Theaterfreunde Bechtoldsweiler: Umjubelte Premiere mit Bauer Eugen und den geschenkten Schuhen

Die Theaterfreunde Bechtoldsweiler in Aktion: Bauer Eugen (Hans-Peter Binanzer) ist ein furchtbarer Geizkragen, und darunter leidet nicht allein Gattin Resi (Ina Hess).
Dietmar Wieder- Theaterfreunde Bechtoldsweiler feiern 25-jähriges Jubiläum mit dem Stück "Die dicksten Bauern...".
- Aufgeführt im Bürgerhaus, war die Veranstaltung nach vier Jahren Pause fast ausverkauft.
- Bürgermeister Phillip Hahn überreicht Geldpräsent für 25 Jahre Kulturgut.
- Stück zeigt Bauer Eugen, gespielt von Hans-Peter Binanzer, als geizigen Ehemann in humorvollen Szenen.
- Feuerwehr Bechtoldsweiler sorgt für das leibliche Wohl der Besucher.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sie sind wieder zurück auf den Brettern, die die Welt bedeuten: Die Theaterfreunde Bechtoldsweiler zog es nach vier Jahren Abstinenz – Corona und Terminüberschneidungen geschuldet – im Bürgerhaus, wieder zurück auf die Bühne. „Die dicksten Bauern…“, ein Theaterulk nach einer alten Volkserzählung, im Original von Dieter Bauer, stand diesmal auf dem Programm. An beiden Tagen Aufführungstagen war die Veranstaltung nahezu ausverkauft.
„Herzhaft lacha, da Alltag vergessa“, so lautete das Motto. Das Theaterstück wurde von Hanne Zopf ausgesucht und auf die Theaterfreunde umgeschrieben. Seit Mitte Juni befanden sich die Laiendarsteller in der Probenphase. Das einstudierte Stück bietet beste Unterhaltung.
Bauer Eugen (Hans-Peter Binanzer) ist zwar der dickste, das heißt der größte Bauer im Dorf, aber auch der größte Geizkragen. Sehr zum Leidwesen seiner Frau Resi (Ina Hess). Es sind schon drei Jahre vergangen, dass Eugen ihr zuletzt neue Schuhe gekauft hat. Das hat es Gretel (Bettina Dengel), die Nachbarin, erheblich besser. Ihr Mann Franz ist stets bereit, das nötige Kleingeld aufzubringen. Unter diesen Umständen ist Gretel froh, dass Eugen nicht sie, sondern die Resi geheiratet hat.
Immer diese Geizhälse
Doch Resi hegt Zweifel, ob sie nicht doch besser dem Werben des Schusters Theo (Mark Hipp) hätte nachgeben sollen, anstatt den Eugen zu heiraten. Wie es der Zufall will, besucht Theo eines Tages Eugen und Resi. Obwohl er in der Stadt ein florierendes Geschäft besitzt, will er den beiden als „fliegender Händler“ Schuhe verkaufen. Wie nicht anders zu erwarten, beißt er damit bei Geizhals Eugen auf Granit. Erst als Theo ihm eine abenteuerliche Wette anbietet, bei der Eugen ein Paar Schuhe „umsonst“ ergattern kann, wird dieser weich. In seiner unnachahmlichen Mimik und Gestik geht Bauer Eugen auf dieses Abenteuer ein und stiftet jede Menge Verwirrungen.
Immer diese Wetten
Wegen der Wette darf Eugen nur noch zwei Worte benutzen, und zwar „Leperdewiep und Aperdewaap“. Auweia, das ist zu viel für seine Frau Resi und bringt sie an den Rand der Verzweiflung. Aber Eugen hält durch. Selbst dem Pfarrer (Christian Klett) und dem Doktor (Jörg Zimmermann) gelingt es nicht, dem Geizhals Eugen einen Versprecher abzuringen. Zu guter Letzt hat Eugen die Wette gewonnen und bekommt die neuen Schuhe. Der Applaus der zahlreichen Zuschauer ist das Brot der Künstler. Und diesen gab es reichlich am Premierenabend.
Philipp Hahn sagt Dankeschön
Ein Heimspiel hatte Hechingens Bürgermeister Phillip Hahn. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Theaterfreunde Bechtoldsweiler er den Laiendarsteller im Namen der Stadt Hechingen ein Geldpräsent überreicht für 25 Jahre Kulturgut. Die Feuerwehr Bechtoldsweiler trat wie immer als Veranstalter auf und sorgte für das leibliche Wohl der Besucher.

