Apollo, der Hund des Hechingers Martin Tolgar Klein, befindet sich weiterhin im Kreis-Tierheim in Tailfingen. Sein Besitzer hat sich bislang nicht auf das am Freitag unterbreitete Angebot der Stadt eingelassen, nämlich eine Erklärung zu unterschreiben, in der er sich verpflichtet, den Hund künftig an der Leine zu führen. Das enttäuscht viele Beobachter. Freunde und Bekannte haben ihm umgehend geraten, die Brücke zu beschreiten, die ihm von der Stadt gebaut wurde. Zumindest am Wochenende stand Klein aber auf dem Standpunkt, man habe ihm Apollo unrechtmäßig weggenommen und müsse ihn wieder herausgeben – Leinenpflicht hin oder her. Gestern hat sich der Leiter des Tierheims, Dr. Günter Wiebusch, in einem Leserbrief an die HZ zu Wort gemeldet. Apollo gehe es im Tierheim gut, schreibt Wiebusch, der zugleich  Vorsitzender des Kreistierschutzvereins ist. Von dem Polizeieinsatz des vergangenen Mittwochs habe der Hund seiner Ansicht nach keine Schäden davongetragen. Als vier ­Beamte – nicht sechs, wie man inzwischen weiß – Klein zur Erzwingungshaft abholen wollten, hatte einer von ihnen Pfefferspray gegen Apollo eingesetzt.
„Selbstverständlich wünschen auch wir ein glückliches Ende, und dass der Aufenthalt von Apollo bei uns so kurz wie möglich gehalten werden kann“, schreibt Wiebusch weiter. Zugleich stellt sich der pensionierte Tierarzt hinter die Hechinger Stadtverwaltung und übt harsche Kritik an Klein: „Was aber von einem Tierbesitzer zu halten ist, der sein Tier doch angeblich liebt, durch starrsinniges Eigenverhalten in unserem Tierheim unnötig verlängert (...) überlasse ich dem Urteilsvermögen allen den Fall objektiv verfolgenden Menschen.“ Klar ist die Lage für Bürgermeister Philipp Hahn: Ohne Bekenntnis zur Leinenpflicht kein Apollo, das bekräftigte er gestern nochmals in einem Telefongespräch mit der HZ. In Hechingen gelte gleiches Recht für alle Bürger. Daher werde die Verwaltung standhaft bleiben.