefahren und bittet Zeugen, Vorfälle der Polizei zu melden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine verletzte Taube, die nicht mehr flugfähig war, hatte eine Anwohnerin in Thanheim im Bereich rund um die Kirche St. Ulrich gefunden und zum Verein Stadttauben Hechingen gebracht. Allem Anschein nach war der Flügel schlaff, und sichtbare Verletzungen hatte das Tier am Auge.

Das berichtet Christine Maier, Vorsitzende des Hechinger Vereins Stadttauben, auf Anfrage. Demnach hat sie die Taube am 27. Mai in Empfang genommen. Wie sie sagt, sei der Vogel zu diesem Zeitpunkt nur noch „Haut und Knochen“ gewesen. Sie habe deshalb eine Magensonde gelegt, um die Ernährung sicherzustellen. Aufgrund des Zustands des Tiers geht sie davon aus, dass es schon vier bis fünf Tage im Freien lag, bevor es entdeckt und zu ihr gebracht wurde.

Projektil auf Röntgenbild

Am 28. Mai fertigte der Tierarzt ein Röntgenbild an, das die Ursache der Verletzungen zeigte: Es war allem Anschein nach ein Diabolo-Geschoss – also Munition, die mit einem Luftgewehr verschossen wird. Es hatte die Taube am Kopf getroffen und blieb in der Brust stecken. Maier spricht von einem „gezielten Schuss“.

Taube wird operiert

Schon tags darauf, am Freitag, 29. Mai, wurde die Taube in eine Vogelklinik gebracht. Dort wollen Tierärzte das Projektil entfernen. Maier geht ferner davon aus, dass der betroffene Flügel vollständig amputiert wird.

Der Verein finanziert sich mit Spenden und bestreitet die Kosten der Operation. Wenn die Taube überlebt, kommt sie in ein Heim für behinderte Tauben in Hechingen, das der Stadttaubenverein betreibt. Die Tiere dort würden „gut zurechtkommen“ und ein „glückliches Leben“ führen, erklärt Maier.

Warnung vor Gefahren

Weil schon eine Taube von einem Luftgewehr-Projektil getroffen wurde, ist nicht auszuschließen, dass es wiederholt zu solchen oder ähnlichen Fällen kommt. Es ist nicht bekannt, von wo das Geschoss abgefeuert wurde. Der Verein Stadttauben warnt deshalb nicht umsonst vor den Gefahren, die davon ausgehen könnten – nicht nur für Tauben. Augenzeugen sollten Vorfälle bei der Polizei melden.