Rathaussturm Rangendingen: „Make Love, not Fasnet“

Jetzt geht's ab! Die Narren haben auch in Rangendingen das Regiment im Rathaus übernommen. Bürgermeister Manfred Haug (zweiter von rechts) konnte nur noch eins tun, ihnen den gebackenen Schlüssel übergeben.
Alexander Kauffmann- Narren übernehmen am Schmotzigen das Rathaus in Rangendingen mit Hippie-Motto.
- Bürgermeister Manfred Haug übergibt den gebackenen Schlüssel an die Narren.
- Närrischer Spott: Kritik am Rathausbau, Witze von Jägen und Hexen.
- Symbolische „Rutenschläge“ für André Schneider und Hansi Schilling sorgen für Lacher.
- Rathaus-Hippies dichten Jürgen-Drews-Song um.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Schlüssel raus! Rathaus her!“, schmettert Hansi Schilling am Schmotzigen in Rangendingen. „Heute gilt kein Paragraf“ mehr, denn nun haben die Narren das Sagen. Und natürlich durfte der närrische Spott nicht fehlen. Mithilfe der Hexen würde das Rathaus doch viel schneller fertig werden, ruft André Schneider. Tatsächlich haben Narren und Rathausteam dieses Jahr erneut im Gemeindehaus gefeiert. Und ja, auch Schilling und Schneider sind nicht ohne den närrischen Schmerz davongekommen.
Dafür wusste Bürgermeister Manfred Haug schon zu sorgen. Adressiert an die Hauburg-Band, an die „einzigen Aufrechten im hohenzollerischen Land“: „Auch wenn der Nikolaus schon lange nicht mehr präsent, brauche ich von euch einen Assistenten, der mir hilft, dass den beiden hier der Hintern brennt.“ Einer der Musiker hat sich bereiterklärt, und er durfte dieses Mal nicht mit Tönen für Stimmung sorgen, sondern erhielt unverhofft eine Rute.
Von den Hippies gibt's die Rute
Was tun damit? Haug zu Schneider und Schilling: „Aus erzieherischen Gründen erhaltet ihr nun beide Rutenschläge, was euch verbindet, aber nicht, dass ihr Perversen noch Gefallen daran findet.“ Lachen im Publikum. Glück für die beiden Narren: Die Schläge waren freilich nur angedeutet – und beide wussten sich über diesen Scherz bestens zu amüsieren.
Das Motto des Rathausteams dieses Jahr: „Make Love, not Fasnet“ – dafür zeigten sie sich in ihren Hippie-Verkleidungen dann aber doch gewohnt närrisch zur fünften Jahreszeit. Und die Scherze von Jägen und Hexen dürften eine recht willkommene Steilvorlage für Oberhippie Manfred Haug gewesen sein. Er wusste darauf so zu reimen: „Kritik gab es am Rathausbau und den Entscheidungen der Gemeinde, damit macht man sich im Rathaus Feinde.“ Und er scherzt: „Man sieht doch an den schrägen Gestalten hier was passiert, wenn man zu viel auf der Fasnet rumvegetiert“ – Lachen tönt unter den Zuschauern.
Rathaus-Chor besingt das Parkverbot
Am Ende konnte Haug nicht mehr anders: Er hat den Narren unter den Klängen der Hauburg-Band den gebackenen Schlüssel zum Rathaus übergeben. Damit aber nicht genug, denn auf dem Platz hinter dem Rathaus ging es munter weiter. Nicht nur mit Brezeln und Sekt zum Anstoßen auf die Fasnet, die Rathaus-Hippies haben auch ein Lied des Schlagersängers Jürgen Drews umgedichtet.
Und welches Thema eignet sich dafür besser als das Halteverbot an der Haigerlocher Straße? Ja, das dachten sich die Hippies sicher auch. Der Rathaus-Chor: „I stand auf's Trottoir, i woiß des derf ma itt / Dazua verkehrt rom, des nemm i auch noh mit / Laut euch doch itt so om, des dauret bloß g'schwend / Na ben i fertig“. Und im Refrain heißt es in Anspielung auf die Parkverbotsschilder: „Des gilt für mi itt, des sieh i gar itt ei / I dur was i will s'ischt schau äll'weil so gesei / Der Scheiß juckt mi itt“.
Fröhlich ging es zu auf dem Platz hinter dem Rathaus, geboten war ein kurzweiliges Programm. Auch vom Regen und den tief hängenden Wolken haben sich die Narren nicht beeindrucken lassen – ihnen waren die närrischen Sonnenstrahlen gewogen.









