Nachruf Hans Pröpster
: Abschied von einem Mann, der das Junginger Gemeindeleben prägte

Hans Pröpster bleibt als Gemeinderat, Vereinsaktivist und Unternehmensgründer in Erinnerung. Die Angehörigen trauern jedoch um den Familienvater.
Von
Matthias Badura
Jungingen/Hohenzollern
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Hans Pröpster Jungingen Nachruf

So konnte man Hans Pröpster erleben, gut gelaunt mit einer „Handorgel“, eventuell auf einer Berghütte oder bei einer Vereinsfeier. Daneben tanzte er gern, war sportlich aktiv, Schwimmer, Schütze, Bergvagabund und nicht zuletzt Gründer der Firma Landschafts- und Gartenbau  Pröpster Jungingen.

Privat
  • Abschied von Hans Pröpster: prägte Jungingen als Rat, Vereinsmann und Unternehmer.
  • Er gründete 1958 ein Blumengeschäft, später Gartenbau Pröpster – heute in 3. Generation.
  • 32 Jahre Gemeinderat, 15 Jahre Stellvertreter, 60 Jahre Totengräber, Träger des Verdienstkreuzes.
  • Familienmensch und Bergfreund, Musiker mit Akkordeon – vier Kinder, sieben Enkel, vier Urenkel.
  • Trauerfeier am 18. September um 12.30 Uhr in der Silvesterkirche – Urnenbeisetzung im Anschluss.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hans Pröpster war ein durchsetzungsfähiger Mensch, einer, der selbst in seinen letzten Lebensjahren, als die körperlichen Kräfte nachließen, nicht still sitzen konnte. Bei Tätigkeiten im Haus und ums Haus verbat er sich jegliche wohlwollende Unterstützung.

Natürlich. Denn, hätte er ohne diese, im innewohnende Energie eine Gärtnerei und später einen gut gehenden Gartenbaubetrieb gründen können?

Der Junginger engagierte sich nicht nur für seinen eigenen Betrieb, sondern ebenso für die Gemeinschaft. Er war Gründungsmitglied der DLRG Jungingen, unterstützte den örtlichen Schützenverein und den Skiclub. Als das Junginger Hallenbad vor der Schließung stand, rief er einen Förderverein ins Leben und rettete damit die Einrichtung vor dem Aus.

Träger des Bundesverdienstkreuzes

32 Jahre amtierte er als Gemeinderat, davon 15 Jahre als stellvertretender Bürgermeister. Er war außerdem 60 Jahre Totengräber von Jungingen und in dieser Eigenschaft auch in Schlatt und Beuren tätig. Für sein Engagement und für die öffentlichen Verdienste, die er sich erworben hat, wurde ihm schließlich das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Seine Angehörigen denken mit berechtigtem Stolz an diese Dinge, doch all das zählt für sie weniger. Für sie bleibt der Vater, Opa, Uropa – sieben Enkel, vier Urenkel – in erster Linie als Familienmensch in Erinnerung. Als einer, der die Kinder und die Enkel mitnahm in seine geliebten Berge zu anspruchsvollen Touren. Ihnen allen vermittelte er die Faszination am Wandern, am Klettern, die Begeisterung für Natur und Sport. Musikliebhaber war er ebenfalls, er besaß mehrere Akkordeons und musizierte gern im Kreis der Familie oder unter Freunden. Dabei spielte er bevorzugt seine Lieblingslieder, etwa den Alten Schäfer oder den Bajazzo.

Geboren wurde Hans Pröpster – Taufname Johann – am 1. September 1935 in Möhringen als zweites von drei Kindern. Die Familie zog 1946 nach Stetten bei Hechingen. Nach der Schule absolvierte der junge Hans Pröpster eine Lehre im Gärtnereibetrieb Maier in Hechingen. Anschließend sah er sich in verschiedenen Betrieben um, so in Murnau, in Neu-Aubing, Pforzheim und Fellbach. Dort schloss er am 24. August 1957 den Bund der Ehe mit „seiner Elly“ (Elisabeth Hantke). Die beiden hatten sich bereits in Neu-Aubing kennengelernt.

Geschäftseröffnung in Jungingen 1958

Am 15. August 1958 eröffnete das Paar in Jungingen ein Blumengeschäft, das man bald zu einer Gärtnerei erweiterte. 1958 kam Sohn Hanspeter zur Welt, 1959 sein Bruder Klaus, 1962 folgte Tochter Christa, 1970 der dritte Sohn Rainer.

Zunächst wohnten Pröpsters zur Miete, doch nachdem der Betrieb florierte und die Familie sich vergrößerte, errichtete man ein eigenes Heim in der Junginger Weilbachstraße und wandelte die Gärtnerei um in einen Landschaftsgartenbau – der heute in der 3. Generation erfolgreich tätig ist. (Die Leitung gab der Gründer 2000 an seine Nachfolger ab. ln der 3. Generation sind heute in dem Unternehmen seine drei Söhne, zwei Enkel und Schwiegertochter Marianne erfolgreich tätig.)

Das 65-jährige Hochzeitsjubiläum der Eheleute Pröpster wurde im Kreise der Familie noch groß gefeiert. Doch am 12. September 2025 starb Elisabeth Pröpster. „Darauf war sein Lebenswille gebrochen, ab da wollte er nicht mehr“, sagt Tochter Christa Grau über den Vater. Der Tod, durch den er „seiner Elly“ folgen konnte, habe er wohl als Erlösung empfunden. Doch ihnen, den Angehörigen, fehle er.

Beerdigung ist am Freitag, 18. September

Die Trauerfeier für Hans Pröpster findet am 18. September um 12.30 Uhr in der Junginger Silvesterkirche statt. Die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof der Killertalgemeinde folgt im Anschluss.