Protest in Tübingen
: Klima-Aktivistinnen seilen sich an Fassade des Regierungspräsidiums ab

Eine aufsehenerregende Protestaktion gab es am Donnerstagmorgen in Tübingen: Junge Klima-Aktivistinnen seilten sich am Gebäude des Regierungspräsidiums ab und brachten Banner für die Verkehrswende an.
Von
swp
Tübingen
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Für die Verkehrswende protestierten Aktivistinnen in Tübingen.

SWP-Archiv (Symbolfoto)

Zwei Frauen im Alter von 20 und 22 Jahren, so meldet die Polizei, sind am Donnerstagvormittag vorübergehend festgenommen worden, nachdem sie sich gegen 7.30 Uhr widerrechtlich über die Fluchttreppe Zutritt zum Dach des Regierungspräsidiums Tübingen in der Konrad-Adenauer-Straße verschafft und ein für eine Verkehrswende werbendes Banner an der Fassade auf Höhe des vierten Stockwerks angebracht hatten.

Feuerwehr setzt die Drehleiter ein

Die 22-Jährige, die sich teilweise an der Gebäudefassade abgeseilt hatte, wurde von der Feuerwehr gesichert und mit einer Drehleiter heruntergebracht. Die 20-Jährige wurde auf dem Dach angetroffen. „Beide“, so heißt es, „wurden zur Feststellung ihrer Personalien zum Polizeirevier gebracht“.

RP stellt keinen Strafantrag

Erste Ermittlungen wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung (mutmaßlich wurde eine Jalousie beschädigt) hat die Polizei eingeleitet. Nachdem das Regierungspräsidium auf einen Strafantrag verzichtet hat, wurden die beiden Frauen auf freien Fuß entlassen.

Kurz davor hatten sich etwa 15 Personen versammelt, um gegen die polizeilichen Maßnahmen zu protestieren. „Diese Versammlung verlief friedlich und war kurz nach 12.45 Uhr beendet“, meldet die Polizei.