Spektakuläre Bergung in Hechingen
: Lkw mit 23 Tonnen Wackersteinen kippt mitten im Wohngebiet um

Krasser Bergungseinsatz am Hechinger Schloßberg: Ein schwer beladener Sattelzug geriet an der Schillerstraße in extreme Schieflage und musste mithilfe eines Krans aufgestellt werden.
Von
Hardy Kromer
Hechingen
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Tonnenweise Wackersteine purzelten aus der Mulde des umgekippten Sattelzugs.

Havarie in der Schillerstraße: Tonnenweise Wackersteine purzelten aus der Mulde des umgekippten Sattelzugs.

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  • Ein Lkw mit 23 Tonnen Wackersteinen kippte in der Schillerstraße in Hechingen um.
  • Der Hydraulikzylinder der Mulde war stark verbogen und drohte zu brechen.
  • Feuerwehr und Bergungsunternehmen arbeiteten behutsam, um die Lage zu entschärfen.
  • Strom wurde vorsichtshalber abgeschaltet und der Abwasserkanal verschlossen
  • Der Einsatz dauerte bis 20.50 Uhr, ohne Verletzte oder größere Schäden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Man mag sich gar nicht ausmalen, was da hätte passieren können“: Martin Kreller, Abteilungskommandant der Hechinger Kernstadt-Feuerwehr, war noch am Morgen danach beeindruckt davon, was sich am späten Dienstagnachmittag in der Schillerstraße am Hechinger Schloßberg ereignet hat.

Die Mulde des Sattelzugs hängt am seidenen Faden

Gegen 16.30 Uhr, so berichtet die Polizei, wurden an einer Baustelle wuchtige Natursteine vom Anhänger eines Sattelzugs abgeladen. Während dieses Vorgangs sank der Anhänger ins Erdreich ein, sodass der Anhänger samt Lkw in extreme Schieflage geriet.

Das Dramatische an der Situation: Die Mulde des 15 Tonnen schweren Lastzugs mit den 23 Tonnen schweren Wackersteinen stand halb gekippt im 45-Grad-Winkel an einer Böschung und hing gewissermaßen an einem seidenen Faden: einem stark verbogenen, zum Zerreißen gespannten Hydraulikzylinder.

Am seidenen Faden: Die mit 23 Tonnen Wackersteinen beladene Mulde eines Lkw wurde nur noch von einem verbogenen Hydraulikzylinder gehalten.

Am seidenen Faden: Die mit 23 Tonnen Wackersteinen beladene Mulde eines Lkw wurde nur noch von einem verbogenen Hydraulikzylinder gehalten.

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„Durch die starke Biegung drohte der Hydraulikzylinder zu brechen“, schildert Martin Kreller die Gefahr. In diesem Fall drohten nicht nur bis zu 300 Liter Hydrauliköl mitten im Wohngebiet auszulaufen, sondern auch die tonnenschweren Steine unkontrolliert durch die Gegend geschleudert zu werden. Außerdem war die Strom-Oberleitung, die über die Straße führt, bedroht.

Äußerst behutsames Vorgehen war gefordert. Die Hechinger Feuerwehr, die unter der Leitung von Kreller und Thorsten Killmayer mit 17 Mann und drei Fahrzeugen, darunter die Drehleiter, im Einsatz war, sicherte zunächst den Lkw, ließ vorsichtshalber für zwei Stunden den Strom abstellen und verschloss den Abwasserkanal – für den Fall, dass Hydrauliköl auslaufen würde.

Ein Bagger zum Entladen, der Kran eines Bergungsunternehmens und die Drehleiter der Hechinger Feuerwehr waren im Einsatz, um die Lage zu stabilisieren.

Ein Bagger zum Entladen, der Kran eines Bergungsunternehmens und die Drehleiter der Hechinger Feuerwehr waren im Einsatz, um die Lage zu stabilisieren.

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In Zusammenarbeit mit einem parallel beauftragten Bergungsunternehmen, das den Kran stellte, arbeiteten die Feuerwehrleute Schritt für Schritt daran, die prekäre Situation zu entschärfen. Mit einem Bagger wurde die Mulde Stein für Stein geleert. Es galt, jede Erschütterung zu vermeiden, um den seidenen Faden namens Hydraulikzylinder nicht zum Bersten zu bringen. „Da wurden mit größter Vorsicht riesige Massen bewegt“, sagt Martin Kreller. „Erst als der gekippte Lkw wieder auf den Rädern stand, war die Gefahr gebannt.“ Bis 20.50 Uhr dauerte der zeitaufwendige Einsatz.

Relativ glimpflich ausgegangen

Am Ende war dank des umsichtigen Vorgehens der Einsatzkräfte alles noch einmal gutgegangen: Niemand wurde verletzt, der Sachschaden hält sich laut Polizei in Grenzen, kein Hydrauliköl war ausgelaufen, und der Strom konnte von Mitarbeitern der Netze BW wieder angeknipst werden. „Das ist alles relativ glimpflich ausgegangen“, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Reutlingen, das jetzt die Aufgabe hat, die Unfallursache zu ergründen.