Open-Air-Kino
: Wunderbarer Abschluss! Pippi lässt böse Buben durch die Luft wirbeln

Der letzte Abend der Filmreihe im Hechinger Freibad wurde mit dem Klassiker „Pippi in Taka-Tuka-Land“ zum Erlebnis – auch für große Besucher. Mit Bildergalerie
Von
Matthias Badura
Hechingen
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Open Air Kino Hechingen Pippi Langstrumpf

Haben Sie, verehrte Leserinnen und Leser, schon einmal einen so gepflegten Pippi-Langstrumpf-Schnurbart gesehen? Das gab natürlich auch für ihn freien Eintritt zum letzten Abend der Hechinger Open-Air-Kinoreihe auf dem Freibadgelände.

Matthias Badura
  • Open-Air-Kino im Hechinger Freibad endete mit „Pippi in Taka-Tuka-Land“ und 400 Zuschauern.
  • Nostalgischer Film begeisterte Kinder und Erwachsene trotz einfacher Effekte.
  • Besucher im Pippi-Outfit erhielten freien Eintritt; lange Schlangen vor Beginn.
  • Erfolgreichster Abend war der „Gourmet-Abend“ mit 800 Gästen und „Die nackte Kanone“.
  • Open-Air-Kino 2024 geplant; auch Burg Hohenzollern zeigt Filme im August.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Pippi Langstrumpf in Taka-Tuka-Land“ als krönender Abschluss und Familienabend der Open-Air-Kinoreihe im Hechinger Freibad. Würde das funktionieren? Der Streifen gelangte 1971 als Kinderfilm in die Nachmittagskinos. Viele längst Erwachsene und inzwischen Eltern und sogar Großeltern sahen ihn damals oder in den Jahrzehnten danach – und hegen zärtliche Erinnerungen daran. Aber welchen Eindruck würde der Streifen beim Wiedersehen nach so langer Zeit vermitteln?

  • Open-Air-Kinosommer Hechingen Abschluss Pippi Langstrumpf

    Gleich drei Pippi Langstrümpfe am Ausschank der Cocktailbar – das freute Pappa Efraim Langstrumpf natürlich.

    Matthias Badura
  • Open-Air-Kinosommer Hechingen Abschluss Pippi Langstrumpf

    Auch der originale Limonaden-Baum aus den Pippi-Geschichten fand sich auf dem Freibadgelände. (Hergestellt von der Zimmerei Jörg Bogenschütz, Ringingen; bestückt von den Imnauer Mineralquellen.)

    Matthias Badura
  • Open-Air-Kinosommer Hechingen Abschluss Pippi Langstrumpf

    Ein Prösterchen auf das bevorstehende Filmereignis.

    Badura
  • Open-Air-Kinosommer Hechingen Abschluss Pippi Langstrumpf

    Auch für diese junge Besucherin hielt der Baum noch eine Limonade bereit – aber der Vorrat ging sowieso nicht aus.

    Badura
  • Open-Air-Kinosommer Hechingen Abschluss Pippi Langstrumpf

    Wo ist denn bloß die Pippi-Langstrumpf-Fasnetsperücke geblieben? Fort? Na, da bastelt man eben aus der rot-orangenen Federboa, die noch in der Klamottenkiste liegt, schnell eine neue. Auch das wurde an der Kasse lächelnd mit freiem Einlass quittiert.

    Badura
  • Open-Air-Kinosommer Hechingen Abschluss Pippi Langstrumpf

    Die wunderbar bezopften Damen und Herren auf dem Bild kommen aus Feldhausen und sind Open-Air-Kinosommer-Fans.

    Badura
  • Open-Air-Kinosommer Hechingen Abschluss Pippi Langstrumpf

    Nochmals eine Szene vom Einlass. Alle wollen Taka-Tuka-Land rechtzeitig erreichen.

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  • Open-Air-Kinosommer Hechingen Abschluss Pippi Langstrumpf

    Gespannte Gesichter wird das superstarke Mädchen mit den Seeräubern fertig und kann den Vater befreien?

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  • Open-Air-Kinosommer Hechingen Abschluss Pippi Langstrumpf

    Open-Air-Kinosommer Hechingen: Abschluss mit dem Klassiker Pippi Langstrumpf in Taka-Tuka-Land.

    Badura
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Und die Kinder? Die sind heute rasende Filmsequenzen und perfekte digitale Animation gewöhnt. (Die Filmvorschau von Bibi Blocksberg, der bald in die Kinos kommt, gab eine Vorstellung davon.)

Tatsächlich wirken die Trickaufnahmen der Piratenschiffe und andere Szenen, ja: primitiv. Fast lächerlich primitiv! Und dennoch ist Pippi in Taka-Tuka-Land, wie sich herausstellte, ein wunderschöner Film geblieben, den man sich auch als gereifter Mensch mit einem nostalgischen Lächeln im Gesicht nochmals ansehen kann. Was die Kinder in den Reihen vor der Großleinwand anging? Die lachten und quietschen fortwährend, wenn es das Mädchen mit den roten Zöpfen, das vor nichts Angst hat, mit Bösewichten aufnahm und schlimme Jungs wie den Messerjocke oder den Blutsvente mit ihren Bärenkräften durch die Luft segeln ließ.

Zöpfchen an der Mütze

Rund 400 kleine und große Zuschauerinnen und Zuschauer dürften den Spaß am Dienstagabend miterlebt haben. Die allermeisten brauchten keinen Eintritt zu bezahlen, weil sie im Pippi-Outfit an der Kasse vorsprachen. Da genügten schon Zöpfchen an der Mütze, um die Kontrolleure am Einlass großzügig zu stimmen.

Letzter Abend Open Air Kino Hechingen

Schon mehr als eine halbe Stunden standen die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher Schlange vor dem Freibadgelände. Im Gepäck wärmende Decken für die zu erwartende Abendkühle.

Matthias Badura

Kinobetreiber Ralf Merkel zog angesichts dieses letzten Abends der diesjährigen Filmreihe ein zufriedenes Fazit. „Heute dürften wir die 4000-Besucher-Marke geknackt haben“, meinte er. Freilich kein Vergleich zu Spitzensommern, in denen man insgesamt bis zu 7000 Kinofans zählte. Aber nicht ganz schlecht, wenn man das miserable Wetter der vergangenen Tage und Wochen bedenkt.

Zuerst an Bud Spencer gedacht

Wie kam er auf den Gedanken, zum Abschluss ausgerechnet Pippi in Taka-Tuka-Land vorzuführen? „Ich habe nach einem lustigen Familien-Film gesucht. Ich dachte zuerst an irgendwas mit Bud Spencer, dann habe ich zufällig gelesen, dass Autorin Astrid Lindgren vor genau 80 Jahren ihr erstes Pippi-Buch veröffentlichte. Da war für mich alles klar.“

Der erfolgreichste Abend dieser Saison? Wie aufgrund aller Erfahrung nicht anders zu erwarten, handelt es sich erneut um den Gourmet-Abend, an dem dieses Mal „Die nackte Kanone“ gezeigt wurde. Wie die SÜDWEST PRESSE berichtet, versammelten sich dazu 800 Gäste auf dem Freibad-Gelände. Mit der Wahl der „nackten Kanone“ ist Merkel im Nachhinein nicht ganz glücklich.  Er hatte zunächst mit dem „Pinguin meines Lebens“ geliebäugelt. „Ein wahnsinnig toller Film. Aber der endet traurig, das geht an so einem Abend nicht.“ Was beim Gourmettreff 2026 gespielt wird, steht hingegen fest: „Steckerlfischfiasko“ – der neue Eberhoferkrimi, zu dem jetzt Tage die Dreharbeiten beginnen.

Damit erübrigt sich eine weitere Frage: Findet denn im kommenden Jahr erneut ein Open-Air-Kinosommer im Hechinger Freibad statt? „Na klar“, beantwortet Merkel sie trotzdem. Bei richtiger Zählung dürfte es der 16. sein. Viele freuen sich jetzt schon drarauf.

Open-Air-Kino auf der Burg Hohenzollern

Besonderes Ambiente Sie haben das Open-Air-Kino auf dem Hechinger Freibad-Gelände verpasst? Bis vor zwei Jahren wurde die komplette Reihe jeweils nochmals in Gammertingen gespielt. Doch die dortige Stadtverwaltung hat die Veranstaltung inzwischen abgeschafft. Es gibt dennoch eine Möglichkeit, ausgewählt gute Filme unter freiem Himmel und in einem  besonderen Ambiente erleben zu können: Das Open-Air-Kino auf der Burg Hohenzollern, ebenfalls bestückt von Ralf Merkel und seinem Team, hier in Kooperation mit der Burgverwaltung.

Zwei Termine Gezeigt wird auf der Burg am Freitag, 22. August, „Cranko“ in Anwesenheit von Regisseur Joachim Lang. Am Samstag, 23. August, gibt es eine Doppelfilmnacht mit zwei Werken des französischen Regisseurs Eric Besnard. Zunächst „Louise und die Schule der Freiheit“, im Anschluss nach der Pause: „Die einfachen Dinge“. Karten erhält man online unter zollernalb-kinos.de.

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