Staatsanwaltschaft Hechingen: Zusteller unterschlägt Ermittlungen zufolge 2400 Postsendungen

Ein heute 28-Jähriger hat ein Gerichtsverfahren zu gewärtigen. Ermittler fanden über 2000 Postsendungen, die er hätte zustellen sollen, bei ihm zuhause.
SymbolbilderDie Ermittlungen gegen einen inzwischen 28-jährigen Tatverdächtigen, der im großen Stil im Raum Sigmaringen Post unterschlagen haben soll (wir berichteten bereits), stehen laut Angaben der Staatsanwaltschaft Hechingen und des Polizeipräsidiums Ravensburg kurz vor dem Abschluss.
Erneut an die Empfänger versandt
Ermittler fanden rund 2400 Briefsendungen, die der Mann hätte zustellen sollen. Die Briefe wurden jetzt erneut an die Empfänger oder an die Absender versandt.
Unter den Schreiben befand sich zu einem kleinen Teil auch Post von Behörden. Der Verdacht, dass der 28-Jährige einzelne Briefe geöffnet haben könnte, habe sich nicht bestätigt, hieß es in der Pressemitteilung.
Säckeweise Post im Keller
Die Ermittler kamen dem Zusteller im vergangenen Februar durch den Hinweis eines Hausmeisters auf die Spur gekommen. Der Hausmeister war im Flur eines Kellers auf zwei offene Säcke frankierter, nicht zugestellter Briefsendungen gestoßen.
Bei einer Durchsuchung in den Wohnräumen des Tatverdächtigen fanden die Beamten daraufhin damals mehrere tausend nicht zugestellte Postsendungen, einzelne davon geöffnet.
