Römisches Freilichtmuseum Hechingen-Stein
: Schulklassen stranden am Bahnhof

Schlechte Bahnverbindungen und die Verteuerung der Buskosten beeinträchtigen den Besuch im Römischen Freilichtmuseum in Stein. Immer öfter müssen Schulklassen fest gebuchte Termine absagen.
Von
swp
Hechingen-Stein
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Allzu oft kommt das vor: Die Bahn ist unpünktlich und die Busse nach Stein sind bei Ankunft am Hechinger Bahnhof weg.

Allzu oft kommt das vor: Die Bahn ist unpünktlich und die Busse nach Stein sind bei Ankunft am Hechinger Bahnhof weg.

Hardy Kromer
  • Schulklassen können das Römische Freilichtmuseum Hechingen-Stein wegen schlechter Bahn- und Busverbindungen oft nicht besuchen.
  • Die Verteuerung der Buskosten macht den Besuch für Eltern unbezahlbar.
  • Fördervereinsvorsitzender Gerd Schollian beklagt die vielen Terminabsagen von empörten Lehrkräften.
  • Lehrer reisen zunehmend mit Privatfahrzeugen, um geplante Unterrichtsstunden durchzuführen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Viele Wege führen nach Rom, sagt ein altes Sprichwort. Will man die Römer in Stein besuchen und dafür öffentliche Verkehrsmittel nutzen, sieht das ganz anders aus. Aus dem Freilichtmuseum werden Klagen laut, dass es besonders für Schulklassen immer schwieriger wird, auf einigermaßen direktem und vor allem auch bezahlbarem Weg zur Villa rustica zu gelangen.

Für Eltern kaum bezahlbar

„Vor Jahren war es besser und wir leiden, was es den Besuch von Schulklassen aus dem gesamten Raum Baden-Württemberg angeht, wegen der miserablen und zumeist unpünktlichen Bahnverbindungen nach Hechingen und der weiteren Verbindung mit Bussen nach Stein“, teilen die Museumsmacher mit. Erschwerend hinzu komme, dass Busse für eine Fahrt und die Verweildauer für mehrere Stunden von den Eltern kaum noch zu bezahlen seien. „Von Stuttgart bis Tübingen funktioniert das System noch einigermaßen, die Verbindung in die ‚Provinz‘ muss aus meiner Sicht als mehr als mangelhaft bezeichnet werden“, konstatiert der Fördervereinsvorsitzende Gerd Schollian.

So müssen er und sein Team fast täglich Stornierungen fest gebuchter Termine empört reagierender Lehrkräfte aus dem ganzen Land entgegennehmen. Und diese nehmen weiter zu.

Lehrer bedauern Absagen

Als Beispiel weist Schollian auf die E-Mail, einer Lehrerin aus dem Stuttgarter Raum, die das Museum in diesen Tagen erreicht hat. Hier heißt es unter anderem „Ich bin untröstlich, muss aber den Besuch im Freilichtmuseum Stein leider absagen. Wir haben keinen Bus zu einem angemessenen Preis bekommen (über 1000 Euro für nicht mal den ganzen Tag). Zudem ist die Bahnverbindung so haarsträubend, dass mir sogar der Mitarbeiter der Bahn gesagt hat, dass er es nicht wagen würde, mit 48 Sechstklässlern dorthin zu reisen. Wir haben uns nun schweren Herzens entschieden, den Besuch in ihrer herrlichen Anlage abzusagen. Vor allem der Rückweg wäre sehr riskant, sodass ich Sorge habe, dass wir irgendwo stranden, weil wir den Anschluss nicht bekommen.“

So und ähnliches höre man das in letzter Zeit vermehrt. Und genau das führt im Freilichtmuseum zu organisatorischen Umplanungen für die Führungskräfte und nicht zuletzt zu nicht unerheblichen finanziellen Verlusten.

Um die fest eingeplanten Termine für ihre Geschichtsunterrichtsstunden einigermaßen einhalten zu können, reisen immer mehr Lehrkräfte mit Privatfahrzeugen an. Insgesamt, so Schollian, ein trauriges Bild!