Seelsorge
: Sandro Pröbstle startet als neuer Pfarrer in Haigerloch

Zunächst möchte der Vikar die Menschen kennenlernen. Weiter möchte er daran arbeiten, dass die Großpfarrei Hechingen zusammenwächst.
Von
Wilfried Selinka
Haigerloch
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Vikar Sandro Pröbstle

Vikar Sandro Pröbstle hat sein Büro im Haigerlocher Kaplaneihaus und wird dort auch nach Schönheitsreparaturen in die dortige Wohnung einziehen.

Wilfried Selinka
  • Neuer Pfarrer in Haigerloch: Vikar Sandro Pröbstle übernimmt Verantwortung in zehn Gemeinden.
  • Er hat sein Büro im Kaplaneihaus gegenüber der Annakirche und zieht nach Renovierung dort ein.
  • Pröbstle will die Menschen kennenlernen und die Großpfarrei Hechingen im Rahmen „Kirchenentwicklung 2030“ stärken.
  • Wichtige Anliegen sind die gemeinsame Feier der Sakramente und die Bedeutung der Eucharistie.
  • Der 32-Jährige stammt aus Inneringen, wurde im Freiburger Münster zum Priester geweiht und unterrichtet Religion.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Seit drei Wochen ist Vikar Sandro Pröbstle neuer Pfarrer und innerhalb der neuen katholischen Kirchengemeinde Zollern nach dem Weggang von Pfarrer Michael Storost zuständig für die zehn Gemeinden innerhalb der ehemaligen Seelsorgeeinheit Eyachtal-Haigerloch St. Anna (Zollernalbkreis, wir berichteten). Seine Wirkungsstätte wird das Büro im Kaplaneihaus gegenüber der Annakirche sein. Dort bezieht er nach einigen Schönheitsreparaturen auch seine Wohnung. Zurzeit wohnt er im leer stehenden Pfarrhaus in Weildorf.

Inzwischen hat der 32-jährige Priester bereits in den meisten Gemeinden Gottesdienste gehalten und auch in der Wiesentalschule in Gruol der dritten Klasse Religionsunterricht erteilt. Pröpstle stammt aus Inneringen, einem Stadtteil von Hettingen, Landkreis Sigmaringen. Nach der Erstkommunion war er dort Ministrant. „Dabei habe ich die Abläufe der Gottesdienstliturgie näher kennengelernt“, bekennt er in einem Gespräch mit unserer Zeit.

Nach dem Abitur ins Priesterseminar

Nach dem Abitur im Jahr 2013 am Gymnasium Gammertingen, stand er vor der Frage, welches Studium er beginnen soll. Er entschied sich für katholische Theologie, trat im selben Jahr ins Priesterseminar in Freiburg ein und empfing im Mai 2023 im Freiburger Münster die Priesterweihe. Es folgte die feierliche Primiz im Heimatort Inneringen.

Nach ersten Stationen in der Seelsorgeeinheit Lauda-Königsfeld und Waldkirch kam er im Herbst 2023 als Vikar in die Seelsorgeeinheit Bregtal, die wiederum zum 1. Januar dieses Jahres gemeinsam mit fünf weiteren Seelsorgeeinheiten zur neuen Pfarrei „Unsere Liebe Frau“,  (ULF), Villingen verschmolzen wurde. Das Vikariat ist die praktische Ausbildungsphase nach der Priesterweihe in den Pfarrerberuf. Für Sandro Pröbstle waren diese drei Jahre auf seinem priesterlichen Weg ein wichtiger Baustein.

Im Bregtal sehr beliebt

Im Bregtal ließ man Pröbstle ungern gehen, vor allem, weil man den Priester auch bei vielen Festen und Veranstaltungen traf und man dort die Begegnungen mit ihm sehr schätzte – so schrieb die Presse anlässlich seines Abschieds. Jetzt, in Haigerloch, warten auf Pröbstle die weiteren zwei Jahre seines Vikariats. Zusätzlich ist er hier der einzige Priester, der im Rahmen der Großpfarrei Hechingen – selbstverständlich mit Unterstützung des leitenden Pfarrers Thomas Fürst, Pastoralreferent Juan Pablo Perriset sowie der Gemeindeteams – für alle Aufgaben zuständig ist.

„Ich bin nicht mit großen Plänen nach Haigerloch gekommen“, so Sandro Pröbstle. Sicher sei es aber wichtig, dass man von Haigerloch aus im Laufe der Zeit im Rahmen der Kirchenentwicklung 2030 in der neuen Großpfarrei zusammenarbeitet und zusammenwächst.

Von besonderer Bedeutung ist dem neuen Vikar auch die „ordentliche und gemeinsame Feier der Sakramente“. Dabei komme der Feier der Eucharistie in den Gottesdiensten „als Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens eine besondere Bedeutung zu, die nicht verloren gehen darf“. Im gemeinsamen Feiern, aber auch im stillen Gebet, sei die Begegnung mit Gott in intensivem Maße möglich. Dafür fehle heute in der Gesellschaft oft das Bewusstsein.

Er will die Menschen kennenlernen

Vikar Pröbstle will deshalb baldmöglichst Fuß fassen, seine Mitmenschen näherkennenlernen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Dazu werden ihm diverse anstehende Herbstveranstaltungen und vor allem die dann folgende Adventszeit entgegenkommen.