Musikschule Burladingen
: Zwei junge Orchester begeistern beim Jubiläumskonzert in Stetten

Junge Bläserphilharmonie Zollernalb und Verbandsjugendorchester Neckar-Alb verliehen dem 50-Jährigen der Jugendmusikschule Burladingen strahlenden Glanz.
Von
Matthias Badura
Burladingen-Stetten
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Doppelkonzert JMS Burladingen Junge Bläserphilharmonie Zollernalb

Tanja Gerblinger gab als Dirigentin des Verbandsjugendblasorchesters Neckar-Alb ihr erstes öffentliches Konzert. Und erhielt mit ihrem Ensemble in Stetten rauschenden Applaus.

Matthias Badura
  • Jubiläum: Die Jugendmusikschule Burladingen feierte 50 Jahre mit Doppelkonzert in Stetten.
  • Ausverkauftes Haus, trotz schwachem Vorverkauf – kein Stuhl blieb frei in der Festhalle.
  • Verbandsjugendorchester Neckar-Alb debütierte mit Dirigentin Tanja Gerblinger und erhielt starken Applaus.
  • Junge Bläserphilharmonie Zollernalb begeisterte unter Jürgen Schnitzler, Finale mit „El Cubanchero“.
  • Am Ende feierten Besucher gemeinsam, der Musikverein Stetten/Hörschwag stuhlte die Halle um.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mickrige zehn bis zwanzig Karten im Vorverkauf hatten beim Leiter der Jugendmusikschule Burladingen (Zollernalbkreis) gewisse Ängste hervorgerufen: Ob zum großen Doppel-Jubiläumskonzert seiner Schule in der Festhalle im Ortsteil Stetten die Sitzreihen leer bleiben würden, so fragte sich Christoph Kolb?

Sie blieben es nicht. Der Abend war ausverkauft, kein Stuhl blieb frei. Die Vorstellung mit der Jungen Bläserphilharmonie Zollernalb und dem Verbandsjugendblasorchesters Neckar-Alb wurde zu einem Triumph. Beide Orchester waren aus Anlass des Jubiläumskonzertes als Gäste gekommen, doch in beiden spielen Angehörige der Jugendmusikschule Burladingen mit. Stettens Ortsvorsteherin Sandra Schäfer, Bürgermeister Davide Licht und Jugendmusikschulleiter Kolb hielten sich nicht lange mit Vorreden auf. Kurz und herzlich begrüßten sie die Gäste und freuten sich, dass so viele gekommen waren, um dem Abend mit ihrer Anwesenheit den Glanz zu verleihen. Einen Glanz, den das Konzert und das 50-jährige Jubiläum der Schule verdienen.

Debut Tanja Gerblingers

Gelungener Einstieg durch die Verbandsjugendorchester Neckar-Alb: Es war ein Einstieg im doppelten Sinne, denn die neue Dirigentin Tanja Geblinger trat als Leiterin mit ihrem Ensemble das erste Mal in einem öffentlichen Konzert auf. Sie scheint die getragenen Töne zu bevorzugen, was sich schon an der Auswahl der Stücke bemerkbar machte: Nach dem festlich-strahlenden Toward the Bright Future, folgten October, Cry of the Last Unicorn (sehr melancholisch), Dragon Flight und How to Drain Your Dragon.

Doppelkonzert JMS Burladingen Junge Bläserphilharmonie Zollernalb

Jürgen Schnitzler, Leiter der Jungen Bläserphilharmonie Zollernalb bot mit seinem Orchester ein atemberaubendes Programm, das in der feurigen Zugabe „El Cubanchero“ gipfelte.

Matthias Badura

In ihrem Dirigat ist Tanja Geblinger zurückhaltend, da ist nichts Überstürztes, nichts Hektisches. Sie lässt die Klänge wirken. Das erforderte hohe Konzentration und Genauigkeit von den jungen Musikerinnen und Musikern, die das durchweg meisterten  – obwohl nicht alle Register voll besetzt waren. Daneben gelangen immer wieder große Effekte im Zusammenklang aller Instrumente. Schwungvoll, schnell und peppig wurde es bei der Zugabe „Don't Stop me Now“ (Queen). Das Verbandsjugendorchester kann also auch anders. Lang anhaltender Applaus und Jauchzen des Publikums beendeten diese letzte Darbietung. (Man hätte durchaus gerne noch eine Zugabe gehört.) Insgesamt beeindruckend. Solch eine Professionalität ist auch bei älteren, erfahreneren Orchestern nicht immer anzutreffen. Dirigentin Gerblinger bedankte sich für den Beifall und freute sich auf kommende Konzerte. Wer dabei war, und gerade auch wer nicht dabei sein konnte, darf sich mit ihr darauf freuen.

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Ein kleiner Abschied

Ein „Abschiedskonzert“ gab die Junge Bläserphilharmonie Zollernalb mit Dirigent Jürgen Schnitzler. Abschied, weil ein Teil der jungen Musiker das Orchester zum Jahresende verlassen wird. Nachfolger dürfen sich bewerben, wie Jürgen Schnitzler sagte. Der Dirigent konferierte selbst humorvoll durch ein, man möchte fast sagen, atemberaubendes Programm: Liberty Fanfare, With Heart and Voice, Vikings: The Legend und El Camino Real. Auch er führte sein Ensemble sicher durch ruhige Passagen der Werke, die sich dann immer wieder mit mächtigem Vollklang abwechselten, der die Halle bis in die letzten Reihen füllte.

Doppelkonzert Jubiläum Jugendmusikschule Burladingen

Jugendschulleiter Christoph Kolb, vordere Reihe rechts neben Bürgermeister Dabide Licht, hatte angesichts eines schleppenden Vorverkaufs ein Besucher-Fiasko befürchtet. Doch die Halle zeigte sich voll besetzt.

Matthias Badura

Glanzstücke? Vielleicht Vikings, ein wildes Stück voller Rhythmen- und Taktwechsel. Aber da wurde nichts verschmiert, nichts verstolpert, der vielfarbige Klangteppich blieb bei aller Wildheit (mit Kriegshorngetön) durchsichtig. Eine bewundernswerte Leistung – des jungen Orchesters! Bravo. Grandioser Schluss: El Cubanchero. Karibisch, feurig, mitreißend brachte es das Ensemble dar. Die Schlagwerker liefen nochmals zu voller Größe auf. Übersetzt bedeutet der Titel etwa: Der Tanz- und Vergnügungssüchtige. Genau dieses Gefühl kam zur Geltung. Es zuckte einem beim Zuhören regelrecht in den Beinen. Nochmals Bravo!

Beisammensein am Schluss

Auch am Schluss keine langen Ansprachen, der Musikverein Stetten/Hörschwag stuhlte die Halle um. Zahlreiche Besucher blieben noch, um den Abend zu feiern und um auf seinen Erfolg anzustoßen. Zugleich auch auf die kommenden 50 Jahre der Burladinger Jugendmusikschule.