Schaukelpfad Hechingen: „Wolke sieben“ im Fürstengarten auf der neuen „Seelen Wiege“ von der Ostsee

Die ersten Hechinger Tester der neuen Meditationsschaukel auf dem Grundstück der Stadt Hechingen: Alexandra Schlegel (rechts) und Samantha Reinhard von der Wohngruppe Juno, der Mutter-Kind-Einrichtung des Diasporahauses in Hechingen.
Melanie SteitzWie im siebten Himmel fühlen können sich die Hechinger tatsächlich seit Sonntagabend. Bildhauer und Tischlermeister Thomas Brokopp reiste von der Ostsee an und errichtete gemeinsam mit einem Mitarbeiter die handgefertigte und preisgekrönte „Seelen Wiege“ auf der Obstbaumwiese – oberhalb des Erleb-dich-Pfades – neben der Albliege sowie den Wackelpferden am Fürstengarten in Hechingen.
Schaukelname lädt schon zum Träumen ein
Und da steht sie nun: die neue Meditationsschaukel, deren Name schon zum Träumen einlädt: „Wolke sieben“. Sie ist Bestandteil des neuen Hechinger Schaukelwegs „Häppy“, der am 26. September offiziell eröffnet wird. Auf einem vier Kilometer langen Rundweg erstrecken sich dann 14 Stationen mit mehreren Schaukeln, die natürlich von der Bevölkerung munter ausprobiert werden können. Das Gerät im Fürstengarten ist laut Ideengeberin und Initiatorin Martina Eberle das exotischste unter den aufgestellten Schaukeln. „Das ist wirklich ein Highlight auf diesem Weg“, sagt sie.
Bis zu 700 Kilogramm auf der „Wolke sieben“ möglich
Familien und Singles haben dort viel Platz, aber vor allem für Verliebte und Lieblingsmenschen sind die komfortablen Liegeflächen konstruiert. Die „Wolke sieben“ kann bis zu 700 Kilogramm beherbergen und ist ohne Bagger und Beton im Boden befestigt. 80 Pressen haben den 70 Kilogramm schweren Bogen aus heimischen Lärchenholz in seine Form gebracht, an dem die Liegefläche befestigt ist.
Hier ein Video vom Schaukel-Aufbau auf: Instagram
Die Anschaffung war nicht ganz günstig und konnte nur dank Sponsoren gestemmt werden. Überhaupt, der ganze Hechinger Schaukelpfad, der sich vom Fellbachplatz über den Fürstengarten, Obertorplatz und Starzelpark erstrecken wird, ist ein Projekt, das erst durch Gönner (97 170 Euro) möglich geworden ist. 21 Firmensponsoren und 21 private Spender haben gute Beträge gestiftet. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Hechingen sei „toll“ gewesen und der Betriebshof wäre „immer zur Stelle“ gewesen, so die 37-jährige Martina Eberle, die sich ehrenamtlich für „Häppy“ engagiert.
Der 37-Jährigen ist die Idee bei einem Spaziergang auf dem Sigmaringer Schaukelpfad eingefallen. Das kann Hechingen doch auch, fand sie und sprach den Bürgermeister Philipp Hahn 2019 darauf an, er war sofort begeistert und kümmerte sich um die Sponsorensuche.
DRK nimmt die Standorte auf
Die Planung, unter anderem für Flyer und Schilder rund um „Häppy“ übernamen Eberle und Anke Gärtner, Leiterin des Sachgebiets Tourismus/Kultur/HZLM bei der Stadt Hechingen. Im August sollen alle Schilder an den einzelnen Stationen aufgebaut sein. Mitte September wird dann jede Schaukel aufgehängt sein. Im Anschluss muss noch die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) die neuen Schaukel-Standorte aufnehmen, damit die Einsatzkräfte bei einem Notfall wissen, wo sie hinfahren müssen.
Separate Feier für Sponsoren als Dank
Und schließlich ist es Zeit für die Eröffnungsveranstaltung am Samstag, 26. September, zu der alle Hechinger und Menschen, die Lust am Schaukeln haben, eingeladen. Für die Sponsoren findet am Nachmittag noch eine separate Veranstaltung statt. Zuvor können die Hechinger das Modell aber schon beim Lustwandeln im Fürstengarten ausprobieren.
Und das erste, spontane Fazit? „So kann man liegen bleiben“, sagt Testerin Alexandra Schlegel, die am Montagmorgen mit den Kinderwagen unterwegs ist.
14
Stationen gehören dem neuen Hechinger Schaukelpfad „Häppy“ an. Zwei Standorte beim Eiscafé Piccola Venezia und Hohenzollerischen Landesmuseum werden noch entstehen.
