Römisches Freilichtmuseum Stein
: Winterpause? Villa rustica öffnet vier Tage und lädt vor allem Familien ein

Beim Förderverein wagt man neue Wege und öffnet ab diesem Samstag, 20. Dezember, lange vor dem Saisonstart mehrmals die Tore der Villa rustica.
Von
swp
Hechingen
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Die alten Römer wussten sehr wohl zu feiern. Das nimmt der Förderverein in Stein jetzt zum Anlass, besondere Führungen und Workshops anzubieten,

Die alten Römer wussten sehr wohl zu feiern. Das nimmt der Förderverein in Stein jetzt zum Anlass, besondere Führungen und Workshops anzubieten,

Förderverein
  • Das Römische Freilichtmuseum Stein bietet vom 17. Dezember bis Jahresende Saturnalien-Programme an.
  • Erlebnisführungen, Workshops und Mitmachaktionen zeigen römische Traditionen in der Villa rustica.
  • Highlight: Workshop zur Herstellung von Kyphi-Räucherkugeln am 21. Dezember (Teilnahme: 15 Euro).
  • Erlebnisführungen in Gewandung finden auch am 27. und 28. Dezember statt.
  • Voranmeldung unter www.roemischesfreilichtmuseum.de oder telefonisch empfohlen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit einem farbenfrohen Ausklang des Jahres lädt das Römische Freilichtmuseum Stein im Dezember zu einem ganz besonderen Programm ein: den Saturnalien, dem wohl fröhlichsten Fest des römischen Kalenders. Zwischen Mittwoch, 17. Dezember, und dem Jahreswechsel verwandelt sich die rekonstruierte römische Villa rustica in einen lebendigen Schauplatz antiker Traditionen – mit Erlebnisführungen, Mitmachaktionen und einem historischen Workshop.

Zum Start eine Erlebnisführung

Den Auftakt bildet am bevorstehenden Samstag, 20. Dezember, von 14 bis 17 Uhr eine gewandete Erlebnisführung durch das Museum und den römischen Tempelbezirk. Für Kinder gibt es ein eigenes Programm mit Spielen und kleinen Aktivitäten rund um römische Winter- und Festbräuche. Die Teilnahme ist im regulären Museumseintritt von 8 Euro (ermäßigt 6 Euro) enthalten; für die Führung sind mindestens sechs Personen erforderlich.

Ein besonderes Glanzlicht folgt gleich am Sonntag, 21. Dezember: Der Workshop „Römische Räucherkunst – Kyphi-Kugeln selbst herstellen“ entführt die Teilnehmenden in die Duftwelt der Antike. Unter Anleitung entstehen von 14 bis 17 Uhr individuelle Räucherkugeln aus traditionellen Zutaten – ein aromatisches Erinnerungsstück zum Mitnehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro, und auch bei diesem Angebot liegt die Mindestteilnehmerzahl bei sechs Personen.

Zwei weitere Führungen an zwei Tagen

Für alle, die zwischen den Feiertagen auf kulturhistorische Entdeckungsreise gehen möchten, bietet das Museum am Samstag und Sonntag, 27. und 28. Dezember, jeweils von 14 bis 17 Uhr weitere Erlebnisführungen in römischer Gewandung an. Familien können sich erneut auf spielerische Saturnalien-Aktionen freuen.

Info Eine Voranmeldung über die Homepage (www.roemischesfreilichtmuseum.de) telefonisch unter der Rufnummer (07471) 6400 wird empfohlen.

Das große Loslassen und Feiern im Altertum

Im Altertum ging es bei weitem nicht allein darum, wer wen erobert. Man konnte auch anders. „Die Saturnalien ermöglichten den Römern eine Zeit des Loslassens, des Feierns und der Gemeinschaft – und genau dieses Gefühl möchten wir unseren Gästen vermitteln“, betont die Museumsleitung. Das Programm richtet sich an Familien, Geschichtsinteressierte und alle, die den Winter einmal auf ungewöhnlich historische Weise erleben möchten. Weitere Informationen sind auf der Website des Römischen Freilichtmuseums Stein zu finden.

Schon im Herbst ganz flexibel reagiert

Neue Wege ging der Förderverein Römisches Freilichtmuseum dieses Jahr, als im Herbst das Wetter partout nicht mittun wollte. Die Vereinsleitung entschloss sich, um Kosten zu sparen, bei regnerischem und kühlem Wetter jeweils von Dienstag bis einschließlich Freitag den Kiosk und die Panoramaterrasse geschlossen zu halten. Das Freilichtmuseum selbst blieb wie üblich gegen Entrichtung des Eintrittsgeldes geöffnet an diesen Tagen. Ausnahmen wurden bei der Bewirtung für angemeldete Gruppen gemacht.

Die Saison war bis dahin einigermaßen zufriedenstellend verlaufen. Ein Glanzlicht: Mehr Glück als vor zwei Jahren mit dem Wetter hatten Förderverein und das Theater Lindenhof mit dessen Bauernkriegsstück, das vom 1. bis zum 10. August im Freilichtmuseum aufgeführt wurdet. „Wenn nicht heut, wann dann“ war sehr gut besucht.

Am Altertum und dessen Geschichte besteht nach wie vor Interesse, freut sich der Förderverein. Die seit Jahrzehnten andauernden Forschungen und die darauf basierenden Nachbauten mit Inneneinrichtungen ziehen Besucher an. Immer mehr Familien nehmen die Gelegenheit wahr, sich über das Leben der Römer vor rund 1900 Jahren zu informieren. Sie können nebenher als „Schmankerl“ ihren Kindern den Spielplatz mit zahlreichen Geräten überlassen.

Doch irgendwann war dann halt doch wieder Winterpause bei den Römern. Die hat dieses Jahr an Allerheiligen begonnen. Oder auch nicht. Man kann jetzt ja auch im Winter ins Freilichtmuseum.