Ostereier-Ausstellung in Haigerloch
: Jedes filigrane Ei ein Unikat

Die 36. Haigerlocher Ostereier-Ausstellung ließ den Frühling in die Herzen der Gäste einziehen. Erstmals war sie im evangelischen Gemeindehaus zu sehen.
Von
Wilfried Selinka
Haigerloch
Jetzt in der App anhören
Kleinkunst auf filigraner Schale: Vielfältig in Ideenreichtum und Motiven war die 36. Haigerlocher Ostereier-Ausstellung, in diesem Jahr erstmals im evangelischen Gemeindehaus.

Kleinkunst auf filigraner Schale: Vielfältig in Ideenreichtum und Motiven war die 36. Haigerlocher Ostereier-Ausstellung, in diesem Jahr erstmals im evangelischen Gemeindehaus.

Wilfried Selinka
Die 36. Haigerlocher Ostereierausstellung fand erstmals im evangelischen Gemeindehaus statt. Initiator Hermann-Joseph Speier und seine Frau Elisabeth Rebmann-Speier präsentierten filigrane Ostereier und Kunsthandwerk von verschiedenen Künstlern. Neue Künstlerinnen wie Sofia Hallmayer und Bettina Bräuning bereicherten die Ausstellung. Bewirtung erfolgte durch den Frauenchor Zollernalb.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Über das Wochenende lockte bei bestem Frühlingswetter die zur Tradition und einer Institution gewordenen Ostereier-Ausstellung nach Haigerloch. Allerdings erstmals nicht in den schnuckeligen Räumen der „Schwarzen Treppe“, sondern im wenige hundert Meter entfernten evangelischen Gemeindehaus. Doch auch hier freuten sich viele treue, aber auch viele neue Besucherinnen und Besucher im großen Raum auf über ein Wiedersehen und natürlich über filigrane Kunst. Geboten wurden unzählige, mit viel Liebe zum Detail gestaltete Ostereier sowie weiteres österliches Kunsthandwerk.

Initiator ist Hermann-Joseph Speier

Nicht nur der Himmel strahlte, sondern auch die zahlreichen Gäste hatten leuchtende Augen angesichts der Farbenpracht und zollten den Eierkünstlern Anerkennung für die Kreativität und Sorgfalt, Geduld und Hingabe, denn jede filigrane Osterkunst ist ein Unikat. So sah man bekannte Gesichter an den Ausstellungstischen. Nicht fehlen durfte natürlich Galeristin Elisabeth Rebmann-Speier, die ihren Mann Hermann-Joseph Speier vertrat, der es sich aber nicht nehmen ließ, der Ausstellung als Initiator einen Besuch abzustatten.

Vertreten sind auch in diesem Jahr wieder alle kunsthandwerklichen Techniken, wie Ätzen, Kratzen, Batik, Wachsauftrag, Applikationen mit Stroh und Filz. Auch die Motive mit Blumen, Vögeln, Tieren, Landschaften, den verschiedensten religiösen Motiven, mit dem Ei als Symbol für Schöpfung und Leben sind vielfältig.

Faszinierende Techniken

Neue Ideenvielfalt macht sich aber auch breit auf großen Straußeneiern, Gans-, Hühner- und sogar kleinen Wachteleiern. Eier in Porzellan und Keramik sowie umhäkelte Exemplare vervollständigten das vielfältige Angebot.

Die Besucherinnen und Besucher, darunter viele Stammgäste, ließen sich von den frühlingshaften Ausstellungsobjekten in den Bann ziehen.

Die Besucherinnen und Besucher, darunter viele Stammgäste, ließen sich von den frühlingshaften Ausstellungsobjekten in den Bann ziehen.

Wilfried Selinka

Zu den schon seit vielen Jahren Ausstellenden gehören Rose-Florence Allegri, Arlesheim/Schweiz, mit Porzellanmalerei, Pernille Jörgensen, Haigerloch, mit Draht- und Textiltechnik und Letitia Orsivschi-Heiser, Haigerloch/Rumänien, mit Wachs- und Batiktechnik. Für weiteres internationales Flair sorgen Mária Hrabovská und Juraj Seemann aus Tschechien.

Zwei neue Künstlerinnen

Aber auch die Ostereier und der Osterschmuck von Inge Bentin, Salzhausen, Monika Müller, Bietenhausen, Margarete Schon, Sulz-Fischingen, Gisela Fuchs, Ellwangen, Waltraud Edele, Hechingen-Boll, Ursula Lehmann, Albstadt, Stephanie Schneider, Balingen, und Marianne Wilkens, Balingen. Letztere serviert seit Jahren ihre bunten Kratzeiern mach alter oberschlesischer Technik. Die Eier und der Osterschmuck der beiden neuen Künstlerinnen Sofia Hallmayer, Rangendingen, und Bettina Bräuning sind ebenfalls wunderschön und gehören inzwischen zu beliebten Sammlerobjekten.

Die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen erfolgte auch in diesem Jahr wieder durch die Sängerinnen Frauenchores Zollernalb, und zwar im Untergeschoss des evangelischen Gemeindehauses.