SWEG wird bestreikt
: Ersatzverkehr mit Omnibussen im Killertal fährt trotzdem

Die Gewerkschaft Verdi lässt die Muskeln spielen, und das bekommen wieder einmal SWEG und HzL zu spüren. Zwischen Hechingen und Gammertingen wird man aber trotzdem befördert!
Von
swp
Hechingen
Jetzt in der App anhören
Verdi ruft zum Warnstreik in Verkehrsbetrieben auf: ARCHIV - 26.04.2023, Baden-Württemberg, Gammertingen: Das Logo der Südwestdeutschen Landesverkehrs GmbH (SWEG) ist am Busbahnhof in Gammertingen auf einer Anzeigetafel angebracht. Betroffen von einem Warnstreik sind rund 40 Verkehrsbetriebe mit rund 5000 Beschäftigten, die mehrheitlich öffentlichen Nahverkehr anbieten oder Güterverkehr auf der Schiene. Geplant sind Aktionen in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. (zu dpa: «Warnstreiks bei Bussen und Bahnen am Mittwoch im Südwesten») Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Verdi ruft zum Warnstreik in Verkehrsbetrieben auf: Betroffen ist erneut die SWEG (Südwestdeutsche Landesverkehrs GmbH) und damit auch die Hohenzollerische Landesbahn (HzL). Bestreikt wird das Verkehrsunternehmen wie angekündigt am Mittwoch, jetzt aber zusätzlich auch am Donnerstag dieser Woche.

Bernd Weißbrod/dpa
  • Verdi streikt am 6. und 7. November bei SWEG und HzL.
  • Ersatzverkehr zwischen Hechingen und Gammertingen bleibt.
  • Betroffen sind Bus- und Bahnverbindungen, auch Schulbusse.
  • SWEG versucht Streikauswirkungen zu minimieren.
  • Weitere Verhandlungen am 11. November geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die SWEG hat am Mittwochmorgen darauf hingewiesen, die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi habe kurzfristig bekanntgegeben, dass sie die Beschäftigten bei der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG), bei der SWEG Bus GmbH und bei der SWEG Schienenwege GmbH nicht nur am 6. November, sondern auch am 7. November zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen hat.

Busse im Killertal fahren

Verdi hatte bislang nur für Mittwoch die Beschäftigten bei der SWEG  zu einem weiteren ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Nach Mitteilung des Unternehmens ist deshalb in weiten Teilen des Verkehrsgebiets der SWEG mit Fahrtausfällen sowohl im Bus- als auch im Bahnverkehr zu rechnen. Auch der Schulbusverkehr wird voraussichtlich ausfallen. Aber, ganz wichtig: Der derzeit auf der Zollern-Alb-Bahn 2 gefahrene Schienenersatzverkehr zwischen Hechingen und Gammertingen verkehrt jedoch nach Plan.

Da unter anderem die Zugleitstellen in Gammertingen und in Endingen am Kaiserstuhl vom Streikaufruf betroffen sind, ergeben sich voraussichtlich zusätzlich Auswirkungen auf den Zugverkehr anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen wie der Schwäbischen Alb-Bahn (auf der Strecke Gammertingen – Engstingen – Schelklingen) und der DB Regio (auf der Strecke Endingen – Gottenheim). Nicht zum Streik am 6. November 2024 aufgerufen sind die Beschäftigten bei der SWEG Bahn Stuttgart GmbH sowie bei den Bus-Konzerntochtergesellschaften SWEG Bus Schwetzingen GmbH, SWEG Bus Rheinmünster GmbH, SWEG Bus Pforzheim GmbH, SWEG Bus Karlsruhe GmbH, SWEG Bus Tübingen GmbH, Nahverkehr Mittelbaden Walz GmbH.

Komplettausfälle drohen

Die SWEG wird laut eigenen Angaben alles unternehmen, um die Auswirkungen des Streiks für ihre Fahrgäste so gering wie möglich zu halten. Jedoch werden im Streikzeitraum an manchen Standorten die Verkehre unter Umständen vollständig eingestellt bleiben müssen. Eine Ersatzbeförderung für die Fahrgäste ist leider nicht möglich.

Wo man nachfragen kann

Die SWEG bittet betroffene Fahrgäste daher, auf andere Verkehrsunternehmen und Verkehrsmittel auszuweichen oder den Fahrtwunsch zu verschieben. Detaillierte Informationen zu den Fahrtausfällen werden zu gegebener Zeit auf der SWEG-Website veröffentlicht. Telefonische Auskünfte erteilt die SWEG-Servicezentrale unter Telefon (07821) 996 07 70.

Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberverband

Hintergrund des Tarifkonflikts ist laut Pressemitteilung der SWEG der seit Ende September dieses Jahres abgelaufene aktuelle Eisenbahn-Tarifvertrag (ETV). Darüber befindet sich Verdi derzeit in Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen (AGVDE). Die nächste Verhandlungsrunde ist für Montag, 11. November, angesetzt.