Straßensanierung in Haigerloch: Bald schon mehr Sicherheit für Fußgänger

Die Bauarbeiten an der K 7177 schreiten voran. Noch in den Ferien soll der neue Belag aufgebracht werden. Künftig wird eine Querungshilfe, die zum Gewerbegebiet Madertal und zu den dortigen Einkaufmärkten führt, die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöhen.
Wilfried Selinka- Bauarbeiten auf der K 7177 zwischen Haigerloch und Weildorf laufen seit 10 Tagen – Vollsperrung bis 17. Oktober.
- Neuer Straßenbelag, Schutzmaßnahmen und Querungshilfe sollen die Sicherheit erhöhen.
- Kosten: 460.000 Euro, getragen vom Landkreis Zollernalb; Stadt Haigerloch spart durch Kreistagsbeschluss.
- Querungshilfe wird barrierefrei mit Blindenleitsystem und Nullabsenkungen ausgestattet.
- Sanierung dringend nötig: Straße war stark beschädigt, Bewertung 2020 bei Note 4 bis 4,5.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Landkreis Zollernalb ist Kostenträger der vor zehn Tagen begonnenen Bauarbeiten innerhalb des Abschnitts der Kreisstraße 7177 zwischen Haigerloch und Weildorf. Deshalb ist dieser über einen Kilometer lange Bereich voraussichtlich bis Freitag, 17. Oktober, voll gesperrt. Es betrifft dabei die Strecke zwischen der Einfahrt in der Haigerlocher Oberstadt ins Wohngebiet Weildorfer Kreuz und das Freibad sowie auf Weildorfer Seite die Einfahrt ins Gewerbegebiet Madertal. Umleitungen sind entsprechend ausgeschildert.
Kein Aufschub möglich
Die Sanierung der Fahrbahn ist dringend erforderlich, denn sie weist auf diesem Streckenabschnitt sehr große Wellen auf, so dass sie nicht mehr länger aufgeschoben werden konnte. Schon bei der Erfassung des Straßenzustandes im Jahr 2020 wurde dieser Abschnitt mit der Note 4 bis 4,5 bewertet. In den vergangenen fünf Jahren hatte sich der Zustand noch weiter verschlechtert.
Die Sanierungsmaßnahme war eigentlich schon für das vergangene Jahr vorgesehen, doch zunächst mussten die Bauarbeiten der Straßensanierung der zweiten oberen Zufahrt in die Kernstadt in der Gruoler Straße abgeschlossen sein. Sonst hätte Haigerloch von oben her keinerlei Zufahrtsmöglichkeit gehabt. Die Bauarbeiten werden jetzt von der Firma Strohäker GmbH aus Jettingen ausgeführt. Der Kreistag hatte dieser unter sieben Mitbewerbern mit 436.400 Euro als wirtschaftlichstem Bieter den Zuschlag erteilt. Allerdings wird einschließlich „Unvorhersehbarem“ mit Gesamtkosten von 460.000 Euro gerechnet. Im Haushalt des Kreises stehen aber nur 430.000 Euro für die Maßnahme zur Verfügung. Der Mehraufwand soll durch Einsparungen bei anderen Sanierungsmaßnahmen aufgefangen werden.
Für mehr Sicherheit
Der alte Straßenbelag ist inzwischen auf der gesamten Länge bereits abgefräst und auch die Randbereiche sind abgetragen. Entlang der gesamten Baustrecke werden neben einem neuen Straßenbelag zudem sämtliche Schutzeinrichtungen erneuert und ergänzt.
Auch dem sehnlichsten Wunsch der Weildorfer, in der verkehrsreichen Straße für Fußgänger und Radler eine Querungshilfe vom Fußweg Butzengraben in Richtung Parkplätze Gewerbegebiet mit Edeka-Markt und Drogeriefiliale Rossmann sowie in die Haigerlocher Oberstand zu erhalten, wird nun Rechnung getragen.

Die Fahrbahn der K 7177 in Richtung Weildorf ist auf der gesamten Breite nach Abfräsen des Belags gesperrt. Das Foto entstand beim Abzweig zum Freibad und ins Wohngebiet Weildorfer Kreuz.
Wilfried SelinkaEigentlich hätte die Stadt Haigerloch die Baukosten hierfür von rund 120.000 Euro tragen müssen. Doch aufgrund der engen Haushaltslage musste sie diese Investition in ihrem Haushalt streichen.
Die Stadtverwaltung nahm deshalb mit dem Landkreis Kontakt auf, ob er nicht statt ihr die Querungshilfe bei den Kosten des Straßenneuaufbaus unterbringen könne. Tatsächlich hatte die Stadt mit ihrem Antrag Erfolg, denn der Kreistag hatte in seiner Sitzung am 21. Juli einer Kostenübernahme durch den Landkreis zugestimmt.
Barrierefreiheit kommt
Bei der Querungshilfe handelt es sich um einen Fahrbahnteiler mit einer Breite von 2,5 Metern inmitten der Fahrbahn.
Dieser wird mit einem Blindenleitsystem, taktilen, sechs Zentimeter hohen Bordsteinen sowie Nullabsenkungen für die barrierefreie Nutzung ausgestattet. Zwei zusätzlich Einlaufschächte sorgen für die Straßenentwässerung.
