Störche in Hechingen-Weilheim: Der Nachwuchs ist da – sind es tatsächlich drei Junge?

Fir Körperhaltung des Großvogels ist eindeutig, und man kann auch etwas kleines Weißes erkennen, vielleicht sogar zwei Köpflein: Babyzeit im Weilheimer Storchennest. Allerdings ist derzeit noch unklar, wie groß der Nachwuchs ist. Fotograf Peter Fischer sagt, es seien drei Babystörche.
Peter Fischer- Drei Babystörche im Weilheimer Kirchturm gesichtet.
- Storchenbeauftragter Gerd Eberwein bestätigt Nachwuchs.
- Storchenpaar füttert die Jungen bis Anfang Juli.
- Jungstörche beginnen im Nest Flugübungen.
- Nachwuchs verlässt das Nest Anfang August.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Drei, zwei oder nur einer? Alles hat es in den Jahren, seit die Störche wieder auf dem Kirchturmdach eingezogen sind, in Weilheim schon gegeben. Ortsvorsteher Gerd Eberwein ist nebenbei ehrenamtlicher Storchenbeauftragter des Landkreises Zollernalb und will es stets genau nehmen: Er selbst hat noch nicht zählen können. Also auch keine Vermutungen. Peter Fischer aus Weilheim, welcher der HZ das Foto geschickt hat, ist derweil überzeugt, dass es drei Jungstörche sind.
Gerd Eberwein bestätigt aber, dass der Nachwuchs zweifellos ausgebrütet ist. Am Montag hat der Weilheimer Rathauschef zum ersten Mal beobachtet, dass im Nest gefüttert wird. Das besagt die Körperhaltung der Störche, das beweist der auffallend häufige Flugverkehr, und das hört man auch. Wenn ein Elternteil ans Nest geflogen kommt, wenn die Babys da sind, dann wird extra laut und anders als sonst geklappert. Das Ritual ist immer gleich: Ein Storch füttert, und derweil fliegt der andere wieder los, um Futter zu holen. Und so weiter, und so fort.
Das Timing stimmt
Vom Termin her ist alles in Ordnung. Angekommen ist das Storchenpaar dieses Jahr am 20. März. Ab da werden, so erläutert es Gerd Eberwein, 25 bis 38 Tage Brutzeit gerechnet. In der vergangenen Woche hat der Ortsvorsteher deshalb damit begonnen, das Nest noch intensiver zu beobachten – bis am Montag alles eindeutig war.
Zwei Monate Lieferservice
Jetzt ist Stress für die beiden Altstörche: Acht Wochen lang muss gefüttert werden, also bis Anfang Juli. Im letzten Viertel dieses Zeitraums beginnt der Nachwuchs im Nest mit den ersten Flugübungen, um damit vor allem die Muskeln auszubilden. Wenn es Zeit ist, verlassen die Jungen das Nest, kommen aber gut vier Wochen lang immer wieder zurück. Erst anschließend sagt man Tschüss: Anfang August, so schätzt es Gerd Eberwein, geht es für die Neuen in Richtung Oberschwaben und Bodensee. Von dort steuert die neue Generation dann im Pulk wärmere Gefilde über den Winter an.
Die Alten müssen sich in dieser Zeit erstmal erholen. Zwölf Wochen lang haben sie sich schließlich verausgabt und haben dabei auch abgenommen. Wenn man wieder bei Kräften ist, geht es fürs Elternpaar ebenfalls auf Fernreise. Alle Termine können sich je nach Zahl der Kinder ändern. In Weilheim war schon mal nur ein Jungstorch auf dem Kirchturmdach, und der ist, weil ohne Konkurrenz beim Futtern, schneller groß geworden.
Allerlei Gefahren drohen
Was kann alles eine gedeihliche Aufzucht erschweren? Ein Unwetter, was in Weilheim schon der Fall war. Eine längere Nässeperiode bekommt den Kleinen ebenfalls nicht. Ähnlich verhält es sich mit einem argen Kälteeinbruch. Aber derzeit ist ja alles auf Gutwetter eingestellt!

