Singtreff: Junginger sollen die Freude am gemeinsamen Singen entdecken

Karl-Heinz (Kalle) Merz - hier mit seiner Gitarre bei einem Abendmarkt in Hechingen - soll den Singtreff in Jungingen leiten.
Ernst Klett/Archiv- In Jungingen startet „Singzeit! Lieder ohne Grenzen“ als regelmäßiger Singtreff im Gemeindesaal.
- Leiter ist Karl-Heinz Merz, der Organisation und Musik samt Technik übernimmt.
- Zielgruppe sind vor allem Menschen ab 60plus, Mitsingen ist auch Gästen aus anderen Orten offen.
- Gesungen werden überwiegend deutschsprachige Lieder, eine Liste mit 70 Titeln liegt bereit.
- Geplant sind Treffen ab September bis Ostern 2027 – etwa sechs bis sieben Termine, bevorzugt dienstags.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der musikalische Kopf hinter dem Trio „Lieder à la Carte“ stellte in der letzten Sitzung des Junginger Gemeinderates vor der Sommerpause eine Idee vor, die er gemeinsam mit seiner Frau Rosmarie entwickelt hat. Bürgermeister Oliver Simmendinger - natürlich vorab in die Sache eingebunden - war davon so angetan, dass er sie unter der Rubrik „Singzeit! Lieder ohne Grenzen“ als Thema auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Das ist möglicherweise auch ein schöner Titel für einen Singtreff, der schon ab diesem September regelmäßig im Junginger Gemeindesaal stattfinden soll Interessant sein könnte diese musikalische Zusammenkunft vor allem für Menschen ab dem Alter 60plus.
Die Vorgeschichte: Schon im November 2025 wurde Simmendinger darauf angesprochen, ob man in Jungingen nicht einen lockeren Singtreff einrichten könnte. Ganz nach dem Vorbild von „Stetten singt“.
Ende April, Anfang Mai wurde mit Karl-Heinz Merz dann auch ein Partner beziehungsweise Pate für das Projekt gefunden. Er bot dem Bürgermeister an, den musikalischen Part beziehungsweise die Organisation der Veranstaltung zu übernehmen.
Singtreff schafft keine Konkurrenz
Dass ein solches Projekt in Jungingen genauso gelingen kann wie in Stetten, davon ist Karl-Heinz Merz überzeugt: „Die Leute singen einfach gerne. Das zeigen mir meine Erfahrungen mit Auftritten beim Seniorentreff.“ Aus seiner Sicht stellt ein regelmäßiger Singtreff in Jungingen keine Konkurrenz für andere Angebote dar, da es in Jungingen weder einen Kirchenchor noch einen Gesangverein gebe. Auch keine Wirtshäuser mehr, in denen Wirtshaussingen im klassischen Sinne gepflegt wird.
Merz hat auch schon klare Vorstellungen darüber, wie das Singen im Gemeindesaal ablaufen soll. 95 Prozent der Lieder sollen auf Deutsch gesungen werden – darunter die bekannten Stimmungs-, Wander- und Weihnachtslieder. Der Musiker besitzt ohenhin schon eine Liste mit 70 Liedern, die man vervielfältigen und zum textsicheren Mitsingen auslegen könnte. Auch für die benötigte Technik (Mikrofon, Lautsprecher, Instrumente) würde er sorgen.
Probelauf bis Ostern 2027
Wie bereits erwähnt, soll das Projekt „Singzeit! Lieder ohne Grenzen“ im September starten und nach den Vorstellungen von Karl-Heinz Merz bis Ostern 2027 „sechs bis sieben Mal“ stattfinden. Danach, so erklärte er gegenüber dem Junginger Gemeinderat, könne man eine erste Bilanz ziehen und sehen, wie und ob dieses Angebot wahrgenommen werde. Als günstigen Tag für einen Singtreff betrachtet er den Dienstag.
Die Teilnahme von 20 bis 30 Leuten pro Veranstaltung wären aus Merz‘ Sicht eine gute Marke und ganz großen Wert legte er auf eine Feststellung: „Das Singen ist nicht nur auf Junginger Bürgerinnen und Bürger beschränkt, gerne dürfen dazu auch Leute aus anderen Orten dazukommen.“
Nicht nur Bürgermeister Oliver Simmendinger überzeugte das Konzept, auch im Gemeinderat stieß das Projekt auf offene Ohren. Die Gemeindeverwaltung will für das Experiment den Gemeindesaal als Treffpunkt zur Verfügung stellen.
Gemeinsames Singen
Das gemeinsame Singen alter Volkslieder ist vor allem unter Seniorinnen und Senioren sehr beliebt. Im größten Hechinger Stadtteil Stetten gibt es seit 2016 ein offenes Singen im Johannessaal der Klosterkirche, das einmal im Monat stattfindet und mit den Jahren immer beliebter wurde. Franz Bausinger hat ihn damals gemeinsam mit anderen auf die Beine gestellt, nachdem sich der örtliche Männergesangverein nach 178 Jahren aufgelöst hat.
In Gruol hatte ein Förderverein zur Renovierung der Vituskapelle auf dem Friedhof zusammen mit Musiker Rolf Kohle mehrere Wirtshaussingen organisiert. Diese waren sehr erfolgreich. Der Förderverein erwirtschaftete binnen fünf Jahren aus Spenden und Eigenmitteln mehr als 100.000 Euro für die 1723 erbaute Kapelle.
