Neuer Warnstreik
: SWEG-Verkehr von Mittwoch bis Freitag massiv eingeschränkt

Neben den Bussen sind dieses Mal auch die Züge des Verkehrsbetriebes betroffen. Schüler müssen schauen, wie sie zum Unterricht kommen.
Von
red
Region
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Viele Busse bleiben im Depot - Warnstreik bei der SWEG: ARCHIV - 09.09.2026, Baden-Württemberg, Pforzheim: Das Logo der Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) ist an einem Linienbus angebracht. Bei einem Streik bleiben einige Busse im Depot. (zu dpa: «Warnstreik bei SWEG: Busse bleiben zum Schulstart stehen») Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zuletzt traten bei der SWEG Mitglieder der Gewerkschaft ver.di am 14.  und 15. September in den Warnstreik. Der Busverkehr lag lahm, wovon vor allem Schüler betroffen waren. In dieser Woche legen auch Zugführer die Arbeit nieder.

Bernd Weißbrod/dpa
  • Ver.di ruft von Mittwoch bis Freitag, 30. September bis 2. Oktober, zum Warnstreik auf.
  • Neben Bussen sind auch Züge betroffen – die Strecke Hechingen – Gammertingen fällt voraussichtlich aus.
  • Weitere Einschränkungen möglich: Tübingen – Hechingen – Albstadt – Sigmaringen, Aalen – Ulm, Munderkingen – Ulm.
  • Andere Linien fahren wohl nicht: Gammertingen – Engstingen – Schelklingen sowie Endingen – Gottenheim.
  • Schulbusverkehr am Standort Gammertingen dürfte ausfallen, Ersatzbeförderung ist nicht möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gewerkschaft ver.di hat für Mittwoch bis Freitag, 30. September bis 2. Oktober, die Beschäftigten der SWEG Bus GmbH zum einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Anders als bei den vorangegangenen beiden Warnstreiks im September werden sich auch Mitarbeiter der SWEG Schienenwege GmbH daran beteiligen.

Da der Streikaufruf die Zugleitstelle Gammertingen einbezieht, fahren voraussichtlich keine Züge auf der Strecke Hechingen – Gammertingen. Auch der Zugverkehr anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen ist betroffen, da etwa die Schwäbische Alb-Bahn auf der Strecke Gammertingen – Engstingen – Schelklingen und die DB Regio auf der Strecke Endingen – Gottenheim voraussichtlich nicht fahren kann.

Kein Betrieb in Gammertingen

Weil die SWEG-Bahnbetriebswerkstatt in Gammertingen während des Streiks voraussichtlich nicht anfahrbar sein wird, kann es zudem zu Einschränkungen auf folgenden Strecken kommen: Tübingen – Hechingen – Albstadt – Sigmaringen, Aalen – Ulm und Munderkingen – Ulm. Keine Ausfälle gibt es beim SWEG-Zugverkehr aller Voraussicht nach auf folgenden Strecken: Freiburg – Elzach, Offenburg – Straßburg, Offenburg – Bad Griesbach, Offenburg – Freudenstadt, Hausach – Hornberg, Tübingen – Hechingen – Sigmaringen, Aalen – Ulm.

Im Busbereich ist wiederum der SWEG-Standort Gammertingen betroffen. Es ist mit erheblichen Fahrtausfällen zu rechnen; der Schulbusverkehr wird voraussichtlich ausfallen. Zu Einschränkungen könnte es beim Schienenersatzverkehr auf der Zollern-Alb-Bahn 2 zwischen Gammertingen und Sigmaringen kommen.

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„Ersatzbeförderung“ nicht möglich

„Eine Ersatzbeförderung für die Fahrgäste ist leider nicht möglich. Die SWEG bittet betroffene Fahrgäste daher, auf andere Verkehrsunternehmen und Verkehrsmittel auszuweichen oder den Fahrtwunsch zu verschieben“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Verhärtete Positionen

Die Warnstreiks werden von der SWEG-Konzerngeschäftsführung als „unverhältnismäßig und verantwortungslos“ bezeichnet. Die Gewerkschaft ver.di hält dagegen, dass die SWEG bisher zu keinen Verhandlungen bereit war und allen Aussprachen fern geblieben sei. Die Fahrerinnen und Fahrer der SWEG-Busbetriebe fordern einen Schutz bei betriebsbedingten Kündigungen wegen Neuausschreibungen. Und natürlich geht es auch um Tarifangleichungen.

„Wird auf dem Rücken der Eltern ausgetragen“

Eine Mutter aus Jungingen, die sich in unserer Redaktion meldete, versteht die Positionen beider Seiten, ärgert sich aber darüber, dass die Verhandlungen nicht vorankommen. Ausgetragen werde der Streit (und Streik) letzendlich auf dem Rücken der Kinder und Eltern, die am Mittwoch, Donnerstag und Freitag erneut schauen müssen, wie sie ihre Kinder in die Schule befördern.