Narrentreffen Owingen: Drei tolle „Fuchs-Feitig“ im jubilierenden Aubenga

Narren und Zuschauer so weit das Auge reicht: Im Vordergrund die Bühler Muhrberg Dachse aus der Ortenau.
Wilfried Selinka- Owingen feierte drei Tage lang den 75. Geburtstag der Aubenger Narraverei mit großem Festprogramm.
- Höhepunkte: Jubiläumsball, Dämmerungsumzug mit 54 Gruppen und das 15. Tiermaskentreffen.
- Über 6000 Hästräger und ebenso viele Zuschauer nahmen an den Feierlichkeiten teil.
- Narrenmesse, Umzug und Tiermaskenparade prägten den stimmungsvollen Jubiläumssonntag.
- 20 Besenwirtschaften und Stände sorgten für Verpflegung der Gäste im gesamten Ort.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein grandioses Narrenfest als „Fuchs-Feiertage“ zum 75. Geburtstag veranstaltete der Aubenger Narraverei über das vergangene Wochenende. Begonnen hatte alles mit dem großen Jubiläumsball mit 25 Gastvereinen, die ihr Brauchtum in der närrisch geschmückten Eyachtalhalle präsentierten.
Umzug in der Dämmerung
Nach diesem tollen Auftakt zog am Samstag ein Dämmerungsumzug als Fasnetshöhepunkt des zweiten Tages mit 54 Zünften, Vereinen und Gruppen aus der näheren und weiteren Umgebung mit über 2 500 Hästrägern und Musikanten an ebenso vielen begeisterten Zuschauern vorüber. Dem farbenprächtigem, närrischem Spektakel ging ein Zunftmeisterempfang voraus, bei dem Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut Glückwünsche an die Owinger Füchse und Fuchsgräber übermittelte.

Die Owinger Füchse mit Fuchsbau und Nachwuchs vor der Burg Hohenzollern.
Wilfried SelinkaAm dem über zweistündigen Narrentross bis in die Nacht beteiligten sich Gruppen aus der Nachbarschaft, so aus Rangendingen, Bisingen, Balingen, Empfingen, Fischingen wie auch aus dem Hechinger, Rottenburger, Tübinger und Reutlinger Raum. Die weiteste Reise hatten dabei die Schnägge Clique Düllge aus Lörrach und die Bühler Muhrbergdachse aus der Ortenau. Dem Umzug schloss sich ein buntes närrisches Treiben im ganzen Dorf und in der Eyachtalhalle und dem großen Barzelt an.
Den gestrigen Jubiläumssonntag eröffnete eine Narrenmesse in der alten Jakobuskirche unter dem Motto „Lebensfreude – Dankbarkeit – Gemeinschaft“, die Diakon Ralf Rötzel und Silke Schmocker sowie musikalisch der Owinger Musikverein unter Stephan Riethmüller und der Kirchenchor unter Friedrich Stifel gestalteten.

Die Rangendinger Jägi waren mit ihrem Narrensamen unterwegs.
Wilfried SelinkaViele Närrinnen und Narren waren im Häs erschienen und für alle Anwesenden war diese frohe Wortgottes-Feier eine bereichernde Einstimmung auf den anschließenden stimmungsvollen, närrischen Jubiläumssonntag.
Auch der Bürgermeister gratuliert
Dieser brachte nach dem Gottesdienst einen weiteren Zunftmeisterempfang aller Narrenoberen des großen Jubiläumsumzuges. Dabei durfte Narrenchefin Denise Henne nicht nur die zahlreichen Glückwünsche der 60 am Umzug beteiligten Vereine, Zünfte und Gruppen entgegennehmen, sondern auch solche in launig-närrische Reimform verpackte von Bürgermeister Heiko Lebherz und Ortsvorsteher Karl-Heinz Binder. Für den musikalischen Farbtupfer im Sportheim sorgte die Musikkapelle Owingen. Das bei diesen Empfängen durch die Narrenvereine gespendete Geld kommt dem sozialen Zweck „Kastanienhof - Arbeit in Selbsthilfe“ zu Gute.

Immer ein netter Farbtupfer: Die Bisinger Kirchenmäus.
Wilfried SelinkaFür die zum Jubiläumsumzug angereisten 60 Narrengruppen mit 3500 Hästrägern gab es dann kein Halten mehr. Ebenso viele Gäste überfluteten das närrische „Aubenge“, welche auch gekommen waren, um das 15. Tiermaskentreffen mitzuerleben. Tiermasken haben in der Fasnacht eine lange Tradition. So war gestern Nachmittag in Owingen nicht nur der Bär los, sondern es zogen Füchse, Mäuse, Hasen, Wölfe, Dachse, Esel, Kälber und weiteres Getier im Rhythmus von Musikkapellen, Guggenmusiken und Fanfarenzügen durch die Straßen bis zu Eyachtalhalle.

Mit eine der ältesten Tiermasken in Haigerloch: Die Weildorfer Störche flattern durch Owingen.
Wilfried SelinkaVorneweg natürlich der Aubenger Jubiläumsverein mit seinen Füchsen und Fuchsgräbern, der Fürstengarde und dem Fürstenpaar Pia I. und Luis I. auf ihrem Wagen, alle begleitet vom örtlichen Musikverein. Mit Großaufgebot reihten sich anschließend neun Narrenvereine aus der Gesamtstadt Haigerloch ein, ebenso wie die Narrenzunft Jägi aus Rangendingen oder auch die Nordstetter Geißböck oder die Boller Hasenwdel.
Gäste aus dem Spessart
Natürlich durften auch die Bisinger Nichthuldier und Kirchamäus oder auch die Schlatter Uhus nicht fehlen. Es führt zu weit, alle Zünfte und Vereine aufzuführen, denn alle einte nur eines, gerade mit ihren Tiermasken Kostproben ihres urwüchsigen Fasnetsbrauchtums zu präsentieren. Die weiteste Anreise hatten am Sonntag der Carenvalsverein Spessarter Eber mit ihren Wildschweinen und die Freie Narrenzunft Philiipsburger Geese mit ihren Geißen.

Die Spessarter Wildschweine hatten die weiteste Anreise.
Wilfried Selinka20 Besenwirtschaften und Stände der örtlichen Vereine und von Privatpersonen entlang der Umzugsstrecke und im Ort sorgten für die Bewirtung von Narren und Gästen. In ganz Owingen ging auch am gestrigen Sonntag nach dem Umzug sowohl in der Eyachtalhalle und den vielen anderen Zelten im Ort das närrische Spektakel weiter.

Schön bunt: Das Benner-Rössle mit Treibern aus Seedorf.
Wilfried Selinka
Neugierig spitzen die Obernauer Esel die Ohren.
Wilfried Selinka
Freuen sich über ein gelungenes Jubiläum (von links): Narrenchefin Denise Henne, Ehrenvorsitzender Ludwig Volm und die frühere Vorsitzende Heike Schneck.
Wilfried Selinka
Und die Musik spielt dazu: die Weildorfer Notenquäler.
Wilfried Selinka
Wehe, wenn er losgelassen: der Rangendinger Bär.
Wilfried Selinka