Spendenlauf Werkrealschule Hechingen: Runde um Runde für den guten Zweck

Hoch motiviert gingen die Läufer beim Spendenlauf der werkrealschule Hechingen im Weiherstadion auf die Runde.
Klaus Stifel- Die Werkrealschule Hechingen veranstaltete einen Benefiz-Spendenlauf zugunsten von zwei Wohltätigkeitsorganisationen.
- Über 200 Schüler, Lehrkräfte und auch Bürgermeister nahmen teil und sammelten Spenden.
- Insgesamt wurden 1890 Runden gelaufen, das gesammelte Geld wird in den kommenden Tagen ermittelt.
- Alle Teilnehmer erhielten Schwimmbadgutscheine und weitere Preise.
- Sponsoren stellten Obst, Wasser und Müsliriegel bereit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Spendenläufe sind mittlerweile weit verbreitet – zum Glück! Denn sie sind eine Möglichkeit, aktiv zu sein, Gemeinschaft zu erleben und Gutes zu tun. So auch die Werkrealschule Hechingen, die sich in den Dienst einer guten Sache gestellt hat. Davon profitieren sollen gleich zwei Hechinger Wohltätigkeitsorganisatoren: Der Arbeitskreis Asyl und der Verein „Kinder brauchen Frieden“.
Lehrerin initiiert den Lauf
Eingefädelt und organisiert hat die Benefiz-Sportveranstaltung im Weiherstadion Astrid Banica. Mit ihrem Vorhaben stieß die Lehrerin bei Schulleiterin Ursula Schön und Konrektor Jens Ender auf offene Ohren. „An der Schule“, so Schön, „stand schnell fest, dass wir das machen und wir uns solidarisch zeigen wollen. Auch beim Sport kann man zeigen, was man draufhat.“
Bevor der Startschuss fiel und nachdem Konrektor Ender die weit über 200 Schüler aus allen 13 Klassen begrüßt hatte, wurde von mehreren Rednern die sonnenverwöhnte Veranstaltung gelobt. „Hier beim Spendenlauf geht es nicht ums Gewinnen. Es zählt das Gesamtergebnis“, machte Bürgermeister Philipp Hahn deutlich. Das Geld komme direkt den beiden Wohltätigkeitsorganisationen zugute, versicherte er. Almut Petersen vom „Arbeitskreis Asyl“ betonte, die Schüler unterstützten mit ihrer Veranstaltung Menschen dabei, in Hechingen ein neues Leben anzufangen, die deutsche Sprache zu erlernen und einen Arbeitsplatz zu finden. Petersen lud die Schüler ein, ins Integrationszentrum Refugio auf den Obertorplatz zu kommen. „Hier gibt es leckeres Eis und ihr könnt sehen, für was die Spenden verwendet werden.“
Auch kleine Summen bewirken viel
Von Jürgen Müller, Vorsitzender von „Kinder brauchen Frieden“, hieß es: „Wenn wir heute hier in der Sonne sitzen und Sport machen, verbringen die Kinder in der Ukraine aus Angst vor Luftalarmen und Bombenangriffen die Schulzeit in Kellern.“ Gleichzeitig warb Müller für Projekte in Afghanistan, wo ein Laib Brot gerade mal fünf Cent koste. Viele Menschen in Afghanistan könnten sich kaum ein Brot pro Tag leisten, gab Müller zu bedenken. „Man muss hier nicht die großen Summen erwirtschaften. Auch Kleinigkeiten, wie zum Beispiel der Spendenlauf, sind sehr wichtig.“ Für Marc Meßmer, dem Leiter des Öffentlichkeitsbereichs innerhalb des Fachbereichs Bürgerdienste im Hechinger Rathaus, lobte gegenüber der HZ die treffende Auswahl der Spendenempfänger. „Kinder machen hier was für Kinder, denen es nicht so gut geht“, so Meßmer.
In Weiherstadion kam es auf jede Runde an. An den Start gingen nicht nur die Schüler, Lehrer und Elternbeiratsvorsitzender Daniel Schlaich, auch Bürgermeister Hahn und Marc Meßmer scheuten sich nicht, mitzumachen. Hahn und Meßmer kamen bei den 15 Runden, die sie drehten, ins Schwitzen. Pro Runde spendeten die beiden Rathausherren zehn Euro, also 150 Euro für jeden der ausgewählten Wohltätigkeitsvereine.

Stolz auf die sportliche Leistung: die besten Läufer mit Bürgermeister Philipp Hahn (hinten, 2.v.r.) und Marc Meßmer (l.).
Klaus StifelAlle Klassen der Werkrealschule sammelten durch ihre gelaufenen Runden Geld. Sponsoren haben sie sich selbst gesucht. Meist waren es die Eltern, Omas, Opas oder die ganze Familie. In den Klassen seien sogar Wetten abgeschlossen worden, wer wie viele Runden zusammenbringt, berichtete eine Lehrerin. Es soll auch Schüler gegeben haben, die pro gelaufene Strecke Mitschülern einen bestimmten Spendenbetrag boten.
Exakt eine Stunde dauerte der Spendenlauf. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1890 Runden wurden gelaufen. Wie viel Geld zusammenkam, wird sich in den nächsten tagen herausstellen. Für die ersten drei Plätze gab es Urkunden, Trinkflaschen von der Stadt Hechingen sowie Turnbeutel und Monatsgutscheine vom Hechinger Fitnessstudio Impuls.
Teilnehmer erhalten Schwimmbadgutscheine
Bürgermeister Philipp Hahn, der auch die Gema-Gebühren übernommen hat, griff die Idee der HZ, nicht nur den ersten drei Siegern, sondern allen teilnehmenden Schülern einen Schwimmbadgutschein zukommen zu lassen, gerne auf. Als Hahn dies durch den Lautsprecher mitteilte, dankten die Schüler mit stürmischem Applaus. Ein Obstbuffet stellten Marc und Silke Beha, die Betreiber des im Bau befindlichen Edeka-Marktes in der Haigerlocher Straße, gratis zur Verfügung. Aus der eigenen Schulküche stammten die Müsliriegel. 30 Kisten Wasser sponserten die Imnauer Mineralquellen.
