Moderne Unfallchirurgie
: Wie das Zollernalb-Klinikum schwere Hüftpfannenbrüche schonender operiert

Nach einem komplexen Hüftpfannenbruch wurde ein über 90-jähriger Patient im Zollernalb-Klinikum Balingen minimalinvasiv operiert. Das Ziel: weniger Schmerzen und schnellere Mobilisation durch innovative Methode.
Von
red/rwe
Balingen
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Mit 90 Jahren war dieser Patient noch aktiv und mobil. Ein Sturz änderte dies. Doch mit einer minimalinvasiven Operation seines komplexen Hüftpfannenbruchs erlangt er nun wieder Mobilität.

Mit 90 Jahren war dieser Patient noch aktiv und mobil. Ein Sturz änderte dies. Doch mit einer minimalinvasiven Operation seines komplexen Hüftpfannenbruchs erlangt er nun wieder Mobilität.

Zollernalb Klinikum
  • Zollernalb-Klinikum Balingen operierte einen über 90-Jährigen minimalinvasiv nach Hüftpfannenbruch.
  • Ziel ist schnelle, sichere Mobilisation – weniger Schmerzen durch schonendes Verfahren.
  • Eingesetzt wurde die NEXOS Pelvis P-Platte über Pararectus-Zugang entlang der Bauchdecke.
  • Ein 3D-Bildwandler prüfte Gelenkform und Implantatlage während des Eingriffs.
  • Die Operation gelang, der Patient wurde mobilisiert und ist inzwischen deutlich schmerzärmer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Sturz auf die Hüfte kann insbesondere für ältere Menschen schwerwiegende Folgen haben. Bei einem Bruch der Hüftpfanne (Azetabulumfraktur) droht ohne operative Versorgung eine längere Immobilität. Diese kann wiederum das Risiko für Komplikationen wie Thrombosen oder Lungenembolien erhöhen. Die Unfallchirurgie am Zollernalb-Klinikum Balingen setzt deshalb, wann immer möglich, auf minimalinvasive Operationsverfahren mit dem Ziel, Patienten möglichst schnell wieder zu mobilisieren.

Frauen sind häufiger von Osteoporose betroffen

Ein derartiger Bruch findet zwar häufiger bei älteren Patientinnen und Patienten statt, da deren abnehmende Knochendichte dazu führen kann, dass aufgrund von Stürzen generell schneller Brüche die Folge sind, doch können auch jüngere Personen davon betroffen sein. Gründe dafür sind beispielsweise Auto- und Motorradunfälle oder auch Stürze. Gerade Frauen sind im Alter von Osteoporose betroffen, weil das weibliche Hormon Östrogen in den Wechseljahren deutlich zurückgeht und so den Knochenabbau beschleunigt. Unabhängig vom Geschlecht helfen Krafttraining dabei, die Muskulatur zu stärken, und eine kalziumreiche Ernährung solchen Brüchen vorzubeugen.

Kommt es dennoch zum Bruch muss meist operiert werden. Kürzlich wurde ein über 90-jähriger Patient, der vor seinem Sturz noch aktiv und mobil war, aufgrund eines komplexen Hüftpfannenbruchs erfolgreich im Zollernalb-Klinikum minimalinvasiv operiert. Zum Einsatz kam dabei eine spezielle Beckenplatte, die sich insbesondere für Frakturen eignet, bei denen sich Teile der Hüftpfanne nach innen in das Becken verschoben haben.

„Unser Ziel ist es, gerade bei älteren Patienten eine möglichst schnelle und sichere Mobilisation zu ermöglichen. Moderne minimalinvasive Verfahren können dabei einen wichtigen Beitrag leisten“, erklärt Dr. Benjamin König, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Zollernalb Klinikum.

„Unser Ziel ist es, gerade bei älteren Patienten eine möglichst schnelle und sichere Mobilisation zu ermöglichen. Moderne minimalinvasive Verfahren können dabei einen wichtigen Beitrag leisten“, erklärt Dr. Benjamin König, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Zollernalb Klinikum.

Zollernalb Klinikum

Die besondere Osteosyntheseplatte wurde ursprünglich von Chefarzt Dr. Benjamin König gemeinsam mit Professor Ulrich Stöckle und Dr. Aljoscha Schäffler während ihrer Zeit an der Berliner Charité entwickelt und wissenschaftlich untersucht. Aus der ursprünglichen Entwicklung entstand schließlich die heute verfügbare „NEXOS® Pelvis P-Platte“.

Bei der aktuellen Operation erfolgte die Versorgung über einen sogenannten Pararectus-Zugang. Dabei wird über einen Zugang entlang der Bauchdecke der nach innen verschobene Bruch wieder in seine anatomisch korrekte Position gebracht und mit der Platte stabilisiert.

Zollernalb-Klinikum setzt auf innovative Methode bei Hüftpfannenbruch

Während der Operation kam ein 3D-Bildwandler zum Einsatz. Die Aufnahmen ermöglichen eine Darstellung ähnlich einer CT-Aufnahme und erlauben dem Operationsteam, die Wiederherstellung der Gelenkform sowie die korrekte Lage des Implantats direkt während des Eingriffs zu überprüfen.

„Unser Ziel ist es, gerade bei älteren Patienten eine möglichst schnelle und sichere Mobilisation zu ermöglichen. Moderne minimalinvasive Verfahren können dabei einen wichtigen Beitrag leisten“, erklärt Dr. Benjamin König, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Zollernalb-Klinikum.

Die Operation verlief erfolgreich. Der Patient konnte anschließend mobilisiert werden und ist inzwischen wieder deutlich schmerzärmer. Für das Team der Unfallchirurgie ist der Eingriff ein weiteres Beispiel dafür, wie moderne Operationstechniken und innovative Implantate dazu beitragen können, auch komplexe Frakturen bei älteren Patienten möglichst schonend zu behandeln.