Tag des offenen Denkmals
: Kirchen oder Kirchlein, Schwefelhäusle, Fürstenvilla oder Fürstengruft

An diesem Sonntag, 8. September, gibt es in der Zollernstadt Hechingen wieder ein spannendes Programm mit Einblicken in sonst oft verschlossene Räume.
Von
Diana Maute
Hechingen
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Die Klosteranlage mit Kirche und Ruine in Stetten bei Hechingen gehört zu den Denkmälern, die am Sonntag besichtigt werden.

Die Klosteranlage mit Kirche und Ruine in Stetten bei Hechingen gehört zu den Denkmälern, die am Sonntag besichtigt werden.

Hannes Reis

Nicht alltägliche Einblicke in historische Gebäude warten am Tag des offenen Denkmals in Hechingen. Vom kleinen Gewerbedenkmal bis zur imposanten Stiftskirche reicht das Programm der Führungen und Sonderöffnungen am Sonntag, 8. September. In der klassizistischen Stiftskirche werden Führungen mit dem Schwerpunktthema „Wahr-Zeichen“ angeboten, in deren Fürstengruft sind die Ruhestätten des letzten Hechinger Fürstenpaares sehenswert. Eine Führung gibt es in der sehr alten Friedhofskirche im Stadtteil Schlatt, geöffnet ist auch die Wallfahrtskirche Maria Zell im Stadtteil Boll. Beide Kirchlein liegen außerhalb der Ortschaften spektakulär am Albtrauf und warten darauf, erwandert zu werden. Ein Kleinod ist ebenfalls die Urbanskapelle im Stadtteil Weilheim, dort gibt es ebenfalls eine Führung.

Die Kirche und Klosterruine St. Johannes der Täufer in Stetten ist ein bedeutendes gotisches Baudenkmal und die ehemalige Grablege der Zollerngrafen und -fürsten. Die Führungen umfassen die ehemalige Klosterkirche, die Johanneskapelle mit Reliquienschreinen, Klostergarten -keller. Im Johannessaal werden Kaffee, Kuchen und Getränke serviert.

Kaffee und Kuchen werden serviert

In der Villa Eugenia wohnte einst das letzte Hechinger Fürstenpaar, Fürst Friedrich Wilhelm Constantin und Fürstin Eugenie von Hohenzollern-Hechingen. Der klassizistische Bau liegt inmitten des als Landschaftspark im englischen Stil angelegten Fürstengartens. Es werden Führungen durch das Gebäude angeboten, in der herrlichen Rotunde können die Gäste stilecht Kaffee und Kuchen genießen. Klein, aber spannend ist die gefasste Schwefelquelle an der Gemarkungsgrenze zwischen Sickingen und Bodelshausen. 1834 wurde sie entdeckt, bis in die 1980er-Jahre wurde das schwefelhaltige Wasser für medizinische Zwecke verwendet.

Das ausführliche Programm mit allen Angeboten und Zeiten findet sich im Internet unter www.hechingen.de/denkmal.

Wo sich am Sonntag Hechinger Pforten öffnen

Stiftskirche St. Jakobus Führungen um 14 und 16 Uhr mit Michael Hakenmüller und Leo Fäßler zum Thema „Wahr-Zeichen“.

Fürstengruft der Stiftskirche Geöffnet von 14 bis 17 Uhr. Die Stadtführer Jörg Küster und Leobert Fäßler stehen für Erläuterungen zur Verfügung.

Villa Eugenia Geöffnet von 14 bis 17 Uhr; 15 und 16 Uhr Führung durch Mitglieder des Fördervereins; 14 bis 17 Uhr Kaffee und Kuchen in der Rotunde; 14 Uhr Eröffnung der Ausstellung „Holzwege“ – Holzschnitte und Aquarelle von Heiner Bauschert, Holzskulpturen von Sonya Braun.

Wallfahrtskirche Maria Zell, Boll Geöffnet 12 bis 17 Uhr. Der Öffnungsdienst gibt gerne Auskunft über die Kirche, Infomaterialien sind reichlich vorhanden.

Friedhofskirche Schlatt Geöffnet 9 bis 18 Uhr; Führung 15 Uhr mit Manfred Oks; Tagesausklang 17 Uhr Andacht.

Schwefelhäuschen Sickingen Geöffnet 14 bis 17 Uhr; Führung um 14 Uhr. Treffpunkt: Parkplatz der Firma Ott, Blöhsteinstraße 20 in Bodelshausen.

Klosterkirche St. Johannes, Stetten Kirche geöffnet 9 bis 17.30 Uhr; 13.30 und 15.30 Uhr Führungen. Diese umfassen die ehemalige Klosterkirche, die Johanneskapelle mit Reliquienschreinen, den Klostergarten und den Klosterkeller. Ab 13 Uhr Kaffee, Kuchen und Getränke im angrenzenden Johannessaal – bei schönem Wetter auch im Freien. Ausgewählte Skulpturen des Bildhauers Manfred Welzel sind an diesem Tag im Klostergarten zu bestaunen.

Urbanskapelle, Weilheim Kapelle geöffnet 11 bis 18 Uhr; 14.30 Uhr Führung mit Josef Wolf.