Obertorplatz Hechingen
: Insolvenzverfahren eröffnet: EJL-Gebäude sind ab sofort auf dem Markt

Wird es doch noch etwas mit der schönen, neuen Oberstadt-Welt? Die Sanierung beziehungsweise Neubebauung auf der östlichen Platzseite geht wieder an den Start.
Von
Ernst Klett
Hechingen
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Insgesamt fünf Gebäude auf der östlichen Seite des Hechinger Obertorplatzes sind jetzt wieder zu haben. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der EJL-Stadtentwicklung GmbH ist eröffnet. Der Insolvenzverwalter ist "vorsichtig optimistisch", dass er das Gesamtpaket verkauft bekommt.

Insgesamt fünf Gebäude auf der östlichen Seite des Hechinger Obertorplatzes sind jetzt wieder zu haben. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der EJL-Stadtentwicklung GmbH ist eröffnet. Der Insolvenzverwalter ist "vorsichtig optimistisch", dass er das Gesamtpaket verkauft bekommt.

Ernst Klett
  • Insolvenzverfahren der EJL Stadtentwicklung GmbH eröffnet – fünf Gebäude am Obertorplatz zu verkaufen.
  • Insolvenzverwalter optimistisch: Gesamtverkauf geplant, Einzelverkäufe nur im „Notfall“.
  • Geplante Neubauprojekte aus Wohnungen und Gewerbe scheiterten an städtischen Vorgaben.
  • Gebäude zur Firststraße hin stark sanierungsbedürftig – Abriss wahrscheinlich.
  • Wohnraumbedarf und zentrale Lage machen die Immobilien für Investoren attraktiv.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hier der für viele Millionen Euro neugestaltete Obertorplatz, da eine komplette Häuserzeile, die einem merklichen Sanierungsstau unterliegt. Und das ist teilweise noch vorsichtig ausgedrückt. Nachdem mit den Jahren der Glaube daran, dass durch Neubauten endlich wieder mehr Leben in die Hechinger Oberstadt kommt, immer kleiner geworden ist, kann ab sofort wieder gehofft werden: der Platz neu, die östliche Seite ebenfalls!

Aber bis dahin könnte es noch dauern. Der Insolvenzverwalter führt jetzt die Regie, und Dr. Axel Kulas sagt, er sei „vorsichtig optimistisch“, was die Vermarktung der insgesamt fünf Gebäude am Platz plus der Rückgebäude zur Firststraße hin angeht. Gut, er räumt ein, bei seinem Job grundsätzlich immer positiv gestimmt sein zu müssen.

Im Mai beantragt, jetzt genehmigt

Nachdem Jahr und Tag überhaupt nichts gegangen war, wegen des Verkaufs des ehemaligen Hotel-Restaurants sogar die Verwaltungsrichter involviert waren, und final die teilweise Zwangsversteigerung drohte, kommt nun allem Anschein nach wieder richtig Bewegung in die so schmerzlich vermisste, weitere Belebung des Obertorplatzes. Das Amtsgericht Hechingen hat jetzt die Eröffnung des im Mai beantragten Insolvenzverfahrens über das Vermögen der EJL Stadtentwicklung GmbH genehmigt. Axel Kulas kommentiert, dies sei erwartungsgemäß geschehen. Demnach war beziehungsweise ist noch genügend Insolvenzmasse vorhanden.

In der zweiten Reihe ist auch noch was: Zur Firststraße hin stehen weitere Gebäude, die ebenfalls zum Verkauf stehen. Deren Zustand ist allerdings dergestalt, dass wohl einzig der Abriss ein Thema ist.

In der zweiten Reihe ist auch noch was: Zur Firststraße hin stehen weitere Gebäude, die ebenfalls zum Verkauf stehen. Deren Zustand ist allerdings dergestalt, dass wohl einzig der Abriss ein Thema ist.

Ernst Klett

Jetzt kann der Experte die Gebäude vom ehemaligen Hotel-Restaurant bis zum früheren Verlagshaus zu Geld machen. Parallel dazu können die Gläubiger ihre Forderungen stellen. Um diese zu erfüllen, sollte möglichst schnell ein Käufer gefunden werden. Der Insolvenzverwalter sieht die Chancen so schlecht nicht: Wohnraum wird nach wie vor dringend gesucht, und die Lage mitten in der Stadt am neuen Platz sei gut.

Anfängliche Begeisterung verschwunden

In der Vergangenheit war durch EJL geplant gewesen, einen Neubau-Mix aus Wohnungen und Gewerbeflächen zu erstellen. Stadt und Gemeinderat waren einst und zunächst durchaus begeistert gewesen, doch irgendwann war man auseinander geraten. Die geplanten Gebäude passten nicht zu den Vorstellungen, die man im Rathaus und am Ratstisch zum neuen Obertorplatz hatte. Und seit einer mittleren Ewigkeit ging gar nichts mehr.

Am Stück verkaufen

Alex Kulas hat unbedingt vor, das gesamte Areal am Stück zu veräußern. Das mache den größten Sinn. Ein Investor könne dann Stück um Stück sanieren oder neu bauen. Im „letzten Notfall“ müssten die Gebäude eben einzeln veräußert werden. So weit ist es, nimmt man die Aussagen des Insolvenzverwalters als Grundlage, aber noch lange nicht. Kulas verweist auf „gute Gespräche“, die er bislang schon mit Interessierten geführt habe. Was es jetzt brauche, seien ein Konzept – und Geld.