Musikverein Rangendingen: Ein Feuerwerk an Melodien mit fulminanten Klängen

Das Große Blasorchester des Musikvereins Rangendingen hat seinen zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern ein zauberhaftes Konzerterlebnis beschert.
Antonia Lezerkoss- Das Große Blasorchester des Musikvereins Rangendingen begeistert mit einem virtuosen Konzert.
- Unter der Leitung von Arno Hermann spielten die Musiker Stücke von Satoshi Yagisawa und Otto M. Schwarz.
- Flamenco- und Fandango-Klänge brachten Schwung in die Veranstaltung.
- Im zweiten Teil verzauberte die Musik von John Williams die Zuhörer.
- Das Konzert endete mit einem begeisterten Publikum und einem "Radetzky Marsch".
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als wahrer Publikumsmagnet erwies sich das festliche Konzert, zu dem der Musikverein
Rangendingen in die Festhalle geladen hatte. „Super“ war wohl der häufigste Kommentar nach diesem Abend. Mit einer detailliert gefächerten Palette virtuoser, symphonischer Bläserkunst bestach das Große Blasorchester unter der meisterlichen Stabführung von Arno Hermann und entfaltete dabei den großen Reichtum an Ausdrucksvarianten, die einem Orchester aus Blas- und Percussionsinstrumenten zu Gebote stehen. Machtvolle Fanfarenklänge, furiose Passagen, rhythmische Wechsel und ausgefeilte Dynamik, wohlklingende Phrasen der Hörner und des hohen Blechs, in dessen Klangbett das Holzregister seine virtuosen Spielereien setzte, fesselten ebenso wie Klangreinheit, Exaktheit und die technische Brillanz des Orchesters.
Die Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft - in Musik umgesetzt - bestimmten die kraftvolle, choralartige „Fanfare - The Benefaction from Sky and Mother Earth“ des japanischen Komponisten Satoshi Yagisawa. Das Glanzstück des Konzerts war das mit virtuosen Details gespickte „Spirit of Time“ von Otto M. Schwarz (hierfür erlangte das Orchester bei einem Wertungsspiel im Juni Höchstnoten). Instrumental detailliert und klanglich nuanciert, rasant und voller Energie musizierten die Musiker das anspruchsvolle Stück in perfektem Zusammenspiel und mit scheinbarer Leichtigkeit. Musikalische Feinarbeit prägte dabei die ruhigen, lyrischen Sequenzen.
Flamenco und Fandango
Mit feurigem Spiel voller Brillanz und Schwung zogen die Instrumentalisten unter dem vitalen Dirigat von Arno Hermann „El Camino Real“ aus der Feder von Alfred Reed sowohl solistisch als auch mit großem Orchestervolumen wahrlich alle Register. Aus Flamenco- und Fandango-Klängen, gewürzt mit swingenden Momenten, entstand ein eindrucksvolles Tongemälde. Schlank und elegant gespielt, waren trotz der opulenten Strahlkraft des Orchesters auch zurückhaltende Instrumentengruppen von Piccolo bis Saxophon klar und akzentuiert zu hören. Nicht zu vergessen, die Schlagwerker, die immer wieder besondere Akzente setzten und Rhythmuselemente einbrachten.
Die Musik zum Film
Was wäre die Filmwelt ohne die Soundtracks von John Williams? Im zweiten Teil des Konzerts nahmen Dirigent und Musiker ihr Publikum mit auf eine spannende Reise in die faszinierende Welt des Films: Bei der "Star Wars Saga“ (Arrangeur Stephen Bulla) konnte man in musikalischen Landschaften mit Bläserfanfaren schwelgen. „Highlights of Jurassic Park“ ließ die Zuhörer in die majestätische Welt der prähistorischen Kreaturen eintauchen, und der Weihnachtsklassiker „Kevin allein zu Haus“ (Arrangeur Takashi Hoshide) faszinierte durch zauberhafte Melodien und verspielte Instrumentalisierung.

Unter der meisterlichen Stabführung von Arno Hermann haben auch die einzelnen Register des Rangendinger Orchesters brilliert.
Antonia LezerkossDurch das Konzert des Blasorchesters hatte Wilfried Wild geführt. Mit dem „Radetzky Marsch“ und einem Dirigenten, der mit großem Körpereinsatz die Musik sichtbar lebte und damit das Publikum erfolgreich animierte, den Rhythmus mitzuklatschen endete ein großartiger Konzertabend mit einem spielfreudigen, bestens gestimmten symphonischen Blasorchester.
Die Jugend wieder im Doppelpack
Zum Auftakt hatte die Bühne den Jugendlichen der Juka II Rangendingen-Bietenhausen-Höfendorf gehört, die unter der Leitung von Musikdirektor Arno Hermann und einer gekonnten Werkauswahl ein erfrischend spritziges, musikalisches Klangbild boten. Gleich zu Beginn „rasten“ die Jungmusiker mit „Alpine Adventure“ von Michael Oare mit Schwung und Tempo durch eine Vielzahl an Stimmungen und Stilrichtungen. Spielerisch gelangen die häufigen Taktwechsel, die eher ruhigen, meditativen Passagen des Mittelteils klangen ausgewogen und dynamisch differenziert. Mit frischem Elan, sauberer Intonation und technisch perfekter Spielweise setzten die jungen Musiker die Wetterkapriolen von „To Dance With Storm Clouds“ von Richard L. Saucedo perfekt um und verbreiteten danach mit „Celebration“ übermütige Heiterkeit und pralle Lebensfreude. Die vehement gewünschte Zugabe erfüllten die Jugendlichen, ergänzt durch die „Minis“ der Juka I, mit dem weihnachtllichen „Little Drummer Boy“. Als „Special Guest“ begrüßte Vorsitzende Uta Schoder die spanische Austauschschülerin Aina, die mit lebendigem Geigenspiel die Darbietung bereicherte. Kenntnisreich moderierten Samuel Stehle und Mateo Litzki den Musikvortrag des Nachwuchses.
