Hubschrauber über Rangendingen
: Güterzug und Auto kollidieren am unbeschrankten Übergang

In Rangendingen (Zollernalbkreis) sind ein Güterzug und ein Auto zusammengestoßen. Dabei wurde ein 49-jähriger Mann schwer verletzt, die Bahnstrecke war bis 17 Uhr gesperrt.
Von
Hardy Kromer
Rangendingen
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Ein Güterzug und ein Renault sind am unbeschrankten Bahnübergang in der Rangendinger Fabrikstraße zusammengestoßen. Es läuft ein Großeinsatz der Rettungskräfte.

Ein Güterzug und ein Renault sind am unbeschrankten Bahnübergang in der Rangendinger Fabrikstraße zusammengestoßen. Es läuft ein Großeinsatz der Rettungskräfte.

Klaus Stifel
  • Güterzug und Auto kollidieren in Rangendingen, eine Person eingeklemmt.
  • Feuerwehr und Rettungshubschrauber im Einsatz, Unfall am Bahnübergang in der Fabrikstraße.
  • Unfallstelle bekannt für Zusammenstöße, zuletzt im Dezember 2021 ein ähnlicher Unfall.
  • Keine weiteren Details zum aktuellen Unfall, wir berichten weiter.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Bahnübergang in der Rangendinger Fabrikstraße ist als Gefahrenstelle bekannt. Schon wiederholt kam es an dieser Stelle zu Zusammenstößen zwischen einem Zug und einem Auto. An diesem Donnerstag, 23.01.2025, gegen 13.30 Uhr ist es wieder passiert: Ein Güterzug und ein Pkw sind dort kollidiert. Nach Polizeiangaben hatte ein 49-jähriger Autofahrer das Rotlicht an dem unbeschrankten Bahnübergang missachtet. Das hätten Zeugen angegeben.

Der Pkw wurde laut Polizei von einem von links aus Richtung Haigerloch kommenden Güterzug, bestehend aus zwei Lokomotiven und neun mit Salz beladenen Waggons, erfasst. Obwohl der Lokführer des über 900 Tonnen schweren Zuges noch eine Gefahrenbremsung eingeleitet hatte, wurde der Renault rund 85 Meter auf den Gleisen vor dem Zug hergeschoben, ehe die Fahrzeuge zum Stillstand kamen.

Großeinsatz von Polizei, DRK und Feuerwehr im Rangendinger Gewerbegebiet bei der Firma Tubex.

Großeinsatz von Polizei, DRK und Feuerwehr im Rangendinger Gewerbegebiet bei der Firma Tubex.

Klaus Stifel

„Der Autofahrer war schwerst eingeklemmt“, sagte der Rangendinger Feuerkommandant Frieder Dieringer. Die Feuerwehrkräfte mussten den komplett verkeilten Wagen mit schwerem Gerät zerlegen, um den eingeklemmten und schwer verletzten Fahrer zu befreien. Der Zugführer erlitt ersten Angaben zufolge einen Schock.

Die Dokumentation des Unfallgeschehens nahm einige Zeit in Anspruch.

Die Dokumentation des Unfallgeschehens nahm einige Zeit in Anspruch.

Klaus Stifel

Bahnstrecke war bis 17 Uhr gesperrt

An der Unfallstelle war ein Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz, unter anderem die Feuerwehren aus Rangendingen, Hechingen und Balingen, ein Notarzt, Rettungswagen, die DRK-Ersthelfer aus Rangendingen, DRK-Kreisbereitschaftsleiter Heiko Lebherz und der Notfallrettungsdienst. Ein Rettungshubschrauber der DRF-Luftrettung landete nahe der Unfallstelle, um den schwer verletzten Autofahrer in ein Krankenhaus zu bringen. Die beiden Lokführer waren unverletzt geblieben.

Der entstandene Gesamtschaden kann abschließend noch nicht beziffert werden. Ob an den Schienen oder dem Gleisbett Beschädigungen entstanden sind, bedarf weiterer Überprüfungen. Nach dem Abschleppen des total beschädigten Renault konnte die Bahnstrecke kurz vor 17 Uhr wieder freigegeben werden. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren jeweils mit einem Großaufgebot an die Unfallstelle ausgerückt.

Zuletzt war Ende Dezember 2021 an dieser Stelle ein Renault Scenic von einem Güterzug erfasst worden. Das Auto wurde im Anschluss etwa 90 Meter weit vor der Lok mitgeschleift. Der Fahrer zog sich schwere Verletzungen zu. Die beiden jungen Lokführer erlitten einen Schock.