Obertorplatz Hechingen: Keine Sache der Freien Wähler allein: CDU sieht sich durch Stadt gut vertreten

Der Verkauf von fünf Gebäuden an der Ostseite des Hechinger Obertorplatzes sei die Sache aller Fraktionen, hat die CDU am Dienstagabend im Gemeinderat klargestellt. Vor Wochenfrist hatten die Freien Wähler verlangt, aufs Tempo zu drücken.
Hardy Kromer- Verkauf von fünf Gebäuden am Obertorplatz in Hechingen betrifft alle Fraktionen, klärt die CDU.
- CDU betont, Stadt sei aktiv: Kontakt mit Insolvenzverwalter und Kreisbau vorhanden.
- Freie Wähler forderten schnellere Entscheidungen – CDU mahnt zu mehr Miteinander.
- Kreisbau Hechingen interessiert an Einzelobjekten, nicht am Gesamtpaket.
- CDU sieht keinen Anlass für Aktionismus und ruft zu kollegialer Zusammenarbeit auf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Egal, ob die Kreisbaugenossenschaft nur an einzelnen Gebäuden Kaufinteresse hat, oder vielleicht doch das Gesamtpaket nehmen würde. Irgendwie könnte der erhoffte neue Schwung am Hechinger Obertorplatz vielleicht ein bisschen mit den Freien Wählern in Verbindung bleiben. Das will insbesondere die CDU-Fraktion verhindern. Im Gemeinderat gab es eine Erklärung.
Wie berichtet, gab es im Verwaltungsausschuss des Gemeinderates vor einer Woche ein kleineres Scharmützel zwischen den Freien Wählern und der Verwaltungsspitze. Stadtrat Klaus Jetter pochte unter dem Punkt „Verschiedenes“ darauf, dass sich die Stadtverwaltung in den Verkauf von fünf Obertorplatz-Gebäuden der EJL Stadtentwicklung GmbH „proaktiv“ einmischen solle. Im selben Zuge gab es durch einen Fraktionskollegen die Information aus nicht öffentlicher Runde, dass die Kreisbau Hechingen Interesse haben könnte. Die Wohnungsbaugenossenschaft hat dies gegenüber der HZ bestätigt. Allerdings will man derzeit wohl nicht das Häuser-Quintett übernehmen, sondern nur ausgewählte Häuser. Der Insolvenzverwalter will selbstredend das gesamte Paket loswerden.
Nur kein falscher Eindruck!
Loswerden will man im Hechinger Gemeinderat ebenfalls etwas: den möglichen Eindruck, dass der Obertorplatz vor allem Sache der Freien Wähler sein könnte. Weil die es waren, über die nach der Ausschusssitzung größer berichtet wurde. Muss man anmerken, dass der Bürgermeister sich zwar heftig gegen den Eindruck verwahrte, es geschehe nichts, die anderen Fraktionen sich aber komplett ruhig verhielten?
Es reicht, was die Stadt tut, sagt die CDU
Das Schweigen wurde jetzt am Dienstag nachgebessert. CDU-Stadtrat Bernd Zimmermann verlas eine Erklärung, wonach „selbstverständlich auch die CDU und die anderen Fraktionen“ am Wohl des Obertorplatzes interessiert sind. Zimmermann: „Wir freuen uns, dass nach den Jahren des Stillstands frischer Wind herrscht.“ Die Christdemokraten allerdings fühlen sich durch die Stadt ausreichend mitgenommen: Die Erste Beigeordnete stehe im direkten Kontakt mit dem Insolvenzverwalter, Bürgermeister Hahn sitze im Aufsichtsrat der Kreisbau.
Miteinander, kein Vorpreschen
Die Schlussfolgerung im CDU-Papier: Es ist gar nicht nötig, dass die Freien Wähler so vorpreschen. Bernd Zimmermann appellierte an ein konstruktives und kollegiales Miteinander. Die Freien Wähler enthielten sich jeglicher Kommentierung.

