Nachruf auf Kolumban Wannenmacher
: Vom Feldschütz die Liebe zur Natur und zum Obstbau gelernt

Er war ein richtiges Rangendinger Original und eine tragende Säule der Gemeinschaft: geradeheraus und durchsetzungsfähig. Jetzt ist der Träger der Landesehrennadel im Alter von 88 Jahren gestorben.
Von
swp
Rangendingen
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Kolumban Wannenmacher war ein Rangendinger Original und in der weiten Region geschätzt wegen seiner umfassenden Kenntnisse im Obstbau.

Kolumban Wannenmacher war ein Rangendinger Original und in der weiten Region geschätzt wegen seiner umfassenden Kenntnisse im Obstbau. Bekannt war er genauso als Maurermeister und Polier durch seine vielen, vielen erstellten Gebäude.

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  • Kolumban Wannenmacher, ein geschätzter Obstbauer und Maurermeister aus Rangendingen, verstarb mit 88 Jahren.
  • Er war 23 Jahre Kommunalpolitiker, Träger der Landesehrennadel und Ehrenvorsitzender im Obstbauverein.
  • Sein Berufsleben umfasste bedeutende Bauprojekte wie Schulen, Schwimmbäder und Kirchen.
  • Er hinterlässt seine Ehefrau Maria, zwei Kinder, sieben Enkel und drei Urenkel.
  • Die Trauerfeier findet am Freitag um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Gallus statt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Als junger Zeitungsmann in den Rangendinger Gemeinderat entsandt, das hatte was. Bis heute in bester Erinnerung ist seit damals Kolumban Wannenmacher. Insgesamt 23 Jahre war er in seiner Heimatgemeinde Kommunalpolitiker. Auf ihn wurde gehört, und was er am Ratstisch sagte, hatte Gewicht.

Vielfältig engagiert

Aber man bekommt die Ehrenmedaille des Gemeindetages und die Landesehrennadel nicht allein für ehrenamtliche Arbeit als Gemeinderat verliehen. Kolumban Wannenmacher war vielfältig engagiert. Überregional bekannt udn geschätzt war er als Obstbauer. Die Liebe zur Natur hatte ihm sein Onkel Josef Birkle, der Feldschütz in Rangendingen gewesen war, ans Herz gelegt. Von 1985 bis 2000 war er Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins, der ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Auch beim Schützenverein konnte man seit 1952 auf den Maurermeister bauen. Er war Träger der Goldenen Ehrennadel des Deutschen Schützenbundes. Mitglied der Feuerwehr war er seit 1956.

Kolumban Wannenmacher war am 23. Oktober 1937 als Sohn von Stefan und Afra Wannenmacher geboren worden. Das Leben im Kirchgässle war karg. Sonntags gab es eine Bratwurst für die siebenköpfige Familie, und doch war die Kindheit in seiner Erinnerung voller schöner Erlebnisse mit den Geschwistern und Freunden.

Nach dem Besuch der Volksschule in Rangendingen startete Kolumban Wannenmacher mit 14 Jahren in sein Berufsleben bei der Firma Haber, Hobelindustrie, bevor er 1953 zur Baufirma Otto Wolf nach Bechtoldsweiler wechselte und eine Maurerlehre machte. Die Arbeitsbedingungen waren hart, mit Zehnstundentagen und weiten Anfahrtswegen, die mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden.

Ende der 50er-Jahre lernte er seine Frau Anna Maria Wannenmacher, geb. Widmaier näher kennen, die er 1962 kirchlich heiratete. Das Eigenheim in der Kreuzwiese erstand wie damals meistens üblich weitgehend in Eigenleistung unter Mithilfe der Verwandtschaft und Kameraden. 1963 kam die Tochter Elisabeth zur Welt und 1966 sein Sohn Stefan Wannenmacher. 1963 trat er in die Firma Anton Dieringer in Rangendingen ein und wurde schnell zum Vorarbeiter. Er erlebte das starke Wachstum des Unternehmens in den 60er- und 70er-Jahren und schloss 1966 erfolgreich die Meisterschule für Maurer ab.

Lange Liste an Bauprojekten

Die Bilanz seines Arbeitslebens lässt aufhorchen. Dazu zählen öffentliche Gebäude wie die Joachim-Schäfer-Schule in Rangendingen, Schwimmbäder (Bad Imnau, Hechingen), Sport- und Festhallen (Haigerloch, Hirrlingen, Boll) sowie ein Kreiskrankenhaus-Anbau in Hechingen. Außerdem tragen seine Handschrift Kläranlagen, Wasserwerke, Hochbehälter, Brücken und ein Feuerwehrgerätehaus. Hinzu kommen zahlreiche Mehrfamilienhäuser in Hechingen, Tübingen und Bodelshausen, Fabrikhallen (Tubex, Kern), der Umbau des Neuen Schlosses zur Kreissparkasse in Hechingen sowie Kirchenneubauten (Felldorf, Bierlingen) und Kirchenumbauten (Rangendingen) Sein letztes aufgeführtes Projekt war 1999 das Feuerwehrgerätehaus in Haigerloch.

Kolumban Wannenmacher war das letzte noch lebende der fünf Geschwister. Er hinterlässt seine Ehefrau Maria Wannenmacher, zwei Kinder, sieben Enkel und drei Urenkel. Die Trauerfeier ist an diesem Freitag um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Gallus, anschließend folgt die Beisetzung.