Polizei Sigmaringen
: Nach Angriff auf Beamte – Tatverdächtiger sitzt in Haft

Der 41-jährige Marokkaner hatte einem Polizisten im Zuge einer größeren Auseinandersetzung einen Kopfstoß versetzt.
Von
Matthias Badura
Sigmaringen
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Bei seiner Festnahme im Januar 2022 in Frankfurt (Oder) wehrte sich der Angeklagte mit Fußtritten und Kopfnüssen. (Symbolbild)

ILLUSTRATION - Gestellte Szene einer Festnahme durch Polizisten. (zu dpa «Migrationsbeiräte kritisieren «Rassismus» in den Sicherheitsbehörden») +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Mann, der im Verdacht steht, in der Landeserstaufnahme Sigmaringen einen Polizisten verletzt zu haben, sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Carsten Rehder/dpa
  • Ein 41-jähriger Marokkaner sitzt in Untersuchungshaft wegen eines Angriffs auf einen Polizisten.
  • Am 6. Mai kam es in der Landeserstaufnahmeeinrichtung Sigmaringen zu einem Streit und Tumult.
  • Vier Aggressoren wurden festgenommen und medizinisch überwacht.
  • Die Polizei wurde später erneut zu einer Schlägerei gerufen, bei der vier Männer leicht verletzt wurden.
  • Ermittlungen sind gegen alle Beteiligten eingeleitet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung, LEA, Sigmaringen am 6. Mai, sitzt ein 41-jähriger Tatverdächtiger zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

Dem Tatverdächtigen wird zur Last gelegt, er habe unter anderem einen Polizeibeamten an dem Abend mittels eines Kopfstoßes angegriffen und leicht verletzt. Aufgrund der Gesamtumstände wurde daraufhin von der Staatsanwaltschaft Hechingen beim zuständigen Amtsgericht ein Untersuchungshaftbefehl beantragt und am 8. Mai auch erlassen.

Festnahme in Sigmaringen

Die Ermittlungsgruppe Asyl des Polizeireviers Sigmaringen nahm den Tatverdächtigen daraufhin am Nachmittag des vergangenen Donnerstags im Stadtgebiet Sigmaringen vorläufig fest. Er wurde am Freitag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Seither sitzt der 41-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt ein.

Auslöser war ein Krawall in der Erstaufnahme

An dem 6. Mai war es den polizeilichen Ermittlungen zufolge kurz vor 22 Uhr aus bislang nicht geklärtem Grund zunächst zu einem Streit zweier Männer gekommen. In dessen Verlauf solidarisierten sich rund zwei Dutzend weitere Bewohner mit den Parteien.

Nach Intervention durch den Sicherheitsdienst und die hinzugezogenen Polizeistreifen gegen die hochaggressiven, größtenteils alkoholisierten und augenscheinlich teils auch unter Betäubungsmitteleinfluss stehenden Beteiligten wurden vier der Aggressoren in polizeilichen Gewahrsam genommen. Hierbei kam es zu dem tätlichen Angriff mittels Kopfstoß gegen einen Beamten sowie zu weiteren versuchten Angriffen, Widerstandshandlungen sowie Beleidigungen.

Sowohl der angegriffene Beamte als auch ein Teil der Beteiligten wurde im Zuge des Tumults leicht verletzt. Aufgrund der teils massiven Auswirkungen der Alkoholisierungen wurden die vier in Gewahrsam genommenen Personen letztlich zur medizinischen Überwachung in ein Krankenhaus eingeliefert und entsprechende Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet.

Gegen 23.15 Uhr wurde die Polizei an dem Abend dann zu einer erneuten Schlägerei auf dem Gelände der LEA alarmiert. Hier war es den bisherigen Erkenntnissen zufolge zum Disput zwischen vier Männern gekommen, der schließlich in Handgreiflichkeiten gipfelte, durch die alle Beteiligten leicht verletzt wurden. Auch hier wurden die vier Personen in Gewahrsam genommen und mussten den Rest der Nacht in den Gewahrsamseinrichtungen der umliegenden Polizeireviere verbringen. Gegen das Quartett wird ebenfalls ermittelt.