Oberstadt Hechingen
: Zollernstraße gesperrt: Wie kommt man jetzt zur Kirche?

Jetzt ist kein direktes Durchkommen mehr zwischen Obertorplatz und Domäne. Aber nicht nur für Fahrzeuge bedeutet das Umwege, auch zu Fuß sind anspruchsvolle Umleitungen ausgewiesen.
Von
Ernst Klett
Hechingen
Jetzt in der App anhören
Die Johanneskirche liegt fast zum Greifen nahe, aber ein direktes Durchkommen erlauben die Absperrungen im Rahmen der Zollernstraßensanierung nicht: Auch Fußgänger werden mithilfe etlicher Schilder umgeleitet.

Die Johanneskirche liegt fast zum Greifen nahe, aber ein direktes Durchkommen vom Fürstengarten aus erlauben die Absperrungen im Rahmen der Zollernstraßensanierung nicht: Auch Fußgänger werden seit Montag mithilfe etlicher Schilder umgeleitet.

Ernst Klett
  • Sanierung der Zollernstraße Hechingen beeinträchtigt Verkehr und Fußgängerwege.
  • Vollsperrung zwischen Obertorplatz und Domäne; komplexe Umleitungen.
  • Zugang zur Johanneskirche über Umwege; Fußgänger müssen Schilder beachten.
  • Anwohner genießen ruhigere Osterfeiertage; Verkehr umgeleitet.
  • Bauarbeiten bis Juni, neue Optik und Sitzbänke geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wir wetten darauf, dass die Anwohner im unteren und mittleren Teil der Hechinger Zollernstraße die ruhigsten Osterfeiertage ihres Lebens haben werden. Die Verbindung in Richtung B 27  ist unter der Woche ein lautes Ding, weil viel befahren, und auch an Sonn- und Feiertagen ist Lärm – die Motorradfahrer lassen grüßen. Aber damit ist seit Montag Schluss. Die Holperstrecke wird saniert und ist deshalb komplett blockiert. Ein Durchkommen ist nur möglich für die Anwohner und teilweise für Anlieger. Das ist, man weiß es, ein weites Feld. Anliegen haben kann man viele. Dies gilt vor allem dann, wenn man mit dem Auto auf Strecken unterwegs ist, die eigentlich tabu sind.

Die Stadt Hechingen versucht, den möglichen Abkürzungsverkehr schon draußen vor den Toren Hechingens zu verhindern. Wer aus Richtung Wessingen, B 27 oder Burg daherkommt, wird bereits am Hofgut Domäne gewarnt, dass keine direkte Zufahrt zum Obertorplatz möglich ist. Selig der Ortsfremde, der mit dieser Information etwas anfangen kann. Wir tippen darauf, dass an der Domäne über die Weilheimer Straße geleitet werden soll. Von dort kommt man, wenn nicht gerade Stau an der Einfahrt zur Neustraße ist, ziemlich direkt in die Oberstadt.

Schon weit draußen am Hofgut Domäne wird man darauf aufmerksam gemacht, dass die Zollernstraße gesperrt ist. Durchfahren kann man trotzdem und dann über Heiligkreuz in die Oberstadt. Bequemer sollte es aber über die Weilheimer Straße.

Schon weit draußen am Hofgut Domäne wird man darauf aufmerksam gemacht, dass die Zollernstraße gesperrt ist. Durchfahren kann man trotzdem und dann über Heiligkreuz in die Oberstadt. Bequemer sollte es aber über die Weilheimer Straße.

Gislea Lacher

Tempo 30 an der Schule könnte bleiben

Oder aber man umkurvt, was wohlgemerkt erlaubt ist, die halbseitige Sperrung am Hofgut und biegt vor dem Zollerbolzplatz rechts ab in Richtung Heiligkreuz beziehungsweise Boll. Wenn man die beiden heiklen Einfahrten in die Kreisstraße und Richtung Innenstadt gemeistert hat, geht es über die Heiligkreuzstraße ins Herz der Oberstadt. Beim Gymnasium ist zu beachten, dass dort seit Montag Tempo 30 gilt. Die Bushaltestellen der Zollern- und der Fürstenstraße sind wegen der Baustelle perdu und vor die Schule verlegt worden. Tempo 30 dort könnte man wiederum auch langfristig lassen.

Abkürzungsverkehr unterbunden

Wer meint, er könne sich den Umweg über Heiligkreuz sparen, der beziehungsweise die irrt: Ab dem Bulochweg, also der Straße nach Heiligkreuz und Boll, ist die Zollernstraße nämlich nur noch für Anlieger offen, und das bis zur Straße Am Fürstengarten, die nach links wegführt (stadteinwärts gesehen). Dichtgemacht sind die Einfahrten in die Zollernstraße von Frankstraße, Fürstenstraße und Silberburgstraße. Man stelle sich auch den Abkürzungsverkehr in diesen Wohnstraßen vor, wenn nicht vorgesorgt wäre!

Die Männer vom Bau sind zur Stelle. Zunächst werden an der Zollernstraße offenkundig weitere Untersuchungen des Untergrunds gemacht.

Die Männer vom Bau sind zur Stelle. Zunächst werden an der Zollernstraße offenkundig weitere Untersuchungen des Untergrunds gemacht.

Ernst Klett

Wer nun meint, zumindest als Fußgänger habe man trotz der Vollsperrung freie Bahn, liegt falsch. Zwischen Obertorplatz und dem Abzweig in den Fürstengarten (der selbstredend blockiert ist), sind Absperrungen am laufenden Meter aufgebaut, die den Fußgängerverkehr regeln sollen. Man kommt zwar noch leidlich bequem in die Stadthalle und ins Restaurant „Museum“. Aber weiter entlang der Zollernstraße, das ist gestrichen.

An der jetzt komplett ungenutzten Tiefgarage vorbei, geht es die Treppenstufen hinauf zur Orangerie und dann weiter über den Fürstengarten. Wahlweise nimmt man gleich den Weg durch den Stadtgarten. Aber man achte, wenn am "Museum" vorbeigeht, auf die Lieferservice-Wägele! Wer vom Fürstengarten aus geschwind in die Johanneskirche will, die dort fast zum Greifen nahe ist, muss ebenfalls über die Orangerie, dann aber weiter am „Museum“ vorbei über die Straße (keine Angst, es ist ja gesperrt) zur Zollerschule und über den Schulhof zur Kirche. So kommt man in Bewegung, um anschließend auf der Kirchenbank für längere Zeit Platz zu nehmen.

"Ein Mehrsteinsystem in unterschiedlichen Grautönen" soll die Optik der Zollernstraße künftig beherrschen. Sitzbänke sollen für eine verbesserte Aufenthaltsqualität sorgen, hier vor dem Eingang zur Villa Eugenia.

Nicht wiederzuerkennen: "Ein Mehrsteinsystem in unterschiedlichen Grautönen" soll die Optik der Zollernstraße künftig beherrschen. Sitzbänke sollen für eine verbesserte Aufenthaltsqualität sorgen, hier vor dem Eingang zur Villa Eugenia.

Stadt Hechingen (Visualisierung)

Ob sich samstags und sonntags jedermann und jederfrau an die Umleitungen für Fußgänger halten wird? Wenn an Ostern die Besucherströme zur Johanneskirche einsetzen, wird man es erleben. Unter der Woche empfiehlt sich striktes Einhalten der Gehverbote: Die Bautiger sind sehr wohl schon da und mögen es nicht, wenn man über ihre Baustelle tippelt. Außerdem kann das auch gefährlich sein: Die Umleitungen haben durchaus einen Hintergrund. Bei der Baustelle selbst werden derzeit offenbar noch Untersuchungen des Untergrunds gemacht. Von der sagenhaften Fürstengartenhecke ist seit Montag rein gar nichts mehr übrig. Auch der an der Straße üppig sprießende Bärlauch ist untergepflügt worden.

Ende Juni sieht man mehr

Es soll flott gehen mit der Straßenerneuerung: Der erste Teil des ersten Bauabschnitts soll Ende Juni fertig sein. Dann wird die Vollsperrung bis hinter die Abfahrt in den Fürstengarten verlegt.