Medienabend Zollernalb: Nach Fusion von drei Zeitungstiteln – „Wir glauben an den Lokaljournalismus“

Die Geschäftsführer der Südwest Presse Neckar-Alb begrüßen: Tim Hager (links) und Carsten Huber mit Moderatorin Nadin Buschhaus
Frank Engelhardt- Drei Zeitungstitel fusionieren und betonen Lokaljournalismus im Zollernalbkreis.
- Geschäftsführer Hager und Huber: Synergien stärken das Kerngeschäft – großes Reporterteam vor Ort.
- Podium diskutiert Wandel: Digitalisierung prägt Redaktionen, Wirtschaft und Sport reagieren auf Tempo.
- HBW will in der Bundesliga bleiben, getragen von Ehrenamtlichen und regionalen Sponsoren.
- Region bleibt attraktiv, doch B27-Ausbau und Regionalstadtbahn gelten als vordringliche Aufgaben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Anlässlich ihrer Fusion zu einem gemeinsamen Medienhaus haben die drei Lokalzeitungen Südwest Presse Zollernalbkreis, die Hohenzollerische Zeitung und der Schwarzwälder Bote Kommunalpolitiker, Vertreter von Städten und Gemeinden sowie der regionalen Wirtschaft zum Medienabend Zollernalb in die Stadthalle Balingen eingeladen.
Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Zwischen Wandel und Verantwortung – wie sieht unsere Zukunft aus?“ Moderatorin Nadin Buschhaus von Sprecherhaus ging zunächst auf das ereignisreiche vergangene Jahr in der Medienbranche im Zollernalbkreis ein: Seit diesem Jahr arbeiten die Redaktionen der drei Zeitungstitel zusammen.

Unternehmer-Talk auf der Bühne (von links): Ulrich Becker, Chefredakteur von Südwest Presse und Schwarzwälder Bote, Bizerba-Chef Andreas Kraut und Axel Kromer, Geschäftsführer des HBW Balingen-Weilstetten, mit Moderatorin Nadin Buschhaus
Frank EngelhardtDie beiden Geschäftsführer des Medienhauses Südwest Presse und Schwarzwälder Bote, Tim Hager und Carsten Huber, erläuterten im Gespräch mit Nadin Buschaus, dass der Zusammenschluss der Medienhäuser gut funktioniert habe. „Wir sind beide totale Zeitungsmenschen, das hat sehr gut gepasst“, erklärte Tim Hager. Und sein Kollege Carsten Huber ergänzte: „Im Zuge der Fusion können wir unheimlich viele Synergien nutzen, um uns auf unser Kerngeschäft, den Lokaljournalismus, zu fokussieren.“
Großes Reporterteam im Einsatz
Wichtig ist beiden zu betonen: „Wir glauben an den Lokaljournalismus.“ Daher bauen Südwest Presse und Schwarzwälder Bote auf ein großes Reporterteam, das alle Städte und Gemeinden im Zollernalbkreis – unabhängig von der Einwohnerzahl – im Blick hat.

Das Publikum verfolgt den Unternehmertalk beim Medienabend in der Stadthalle Balingen.
Frank EngelhardtAnschließend diskutierte Nadin Buschhaus mit Ulrich Becker, Chefredakteur der Südwest Presse und des Schwarzwälder Boten, Andreas Kraut, CEO von Bizerba, und Axel Kromer, Geschäftsführer des HBW Balingen-Weilstetten, über die verschiedenen Perspektiven hinsichtlich des Wandels und der Veränderung in der aktuellen Zeit.
Was sich in ihrer Branche in jüngster Zeit am stärksten verändert habe, wollte die Moderatorin zunächst von den Podiumsgästen wissen. Aus Sicht der Medien hob Ulrich Becker die Digitalisierung hervor, insbesondere dahingehend, dass Journalisten mithilfe von Messdaten auswerten können, welche Themen die Leser online interessieren. „Das hat unsere Arbeitsweise gänzlich verändert“, sprach der Chefredakteur diese Veränderung an.
Permanenter Wandel in allen Lebensbereichen
Andreas Kraut thematisierte diesbezüglich die Schnelllebigkeit in nahezu allen Lebensbereichen. „Als globale Organisation müssen wir uns auf den permanenten Wandel einstellen.“
Und Axel Kromer kam aus Sicht des Spitzensports auf die wachsende Herausforderung zu sprechen, als vergleichsweise kleiner Verein im „Haifischbecken“ Handball-Bundesliga zu bestehen. Seit dieser Saison sind die „Gallier“ wieder erstklassig. „Das wollen wir natürlich gerne dauerhaft bleiben.“
Auch wenn Kromer nicht müde wird zu betonen, dass Erstliga-Handball in Balingen keine Selbstverständlichkeit sei. „Möglich macht dies insbesondere die Unterstützung durch unsere Ehrenamtlichen sowie die regionalen Sponsoren.“

Bei Häppchen und Getränken tauschten sich die Gäste nach der Veranstaltung im Foyer der Stadthalle aus.
Thomas KiehlWomit Kromer den Gesprächsfaden auf die Region Zollernalb leitete. Auch deren Stärke war Thema der Gesprächsrunde. Einig waren sich die drei Podiumsgäste, dass der Zollernalbkreis attraktiv zum Leben und Arbeiten ist. Ulrich Becker zeigte sich überzeugt, dass die Stärke des Kreises auch durch lokale Medien getragen wird. „Lokalzeitungen sind identitätsstiftend für eine Region und spiegeln den Zusammenhalt der Gemeinschaft wider.“
B27-Ausbau und Regionalstadtbahn müssen kommen
Auch der HBW sowie Bizerba bauen auf den Zollernalbkreis. Sei es bei der Rekrutierung von Nachwuchsspielern oder Fachkräften. Beide bilden ihren Nachwuchs am liebsten selbst aus, wie Kromer und Kraut deutlich machen. Spieler sowie Mitarbeiter frühzeitig an den Verein respektive das Unternehmen zu binden, spiele heutzutage eine entscheidende Rolle.

Das Get-together im Foyer der Stadthalle wurde musikalisch umrahmt.
Thomas KiehlTrotz allem gibt es natürlich auch im Zollernalbkreis Verbesserungspotenzial: Die Anbindung an das Schienennetz – Kraut nannte den Ausbau der Regionalstadtbahn – sowie der vierstreifige Ausbau der B 27 in Richtung Stuttgart seien Themen, die in Zukunft vorangebracht werden müssten. Axel Kromer hofft für seinen HBW zudem perspektivisch auf eine neue Heimspielstätte. Die Kapazität der Mey Generalbau-Arena werde nicht reichen, um in zehn Jahren noch Bundesliga in Balingen spielen zu können.
Nach dem offiziellen Teil fanden sich die Gäste zum Austausch im Foyer der Stadthalle ein. Bei Häppchen und Getränken wurde diskutiert, das persönliche Netzwerk erweitert und auf die Zukunft der drei Zeitungstitel unter dem Dach der Neuen Pressegesellschaft angestoßen.

Ein Herz für Südwest Presse und Schwarzwälder Bote: Die beiden Medienhäuser agieren seit diesem Jahr mit einer gemeinsamen Redaktion im Zollernalbkreis.
Thomas Kiehl













































